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Ginmon – Test und Erfahrungen

Geldanlage (ab 1.000 Euro) mit Erfolgsbeteiligung (10%) und geringer Verwaltungsgebühr. Insbesondere Geldanlagen unter 50.000 Euro sind bei Ginmon besonders attraktiv. robo-advisor.de-Empfehlung für sicherheitsorientierte Anleger mit kleinen Anlagebeträgen.

ginmon-test und erfahrungen

Was kostet mich eine Geldanlage bei Ginmon?

ginmon - Test und Erfahrungen

Ginmon – Gebühren und Konditionen

Anbieter Ginmon
Vermögensverwaltung (pro Jahr) 0,39%
Fondskosten pro Jahr Keine
Erfolgsbeteiligungsgebühr 10%
Ausgabeaufschlag Entfällt
Mindestanlagebetrag 1.000 €
Kündigungsfrist Keine
Investmentvehikel ETFs, Indexfonds
Kontoführende Bank DAB Bank
100.000 € gesetzliche Einlagensicherung
Anlagestrategie Passiv
Anzahl Risikoklassen 10
Sparplan Ab 50 €
App Keine

Ginmon im Robo Advisor Kostenvergleich

Führend bei der Vermögensverwaltung
4/5

Mit 0,39% ist die Grundgebühr definitiv eine der Stärken von Ginmon. Zu beachten ist aber noch ihre Erfolgsbeteiligung von 10%.

Anlagebetrag quirion fintego Whitebox Sutor Bank
bis 10.000€ Mindestanlage 10.000 € 0,95% 0,95% 1% (Konservativ)
1,5% (Ausgewogen)
1,65% (Dynamisch)
10.001€ 0,48% (Basis)
0,88% (Comfort)
0,75% 0,95% 1% (Konservativ)
1,5% (Ausgewogen)
1,65% (Dynamisch)
35.001€ 0,48% (Basis)
0,88% (Comfort)
0,75% 0,85% 1% (Konservativ)
1,5% (Ausgewogen)
1,65% (Dynamisch)
50.001€ 0,48% (Basis)
0,88% (Comfort)
0,45% 0,75% 1% (Konservativ)
1,5% (Ausgewogen)
1,65% (Dynamisch)
150.001€ 0,48% (Basis)
0,88% (Comfort)
0,45% 0,6% 1% (Konservativ)
1,5% (Ausgewogen)
1,65% (Dynamisch)
250.001€ 0,48% (Basis)
0,88% (Comfort)
0,45% 0,45% 1% (Konservativ)
1,5% (Ausgewogen)
1,65% (Dynamisch)
Anlagebetrag Ginmon easyfolio Cashboard Testsieger Scalable Capital
bis 10.000€ 0,39%
+ 10% Gewinnbeteiligung
0,66% Keine Verwaltungsgebühr
10% Gewinnbeteiligung
Mindestanlage 10.000 €
10.001€ 0,39%
+ 10% Gewinnbeteiligung
0,66% Keine Verwaltungsgebühr
10% Gewinnbeteiligung
>0,75%
35.001€ 0,39%
+ 10% Gewinnbeteiligung
0,66% Keine Verwaltungsgebühr
10% Gewinnbeteiligung
0,75%
50.001€ 0,39%
+ 10% Gewinnbeteiligung
0,66% Keine Verwaltungsgebühr
10% Gewinnbeteiligung
0,75%
150.001€ 0,39%
+ 10% Gewinnbeteiligung
0,66% Keine Verwaltungsgebühr
10% Gewinnbeteiligung
0,75%
250.001€ 0,39%
+ 10% Gewinnbeteiligung
0,66% Keine Verwaltungsgebühr
10% Gewinnbeteiligung
0,75%
Anlagebetrag vaamo ARERO growney LIQID
bis 10.000€ 0,99% 0,5% 0,99% Mindestanlage: 100.000 €
10.001€ 0,99% 0,5% 0,69% Mindestanlage: 100.000 €
35.001€ 0,79% 0,5% 0,69% Mindestanlage: 100.000 €
50.001€ 0,49% 0,5% 0,39% Mindestanlage: 100.000 €
150.001€ 0,49% 0,5% 0,39% 0,15% (Index)
0,5% (Global)
250.001€ 0,49% 0,5% 0,39% 0,15% (Index)
0,45% (Global)
0,9% (Select)

Fazit: Mit seiner Vermögensverwaltung für 0,39% pro Jahr ist Ginmon neben growney der preiswerteste Anbieter für Geldanlagen bis 100.000 Euro. Zusätzlich wird jedoch eine Erfolgsbeteiligung von 10% erhoben.

