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Beste Geldanlage für Kinder – dank Steuerersparnis ab der Geburt lohnenswert

Wer unsere Sparer-Tipps befolgt, der kann beim Sparen für die Kinder kaum etwas falsch machen. Gute Renditen und Steuervorteile sind dann sicher. Wenn Kinder zur Welt kommen, ist der Wunsch groß, für den Nachwuchs Geld anzulegen, was später als Grundlage für ein eigene Leben dienen soll. Eltern wollen nur das Beste für den Nachwuchs. Wie und was die besten Anlage-Möglichkeiten sind, stellen wir hier vor. Auch klären wir auf, welche Regeln für das Sparen auf dem Namen des Kindes gelten.

Geldanlage für Kinder

Geldanlage für Kinder Ausbildung – Warum sich das Sparen für Kinder lohnt

Geldanlage für Kinder - Wünsche

Wer Kinder bekommt und gut erziehen will, wird schnell merken, dass das auch eine finanzielle Mehrbelastung für die Familie bedeutet. Regelmäßiges Sparen ermöglicht zudem Polster und Raum für spätere Wünsche. Klar ist auch, dass die Wünsche mit der Zeit immer größer werden. Eine gute Geldanlage für Kinder ist dabei vorteilhaft.

Ein zentraler Aspekt dabei ist wohl der Wunsch der Eltern, dem Kind die bestmögliche Ausbildung zu ermöglichen. Ob Studium oder eine betriebliche Ausbildung oder eine lange Reise, in jedem Fall kann das Kind die finanzielle Unterstützung gut gebrauchen. Eine Geldanlage für Kinder Ausbildung und mehr sollte gut durchdacht sein.

Wünsche sind oftmals Ausdruck der eigenen Persönlichkeit, die sich im Teenager-Alter gerade in der Entwicklung befindet und Erfolge feiern muss. Auch dafür lohnt es sich, Geld zu sparen und so die mentale und geistige Stärke des Kindes zu fördern.

Geldanlage Kinderkonto – Doch Sparbücher lohnen nicht mehr

Kaum ist das Kind auf der Welt, richten viele Eltern ein Sparbuch ein, auf dem monatlich ein bestimmter Betrag eingezahlt wird. Nach 18 Jahren Sparen bei einer monatlichen Rate von 50 Euro summiert sich das Vermögen dann (ohne Zinsen) auf 10.800 Euro.

Sobald die Volljährigkeit eingetreten ist, soll das Kind das Sparbuch dann übernehmen und selbst darüber verfügen. War so ein Sparbuch bis in die 2000er Jahre hinein noch eine gute Anlageform, verliert es aktuell immer mehr an Beliebtheit.

Geldanlage für Kinder 2017

Grund dafür sind die niedrigen Zinsen von durchschnittlich 0,5 Prozent (mehr sind in Ausnahmen möglich) oder weniger  und eine Inflation von knapp 1,5 Prozent. Derzeit verliert das Geld also rund 1 Prozent an Wert pro Jahr, wenn es auf einem Sparbuch liegt.

Ja, es gibt für den Nachwuchs Sparbücher oder Tagesgeldkonten mit Zinsen von zwei bis vier Prozent. Dabei handelt es sich jedoch meistens um Lockangebote, die den Nachwuchs schon frühzeitig an ein Geldhaus binden sollen. Oft gibt es noch ein finanzielles Begrüßungsgeschenk obendrauf. So ist eine sichere Geldanlage für Kinder möglich.

Aktuelle Zinsen im Vergleich - Stand Februar 2018
Aktuelle Zinsen im Vergleich – Stand Februar 2018 – Quelle: Zinspilot.de

Auch wenn das Begrüßungsgeschenk bleibt, pendeln sich die Zinsen nach wenigen Jahren auf das marktübliche Niveau ein. Guthabenzinsen von zwei bis vier Prozent werden immer nur kurzfristig angeboten. Hier heißt es dann, genau hinschauen und vergleichen.

Gute Geldanlage für Kinder – Dürfen Eltern über das Geld verfügen?

