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Weltsparen – Test und Erfahrungen

Die Plattform Weltsparen bietet seinen Kunden Anlagemöglichkeiten in Festgeld und Tagesgeld. Anlegt kann auch in US Dollar und Norwegischer Krone (NOK) – der Fokus liegt jedoch auf Europäische Banken. Damit richtet sich das klassische Angebot des Zinsertrags an all jene, die Sparen für risikoärmste Anlageform erachten. Angeboten werden 79 Banken aus über 28 Ländern, die hauptsächlich aus Europa kommen. Ein Zusatzangebot ist der hauseigene Robo-Advisor WeltInvest – einen ausführlichen Test dazu gibt es hier.
Weltsparen – Test und Erfahrungen

Auswahl von Angeboten für Festgeld

Bank Laufzeit Zins p.a. Land
Avida Finans AB 6 Monate 0,75% Schweden
LHV 1 Jahr 1,2% Estland
Illimity 2 Jahre 1,65% Italien
ViViBanca 3 Jahre 1,65% Italien
Illimity 10 Jahre 2,4% Italien

Bei Weltsparen kann der Sparer zwischen Laufzeiten von 3 Monaten bis 10 Jahren wählen. Entsprechend variieren die Zinserträge. Maximal werden jedoch 2,4% p.a. beim Festgeld versprochen, allerdings bei einer Laufzeit von 10 Jahren wie bei der italienischen Bank illimity. Beim Flexgeld sind es maximal 0,8% p.a. (Stand 9. Juli 2019)

Bei Laufzeiten von 1 bis 3 Jahren lassen sich die meisten Angebote finden. Die Banken versprechen Zinsen von 0,5 bis 1,75% p.a. Damit ist es gerade möglich, der Inflation zu entkommen, die bei ungefähr 1,6% liegt.

Weltsparen – Test und Erfahrungen – Festgeld 3 Jahre

Einen großen Gewinn kann der Anleger hier nicht erwarten. Dafür hat er gegenüber Aktien und Anleihen eine garantierte und festgelegte Rendite.

Info: Grundsätzlich gilt bei Weltsparen auch: Je länger die Laufzeit, desto höher der Zinssatz.

Die Mindesteinlage beträgt meistens 10.000 Euro. Einige Banken bieten auch eine Mindestanlage von 2.000 oder 5.000 Euro an. Die Maximaleinlage liegt bei 100.000 Euro. Wer mehr Geld auf einem Konto lagert, muss derzeit oft Negativzinsen zahlen.

Wer sich für ein Konto als Sparanlage entscheidet, bekommt eine Prämie. Diese liegt fast immer bei 50 Euro, selten bei 25 oder 74 Euro.

Vertreten sind Banken aus fast allen Europäischen Ländern. Dabei sind Estland, Schweden, Norwegen, Österreich, Bulgarien, Zypern, Kroatien, Frankreich, Italien, Portugal, Malta, Luxemburg, Tschechien, Großbritannien, Lettland und Deutschland.

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Wer Geld auf einem Festgeldkonto zu liegen hat und während der vertraglichen Laufzeit an das Geld möchte, kann das tun. Jedoch muss der Sparer dann oft auf seine Zinsen verzichten. Nur wenige Anbieter machen eine Ausnahme.

Die Anmeldung bei einer Bank wird online abgewickelt und bedarf nur weniger Schritte, die alle über das Online-Portal Weltsparen laufen. Die rechtmäßige Identifizierung des Kunden kann durch das Postident-Verfahren oder dem Online-Verfahren IDNow durchgeführt werden.

Gemeinschaftskonten gibt es leider bisher nicht, aber vielleicht wird das zukünftig noch integriert.

Das Unternehmen: Weltsparen

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Gegründet wurde das Unternehmen 2013 und bietet Deutschen und auch seit 2016 Österreichischen Kunden Zugang zu Europäischen Fest- und Tagesgeldern an.

Das Unternehmen sitzt in Berlin und wird als Startup von den Investoren Index Ventures und Ribbit Capital finanziert.

Mit ihrem Europäischen Partner-Portal Raisin.com ist das Unternehmen in über 30 Ländern aktiv. Weltsparen ist die Marke für den Markt in Deutschland und Österreich.

Das Wissen rund um Tages- und Festgeld wird damit in ganz Europa angeboten. So haben ebenfalls Kunden aus Frankreich, Niederlande, Großbritannien und Italien die Möglichkeit, das Angebot zu nutzen.