In punkto Kostenstruktur unterscheidet sich Ginmon deutlich von den anderen Robo Advisorn. Für die Depotführung und Transaktionen verlangt die Plattform eine Jahresgebühr von 0,39 Prozent der Anlagesumme pro Jahr. Das ist günstiger als bei den anderen Anbietern.

Allerdings kommen dann noch zehn Prozent der Anlagesumme als Erfolgsbeteiligung hinzu. In eher schwachen Marktjahren fallen für den Kunden dabei keine Zusatzkosten an. Bei einer starken Marktentwicklung können die Kosten jedoch deutlich zu Buche schlagen und befinden sich dann auf dem Niveau der Konkurrenz.

Die Geldanlage bei Ginmon ist vom Grundsatz her für Anfänger leicht verständlich und unkompliziert umzusetzen. Die Portfolios sind breit gestreut und bilden verschiedene Risikotypen ab. Dennoch gibt es einige Punkte, die stören: Die Kosten fallen bei einer ordentlichen Rendite aufgrund der Erfolgsbeteiligung relativ hoch aus.

Zum anderen setzt antizyklisches Investieren voraus, dass die fallenden Märkte, in die Ginmon investiert, irgendwann einmal wieder stark steigen. Dafür gibt es aber keine Garantie und die Abwärtsbewegung kann unter Umständen über Jahre andauern.

Unser Robo-Advisor Testsieger
scalable capital logo
Scalable Capital
Einer der wenigen Robo-Advisor mit aktivem Risikomanagement: Schichtet Portfolio in volatilen Zeiten automatisch um und verändert die Risiko-Aufteilung, z.B. durch weniger Aktien, wenn die Börse einbricht.

Ein weiterer Minuspunkt ist die Geldanlage in Anleihen kleiner und mittelständischer Unternehmen. Gerade diese waren in der jüngeren Vergangenheit von Ausfällen betroffen und dürften diesem Risiko vorerst weiterhin ausgesetzt sein.

Hintergrund

Das Unternehmen

5/5

Der Robo Advisor Ginmon zählt zu den Anbietern komplett verwalteter Depots. Der Name stammt aus dem japanischen und bedeutet nach Angaben des Portals sinngemäß „silbernes Tor“. Er soll für den „Weg zum Wohlstand“ stehen, heißt es auf der Ginmon-Webseite.

Hinter dem Internet-Portal steht die Frankfurter Ginmon GmbH, die 2014 gegründet wurde.

Ginmon richtet sich an Privatkunden, die mit ETF-Weltportfolios am globalen Kapitalmarkt investieren wollen. Auch bei diesem Anbieter stehen niedrige Kosten für die Nutzer im Vordergrund. Daneben ist aber der Zugang zu globalen Märkten und eine breite Anlagestreuung für das Portal ebenfalls von großer Bedeutung.

Das Team hinter dem Roboter

5/5

Die Ginmon GmbH wurde von Lars Reiner, Ulrich Bauer und Raphael Vosen gegründet.

Reiner begann seine berufliche Laufbahn bei der Deutschen Bank und ist ehemaliger Vorstand des Goethe Investment Fund e.V. Bauer verfügt über langjährige Erfahrung als Vermögensverwalter, während Vosen als Unternehmensberater tätig war.

Die Depotbank und die Sicherheit der Anlage

5/5

ginmon - test und erfahrungenNutzer, die ihr Geld über Ginmon in die vorgegebenen ETF-Portfolios investieren wollen, eröffnen automatisch ein Depot bei der Partnerbank DAB Bank. Dort wird auch die Anlagestrategie umgesetzt. Fondsanlagen zählen zum sogenannten Sondervermögen und sind im Insolvenzfall der Depotbank geschützt.

Ginmon selbst hat dadurch auf die Wertpapierdepots keinen Zugriff. Nur der Kunde kann über die Geldanlage verfügen.