Wer ein Festgeldkonto Kind oder Depot auf dem Namen des Kindes anlegt, willigt ein, dass das Geld ausschließlich dem Kind gehört. Bei der Geldanlage für Kinder dürfen Eltern zwar Geld einzahlen, aber es dann nicht mehr abheben. Sie dürfen das Geld bis zur Volljährigkeit nur verwalten.

Besteht die Sorge, dass das Kind den ersparten Betrag mit 18 Jahren einfach ausgibt, so kann ein Auszahlplan Abhilfe schaffen. Dieser regelt, dass das Geld nur in bestimmten Raten ausgezahlt wird. Die Raten werden von den Eltern festgelegt.

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Sichere Geldanlage für Kinder – Was dürfen Kinder?

Haben Kinder noch nicht das 18. Lebensjahr erreicht, behält es sich der Gesetzgeber vor, Kinder und Jugendliche besonders zu schützen. Das beutetet, dass bis zum 18. Lebensjahr die Geschäftsfähigkeit beschränkt ist.

Ist das Kinder nicht älter als sieben Jahre, gelten sie gar geschäftsunfähig und dürfen überhaupt keine eigenen Rechtsentscheidungen treffen. In beiden Fällen sind die Eltern die gesetzlichen Vertreter (§ 1629 BGB) und nehmen entsprechend die Rechtsgeschäfte, wie das Eröffnen eines Kontos vor.

Geschäftsfähigkeit von Kindern
Alter Einschränkungen
0 bis 6 Jahre
  • Die Rechtsfähigkeit besteht mit der Geburt (§ 1 BGB)
  • Das Kind ist geschäftsunfähig (§ 104 BGB); d. h. das Kind darf keine rechtswirksamen Geschäfte eingehen
  • Ein Sparkonto, ETF-Sparplan oder Depot kann vom Erziehungsberechtigten auf dem Namen des Kindes angelegt werden
7 bis 17 Jahre
  • Beschränkt geschäftsfähig (§ 106 BGB)
  • Rechtswirksame Geschäfte sind nur mit Zustimmung der gesetzlichen Vertreter wirksam (§ 107, 108 BGB)
Ab 18 Jahren
  • Das Kind erreicht die volle Geschäftsfähigkeit
  • Der namentlich geführte Konto- und Depotinhaber darf frei und voll über das Konto bzw. Depot verfügen

Für Kinder sparen hat steuerliche Vorteile

Wer das Geld im Namen des Kindes anlegt, darf zwar nicht darüber verfügen, kann dafür aber die steuerliche Last minimieren. Für erwerbstätige Anleger gilt ein Pauschbetrag von 801 Euro pro Jahr. Kapitalerträge zusätzlich zum Einkommen bis zu dieser Höhe sind steuerfrei.

Für Kinder, die nichts verdienen und daher kein Einkommen haben, bleiben die Kapitalerträge bis 9000 Euro pro Jahr steuerfrei. Sobald die Kinder jedoch etwas verdienen, minimiert sich dieser Grundfreibetrag entsprechend des Einkommens. Die 801 Euro erhalten Kinder aber auf jeden Fall, auch mit Einkommen.

Bei einer vierköpfigen Familie kann so die Steuerlast auf Kapitalerträge gut verteilt werden, wenn z. B. für jede Person ein ETF-Sparplan angelegt oder in einen Robo-Advisor investiert wird.

Der „ETF-Sparplan Kind“ – eine gute Alternative

Wir von Robo-Advisor.de empfehlen aufgrund der aktuellen Niedrigzinsphase Geld für Kinder entweder in ETF-Sparpläne oder sogar in Robo-Advisor anzulegen.

Wie unterscheiden sich die Alternativen?

  1. ETF-Sparpläne sind für fortgeschrittene Anleger geeignet, die Zeit aufbringen können, sich aktiv mit den Märkten zu beschäftige und Lust haben, das Portfolio selbstständig zu überwachen.
  2. Robo-Advisor (Wie z.B. unseren Testsieger Scalable Capital) sind hingegen für Anleger geeignet, die eine wartungsfreie und einfache Lösung zur Vermögensverwaltung suchen.

▶︎ Was sind ETFs? Jetzt mehr darüber erfahren.

Info:

Laut Stiftung Warentest haben ETF-Sparpläne eine gute und stabile Wertentwicklung. Durchschnittlich 5,9% legten ETF-Sparpläne in den vergangenen Jahren zu und bieten damit eine solide Rendite.

Zu Beginn kann ein Sparkonto eine gute Wahl sein, um die anfangs recht hohen Zinsen mitzunehmen. Doch dann sollte man sich überlegen, ob ein ETF-Sparplan nicht die bessere Alternative ist. Das Risiko ist zwar vorhanden, aber historisch betrachtet sehr gering. Darüber hinaus machen ETFs kaum Arbeit.

So hat der Aktienindex MSCI World oder der MSCI All Country World jährlich gute und sichere Renditen sechs von bis acht Prozent eingebracht. Langfristig über fünf Jahren gesehen gut und gerne über 50 Prozent.

▶︎ Lesen Sie jetzt, wie die Experten von Robo-Advisor.de ETF-Sparpläne nutzen! 

Das Investieren in ETFs ist ein Gedulds- und Risikospiel. Es kann Zeiten geben, da schmilzt das Vermögen und die Kurse brechen ein. Das ist ganz normal, den historisch betrachtet erholen sich die Märkte nach einem Einbruch wieder. Hier empfehlen wir: durchhalten und dem Markt vertrauen.

Wer sich mit ETF-Sparplänen ausprobieren möchte, kann grundsätzlich zu seiner Hausbank gehen. Wir von Robo-Advisor.de empfehlen das Angebot cominvest von der comdirekt Bank AG.

Neben empfohlenen Musterportfolios bietet die comdirect Bank AG auch ein kostenloses Depot in den ersten drei Jahren an. ETF-Sparpläne können hier ab 50 Euro eingerichtet werden, Kosten entstehen nur bei Transaktionen.

▶︎ Wir haben den Robo-Advisor cominvest von der comdirect Bank AG getestet. Lesen Sie hier unseren Testbericht.

Ein anderes Portal, um ETFs, Sparpläne und Musterportfolios zu finden und sich darüber zu informieren, ist die Plattform JustETF. Die Fonds und Sparpläne können dann bei jeder beliebigen Bank mit Depot gekauft werden.

▶︎ Wir haben justETF getestet. Lesen Sie hier unseren Testbericht.

Robo-Advisor Kinder- und Minderjährigen Depots  für die Optimierung des Vermögens

Wer ETF-Sparpläne nicht einfach dem Markt überlassen will, der kann das Geld auch einem intelligenten Algorithmus anvertrauen. Anlagebeträge ab 1000 Euro sind möglich.

Die Robo-Advisor von cominvest, Liqid oder Ginmon bieten Kinder-Depots an. Ginmon bietet z. B. Sparpläne ab 50€ an und den Robo-Advisor ab 1.000 Euro Anlagebetrag.

Unser Testsieger Scalable Capital bietet ebenfalls ein Kinderdepot an, jedoch beträgt der Mindestanlagebetrag 10.000 Euro. Wer das aufbringen kann, dem empfehlen wir Scalable Capital, um das Vermögen des Kindes zu mehren.

Bei Liqid muss der Anlagebetrag mindestens 100.000 Euro betragen. Einen Sparplan gibt es nicht.

▶︎ Wissen Sie, wie Robo-Advisor definiert werden? Jetzt die Definition lesen.

ETF Sparplan und Robo-Advisor Gebühren
Vergleich von Gebühren bei Deutschen Robo-Advisorn und ETF-Sparplänen.

Fazit: Wer sicher und mit geringem Risiko Geld für Kinder sparen will, hat mit ETF-Sparplänen sehr gute Möglichkeiten, das Vermögen zu sichern und zu mehren. Dank Grundfreibetrag von 9000 Euro greift auch der Steuerzahler nicht so schnell in das Ersparte. Wir empfehlen daher unseren Testsieger Scalable Capital.

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