Die DAB Bank ist Teil der BNP Paribas S.A. und ist eine der größten Direktbanken im deutschen Raum. Durch die BaFin-Lizenz wird sie kontinuierlich überwacht. Zudem unterliegt sie der gesetzlichen Einlagensicherung, die auf 100.000 Euro pro Kunde beschränkt ist.

Zusätzlich gehört die DAB Bank dem Einlagensicherungsfonds des Bundesverbandes deutscher Banken e.V. an. Dieser schützt das Vermögen eines Kunden bis zu einem Betrag von 120 Millionen Euro.

Ginmon – Meinungen, Erfahrungen und Tests

4/5

Ginmon gilt als zuverlässiger Partner mit einem soliden guten Ruf. Die attraktiven Gebühren bei niedrigen Anlagebeträgen sind ein großer Pluspunkt für Einsteiger!
ginmon1

Übersicht der Bewertungen

Anbieter Stärken Schwächen Urteil
unbenannt7
  • Niedrige Verwaltungsgebühren
  • Vielfältige Anlagestrategien
  • Performancegebühr
sehr gut (4,0 von 5)
extra_magazin_logo_normal
  • Niedrige Verwaltungsgebühren
  • Performancegebühr
gut (3,0)
Ginmon - test und erfahrungen
  • Attraktive Gebühren bei niedrigen Anlagebeträgen
  • Klare Darstellung der Gesamtkosten
  • Verzicht auf Rohstofffonds
  • Keine
sehr gut (1,3)
brokervergleich_de_logo
  • Kinder-Depots möglich
  • Niedrige Gebühren
  • 10 Anlagestrategien
  • Kein aktives Risikomanagement
Echtgeld-Test
Extra Magazin

Die Redaktion vom Extra Magazin hat die Angebote der größten Robo Advisor in Deutschland miteinander verglichen. Ginmon erreicht zusammen mit fintego die Gesamtnote gut (3,0).

In Bezug auf die Kostenstruktur wird die Verwaltungsgebühr von Ginmon zwar als günstig hervorgehoben, die erhobene Gewinnbeteiligung egalisiert diesen Vorteil jedoch wieder.

Vergleich.org

Das Testportal Vergleich.org hat die 7 besten Robo Advisor einem Test unterzogen. Ginmon erreicht mit der Note „sehr gut“ (1,3) den 2. Platz. Gelobt wird die günstige Vermögensverwaltung auch bei niedrigen Beträgen sowie die klare Darstellung der Gesamtkosten. Für gut befunden wird auch der Verzicht auf Rohstofffonds aus ethischen und ökonomischen Gründen.

Brokervergleich.de

Brokervergleich.de schätzt die niedrigen Gebühren von Ginmon, die aus der ausschließlichen Verwendung von ETFs resultieren. Das Anbieten von 10 Anlagestrategien ist umfangreich und bietet für jedes Risikoprofil das passende Portfolio. Zudem können die Sparraten jederzeit angepasst werden.

Im Unterschied zu anderen Anbietern können Kunden bei Ginmon auch ein Kinder-Depot für den Nachwuchs anlegen.

Ginmon selbst ist nicht bei der BaFin zugelassen und hat somit keine Möglichkeit aktiv in das Risikomanagement der Portfolios einzugreifen.

Echtgeld-Test

Als einziges Portal im deutschsprachigen Raum führt BrokerVergleich.de seit Mai 2015 einen Echtgeld Test von Robo Advisorn durch. Dabei wurde bei den Anbietern ein reales Depot angelegt, das laut dem jeweils bewerteten Robo Advisor von der Mehrheit der Kunden ausgewählt wurde.

Ist Ginmon renditestark?
Zeitraum Ginmon Vergleichsindex Bester Robo Advisor
01.05.15 – 30.04.16
(12 Monate)
Noch nicht aktiv -3,7% 0,1%
01.05.16 – 31.08.16
(4 Monate)
4,6% 3,5% 6,1%
Gesamtperformance Noch nicht aktiv -0,4% 5,1%

Bei Ginmon entsprach dieses Portfolio der ausgewogenen Anlagestrategie mit bis zu 60% Aktien und 40% Anleihen. Nur einer der getesteten Anbieter konnte über eine Laufzeit von 12 Monaten eine positive Rendite erwirtschaften (Cashboard mit 0,1%). Da Ginmon erst 2016 in den Echtzeit-Test aufgenommen wurde, liegt keine Renditeentwicklung über 12 Monate vor.

In diesem Jahr hat Ginmon mit dem gewählten Portfolio über 4 Monate (01.05. -31.08.) 4,6% Rendite erzielt und damit den Vergleichsindex (3,2%), eine Mischung aus MSCI World und Barclays, geschlagen. Führend in diesem Intervall waren aktiven Vermögensverwalter Whitebox (6,3%) und Scalable Capital (5,7%).

Unser Robo-Advisor Testsieger
scalable capital logo
Scalable Capital
Einer der wenigen Robo-Advisor mit aktivem Risikomanagement: Schichtet Portfolio in volatilen Zeiten automatisch um und verändert die Risiko-Aufteilung, z.B. durch weniger Aktien, wenn die Börse einbricht.

Alternativen zu Ginmon

Vergleicht man die Ergebnisse des Echtgeldtests mit den anderen Anbietern, so fällt auf, dass easyfolio (-6,1%) und die SutorBank (-7,2%) über den Jahreszeitraum die höchsten Verluste erzielt haben, während Whitebox (6,1%) und Scalable Capital (5,7%) im 4-Monats-Zeitraum die höchsten Renditen realisierten. Beide Anbieter wurden erst dieses Jahr in die Anlagesaison aufgenommen.

Den Performance-Daten sollte jedoch noch keine allzu große Relevanz beigemessen werden. Vermögensanlagen sind auf Langfristigkeit ausgelegt und Zeiträume unter 3-5 Jahren wenig aussagekräftig.

Die Branche der Robo Advisor ist noch in der Entwicklung und es bleibt abzuwarten, wie sich die Performance im Vergleich zu den klassischen Bankhäusern behauptet.

  • Ginmon hat im Echtgeld-Test gute Ergebnisse erzielt.
  • Auf Basis dieser zugegebenermaßen kurzfristigen Daten sind die Anlagen der aktiven Robo Advisor Whitebox auf Platz 1 und Scalable Capital auf Platz 2 zu empfehlen.

Investmentstrategie

4/5

Genau wie die Konkurrenten vaamo und easyfolio beschränkt sich Ginmon auf die Anlageklassen Aktien und Anleihen. Indirekt enthält das Portfolio auch Immobilien über Aktien der entsprechenden Immobilienunternehmen. Direkte Investments in Immobilien sind meist unzureichend effizient abbildbar und daher nicht rentabel.

ginmon - test und erfahrungen

Bei der Aktienauswahl beschränkt sich der Anbieter auf die Werte kleiner Unternehmen, sogenannter Small Caps, sowie unterbewerteter Unternehmen, sogenannter Value-Werte. Diese werden anhand von Formeln unter Einbezug des Gewinnes pro Aktie und des jährlichen Gewinnwachstums berechnet.

Die währungsgesicherten Staats- und Unternehmensanleihen im Portfolio dienen vor allem der Stabilisierung des Investments bei starken Schwankungen an den Aktienmärkten. Damit minimieren sie zwar in schlechten Aktienzeiten den Verlust, tragen jedoch selbst wenig zur Rendite bei, da Anleihen in der heutigen Zeit kaum noch Zinsen einbringen. Sie eignen sich daher nicht für risikoaffine Anleger.

Info:

Die Geldanlage in Rohstoffe und Währungen schließt Ginmon kategorisch aus, da diese nach Auffassung des Anbieters zu spekulativ ist. Für Laien-Anleger trifft das auch durchaus zu. Wer allerdings schon etwas mehr Erfahrung mit seinen Investments hat und eine breite Streuung auf möglichst viele Anlageklassen wünscht, dürfte enttäuscht sein.

Die Geldanlagen des Robo Advisors sind in insgesamt 47 Länder investiert. Ginmon beziffert die Anzahl der enthaltenen Unternehmen auf rund 10.000. Damit ist die Anlagestreuung schon ziemlich breit aufgestellt. Der Haken besteht aber darin, dass die zur Auswahl stehenden Portfolios teilweise Anleihen von Unternehmen enthalten, deren Aktien ebenfalls drin sind. Das ist für Privatanleger nicht wirklich sinnvoll. Zusätzlich wird in Staatsanleihen investiert, die angesichts des anhaltenden Niedrigzinsumfelds nach wie vor kaum Rendite.

Anleger können bei Ginmon zwischen zehn verschiedenen ETF-Portfolios auswählen. Darin sind jeweils die gleichen fünf passiv gemanagten Indexfonds (ETFs) enthalten. Der Unterschied liegt in der Gewichtung dieser Fonds innerhalb der Portfolios.

Um die Anlageklasse Aktien abzudecken, investiert das Portal in folgende 3 Fonds:

ISIN Fondsname TER (Gesamtkostenquote)
LU0340285161 UBS-ETF SICAV MSCI World UCITS ETF 0,30%
LU0480132876 UBS-ETF SICAV MSCI Emerging Markets UCITS ETF 0,45%
IE00B3XNN521 Dimensional Global Small Companies Fund 0,60%

Des Weiteren gibt es zwei Anleihen-ETFs in den Portfolios:

ISIN Fondsname TER (Gesamtkostenquote)
IE00B3QL0Y14 Dimensional Global Short Fixed Income Fund 0,37%
ISINIE00B3F81R35 iShares Core Euro Corporate Bond UCITS ETF 0,20%

Die Beschränkung auf nur fünf Indexfonds in den Auswahl-Portfolios ist für erfahrene Anleger möglicherweise ein Ausschlusskriterium.

Auswahl des Risikoprofils durch intransparentes Verfahren mit mäßiger Usability

Ginmon-Nutzer können über das Portal Einmalbeträge ab 1.000 Euro anlegen. Darüber hinaus gibt es – wie bei der Konkurrenz auch – die Möglichkeit, ratenweise ab 50 Euro monatlich in die ETF-Portfolios zu investieren und damit Sparpläne zu erstellen. Für Anleger, die eine Alternative zum Sparbuch suchen, macht das durchaus Sinn.

Bei den Gründern von Ginmon steht die kundenorientierte Geldanlage laut Webseite im Vordergrund. Um die passende von zehn Anlagestrategien zu finden, durchläuft der Nutzer ein kurzes Interview auf dem Portal. Dabei wird seine Risikobereitschaft ermittelt:

ginmon anlegertyp ermitteln

Das entsprechende Verfahren ist für Laien gut geeignet, lässt erfahrenen Anlegern jedoch wenig Spielraum. Das dem Anlegertyp gemäße Portfolio ist erst ab dem Schritt „Geldanlage planen“ einsehbar.

Will er sich danach für ein anderes entscheiden, muss er das Interviewverfahren erneut durchlaufen. Andere Anbieter sind, was die Bestandteile der Portfolios angeht, deutlich transparenter und machen die Einstufung in Anlegertypen dadurch leichter verständlich.

Ginmon Geldanlage planen

Wie bei anderen Robo Advisorn auch bestimmt der Aktienanteil im Portfolio die Risikostrategie: je höher der Aktienanteil desto höher das Risiko. Da der Anleiheanteil jedoch auch Unternehmensanteile enthält, gestaltet sich die Einstufung komplizierter als auf den ersten Blick ersichtlich. Gerade die Bonds kleiner und mittelständischer Unternehmen haben in den vergangenen Jahren für Schlagzeilen gesorgt, nachdem es zahlreiche Ausfälle bei den Anleihe-Emittenten gegeben hatte.

Info:

Mit zehn verschiedenen Portfolios hat Ginmon allerdings eine deutlich breitere Risikoeinstufung aufzubieten als Konkurrenten wie beispielsweise easyfolio. Die von dem Portal erwartete Rendite liegt je nach ausgewähltem Portfolio zwischen drei und sieben Prozent.

Die Anlagestrategie 7 zählt zu den riskanteren Portfolios und visiert eine Jahresrendite von 5,5 Prozent an. Der Aktienanteil liegt hier bei insgesamt 70 Prozent, verteilt auf Aktien Industrieländer (38,5 Prozent), Aktien Wachstumsmärkte (10,5 Prozent) und Aktien kleiner Unternehmen weltweit (21 Prozent). Die restlichen 30 Prozent des Portfolios besteht aus Staats- und Unternehmensanleihen weltweit (24 Prozent) und Anleihen europäischer Unternehmen (sechs Prozent).

Einmal pro Jahr führt Ginmon zudem das sogenannte Rebalancing durch. Das Verhältnis zwischen Aktien- und Anleiheanteil in den Portfolios ändert sich je nach Entwicklung an den Börsen. Das führt zu Abweichungen in der Anlagestrategie und kann die Risikoeinstufung in eine ungewünschte Richtung drehen. Deshalb müssen Anlageklassen in den jeweiligen Portfolios zu- und verkauft werden, um die vorgegebene Anlagestrategie wieder ins Gleichgewicht zu bringen.

Ginmon wirbt mit einer laufenden Optimierung der Geldanlage. Darunter versteht das Portal eine stete Beobachtung des ETF- und Indexfonds-Universums, um dem Nutzer jederzeit alternative Angebote zu seiner Anlagestrategie unterbreiten zu können.

Das Team von Ginmon beruft sich bei seinem Anlagekonzept auf die Erkenntnisse der Ökonomen Harry Markowitz und Eugene Fama. Dabei geht es nicht nur um eine breite Streuung des Investments auf verschiedene Anlageklassen, sondern auch um antizyklisches Investieren.

Grundsätzlich verbirgt sich dahinter die Strategie, Aktien oder Anleihen genau dann zu kaufen, wenn sich deren Kurse im Sinkflug befinden, jedoch die Erwartung eines Anstiegs zu einem späteren Zeitpunkt besteht. Vorausgesetzt die Kurse steigen tatsächlich nach einer bestimmten Zeit ist diese Strategie durchaus lohnenswert.

Allerdings gibt es keine Garantie dafür und der Abwärtstrend kann in einigen Bereichen durchaus über Jahre hinweg andauern. Finanzexperten raten Laien deshalb von dieser Strategie ab.

Angebote

Anbieter Ginmon
Startguthaben Derzeit kein Angebot
Kunden-werben-Kunden Derzeit kein Angebot
Partnerprogramm Derzeit kein Angebot

BaFin-Lizenz seit Mai 2017

Seit Mai 2017 verfügt Ginmon darüber hinaus über eine Bafin-Lizenz für die Abschlussvermittlung, Anlageberatung, Anlagevermittlung und Finanzportfolioverwaltung. Für Endkunden bietet das eher indirekte Vorteile in Form einer höheren Sicherheit und Regulierung. Andere Anbieter wie beispielsweise Scalable Capital verfügen über dieselben Lizenzen und das schon seit 2015, Whitebox beispielsweise ist lediglich für die Finanzportfolioverwaltung lizensiert.

Interview mit Lars Reiner – Gründer von Ginmon

Was ist das besondere an Ihrer Investmentstrategie?

Ginmon - Test und Erfahrungen
Lars Reiner
Reiner: „Die Anlagestrategie basiert auf den Erkenntnissen der Nobelpreisträger Prof. Harry Markowitz und Prof. Eugene Fama. Dabei wird das Vermögen weltweit in tausende Unternehmen gestreut und so das Wachstum der gesamten Weltwirtschaft abgebildet. So werden unnötige Kosten und mögliche Fehlentscheidungen eines klassischen Fondsmanagers vermieden. Wir vermeiden bewusst auch jede Form des Risikomanagement oder Market-Timing, da die Wissenschaft zeigt, dass dies langfristig der Performance unserer Kunden schaden würde.

Je nachdem ob der Anleger für die eigene finanzielle Zukunft oder für sein Kind Geld anlegen möchte, bieten wir zugeschnittene Interviews an, die dem Kunden die Wahl der passenden Asset Allocation sowie der dahinterliegenden Produktauswahl erleichtern. Darüber hinaus bekommt der Kunde laufend z.B. bei Ein- bzw. Auszahlungen oder beim Ändern der Anlagestrategie wichtige Hilfestellungen um so stets die besten Ergebnisse im Interesse des Kunden zu erzielen.“

Was unterscheidet Ginmon von anderen Robo-Advisorn?

Reiner: „Wir garantieren unseren Kunden eine transparente und unabhängige Geldanlage zu niedrigsten Kosten. Darüber hinaus geben wir den Kunden laufend Tipps und Hilfestellungen um Fehlverhalten zu vermeiden und unterstützen auch in schwierigen Marktphasen. Es geschieht aber nichts ohne die Zustimmung unserer Kunden. Im Gegensatz zu vermögensverwaltenden Lösungen behalten unsere Kunden dabei stets die volle Kontrolle.

Zudem unterscheidet sich unser Angebot maßgeblich zu dem der klassischen Bank. Eine klassische Bank oder ein Anlageberater verkauft dem Kunden nach dem Beratungsgespräch eine Geldanlage. Wir bieten unserem Kunden ein Werkzeug, mit dem er seine Geldanlage intuitiv und ohne Vorkenntnisse selber planen und verwalten kann. Dabei verfolgen wir ein wissenschaftliches Anlagekonzept, welches auf den langfristigen Kundennutzen ausgerichtet ist und verzichten auf versteckte Kosten wie Ausgabeaufschläge und Provisionen.“

Welche Strategie des Risikomanagements verfolgen Sie?

Reiner: „Unser Algorithmus scannt laufend das gesamte Universum an verfügbaren ETFs und Indexfonds und bewertet diese auf Basis der genannten Anlagekriterien. Unsere Anlagestrategie wird auf Basis dessen regelmäßig durch unser Investmentteam optimiert. Unsere Plattform stellt die Optimierungspotentiale unseren Kunden vor und setzt diese dann automatisiert um.

Mit jeder Ein- und Auszahlung sowie dem Einzug der ggf. eingerichteten Sparrate wird durch unseren Algorithmus ein Smart-Rebalancing durchgeführt. Das heißt, das zusätzliche Kapital wird so verteilt, dass sich die Assetallocation an das gewählte Optimum annähert. Einmal jährlich findet ein Full-Rebalancing statt, bei dem zum einen die Gewichtung der Anlagebausteine auf die gewünschte Ausgangssituation wiederhergestellt wird und ggf. durch bessere Anlagebausteine ausgetauscht wird. Die laufende Optimierung gewährleistet optimale Ergebnisse bei der Geldanlage.“

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Ginmon – Test und Erfahrungen
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2 Kommentare

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  • Ich nutze seit über einem Jahr Ginmon, weil der Anbieter damals für mich die besten Konditionen bot und ich denke heute immer noch! Das ist ein sehr großer Pluspunkt, wenn man nur ein kleines Vermögen anlegen möchte. Die geringen Grundgebühren plus Beteiligung gefallen mir sehr gut. Hohe Grundgebühren belasten in schlechten Phasen das Kapital zu sehr, was ich grundsätzlich vermeide.

    Ginmon arbeitet sehr transparent in der Darstellung der Anlagestrategie. Nach einer Befragung habe ich mich für die Anlagestrategie 6 entschieden und fahre damit sehr gut. Ich denke, das Verhältnis Aktien : Anleihen ist okay und gut durchmischt. Kann mich über nichts beklagen. Alle Berechnungen sind einfach nachzuvollziehen. Support klappt super, alle Infos finde ich übersichtlich auf der Webseite. Einzige Mini-Kritik: Die App fehlt. Denke, die Jungs von robo-advisor.de haben Ginmon schon ganz gut bewertet, obwohl ich sie in meiner Welt eher als Testsieger sehe!

  • Solides Angebot, faire Gebühren. War ja am Anfang kritisch, ob Robo-Advisor es wirklich mit einem ETF-Sparplan aufnehmen können. Aber ich habe bisher fast 11% Rendite in 15 Monaten erzielt… Teste mich gerade mit kleinen Beträgen bei verschiedenen Anbietern durch und ich muss sagen, Ginmon gefällt mir sehr. Eine App wäre noch super! Für den Anfang kann ich nur jedem Ginmon empfehlen!

robo-advisor.de als Autor

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Was ist ein Robo-Advisor?

Auch als "automatisierte Vermögensverwaltung" bezeichnet, sollen Robo-Advisor die bessere Alternative zum klassischen Bankberater sein.

Wer sein Geld zum Beispiel fürs Alter anlegen möchte, ging früher zum Bankberater. Der empfiehlt Fonds und Zertifikate - meistens solche, mit denen er gute Provisionen verdient. Deswegen haben die verkauften Produkte häufig schlechte Renditen.

"Nur 3 von 23 Banken beraten gut", so die Stiftung Warentest im Januar 2016.

Mehr Rendite als bei der Bank

Robo-Advisor entscheiden hingegen auf Basis mathematischer Modelle automatisch, wie das Geld auf verschiedene Anlagen aufgeteilt wird.

Unterm Strich soll die Geldanlage dadurch besonders renditestark sein, weil viel geringere Kosten anfallen.

In den USA werden (Stand: März 2016) schon umgerechnet über 44 Milliarden Euro von Robo-Advisors verwaltet.

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