Weltsparen wählt nur Banken aus, die ein solides Geschäftsmodell mit sich bringen und mit denen langfristig zusammengearbeitet werden kann.

Info: Wenn Gewinne im Ausland erzielt werden, wird mitunter eine Quellensteuer fällig. Weltsparen informiert Sparer wie und ob diese zu entrichten ist.

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Die Plattform selbst ist äußerst transparent und bietet seinen Sparern zahlreiche Informationen. Viele Fragen werden bereits vorab geklärt. Weltsparen schafft somit Vertrauen beim Sparer.

So werden zu den jeweiligen EU-Ländern auch die Ratings von S&P zur Bonität präsentiert. Das hilft dem Sparer, die Stabilität anderer EU-Länder zu erfahren. Denn Sparer wollen vor allem in Banken investieren, die in einem stabilen und soliden Umfeld arbeiten.

Das Team hinter Weltsparen

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Weltsparen beschäftigt mittlerweile 12 Mitarbeiter. Drei davon sind die Gründer Dr. Tamaz Georgadze, Dr. Frank Freund, Michael Stephan. Auffällig ist, dass 8 von 12 Teammitgliedern einen Doktortitel angeben.

Neben den Gründern und Mitarbeitern greift das Unternehmen auf ein Netzwerk von Experten zurück, die Wissen aus den USA, Europa, Asien und anderen aufstrebenden Ländern mitbringen und den Markt so professionell überblicken. 

Weltsparen – Test und Erfahrungen -Team

Die Depotbank und Sicherheit der Anlagen

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Als Online-Plattform ist Weltsparen keine Bank, sondern lediglich ein Vermittler. Das kostenlose Weltsparen-Konto und alle Geldströme werden von der MHB-Bank AG aus Frankfurt am Main verwaltet. Somit übernimmt die eigentliche Transaktion die MHB-Bank AG.

Die MHB-Bank unterliegt dem deutschen Einlagensicherungsgesetz (EinSiG) und steht unter der Aufsicht der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin).

Kunden sind somit durch die Richtlinien Europäischer Einlagensicherung mit bis 100.000 Euro pro Kunde und Bank rechtlich abgesichert.

Für das Robo-Advisor Geschäft mit Aktien und Anleihen arbeitet Weltsparen außerdem mit der Vanguard Bank und DAB BNP Paribas zusammen.

▶︎ Was sind Robo-Advisor? Hier mehr erfahren.

Weltsparen – Meinungen, Erfahrungen und Tests 

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In der bisherigen Firmengeschichte hat das Unternehmen bisher sehr gute Bewertungen erhalten und wird daher auch von anderen Portalen empfohlen. Einige externe Erfahrungen und Tests sind folgend zusammengefasst.

Auf trustpilot.com haben 85% der Bewertungen das Portal Weltsparen mit „hervorragend“ bewertet. Über 2400 Bewertungen gingen dabei ein.

Info: Weltsparen wurde mehrfach als innovatives FinTech nominiert sowie mehrfach prämiert. Ein FinTech ist ein Finanzunternehmen, die digitale Technologien zur Renditesteigerung für den Endkunden nutzen.

Das Deutsche Institut für Qualitätsstandards und -prüfung e.V. hat 2017 Weltsparen mit der Note „Sehr Gut” ausgezeichnet.
Das PortalKritische-Anleger.de hat Weltsparen mit 4,8 von 5 Punkten bewertet.

n-tv und die unabhängige Finanzberatung FMH haben 2015, 2016, 2017, 2018 und 2019 Weltsparen als „Bester Festgeld-Vermittler an europäische Bank“ ausgezeichnet.

Fazit: Weltsparen bietet eine wunderbare Übersicht zu möglichen Zinserträgen, die derzeit auf dem vorrangig Europäischen Markt verfügbar sind. Das Angebot ist ehrlich, solide und zu empfehlen! Da viele Deutsche Banken keine oder gegen Null laufende Zinsen gewähren, sucht Weltsparen gewissermaßen die „Leckerbissen“ unter den Festgeld- und Tagesgeldkonten heraus. Ein Blick ins Europäische Ausland kann sich lohnen. Weltsparen ist für all jene Anleger geeignet, die unkompliziert und risikoarm ihr Geld sichern wollen. Wer jedoch höhere Erträge sucht, kann beim Robo-Advisor WeltInvest investieren. Mehr darüber kann hier gelesen werden.

Weltsparen – Interview mit Dr. Til Rochow

Welchen Vorteil bieten Zinsangebote wie Tages- und Festgeld gegenüber Aktien und Anleihen?

Der Vergleich ist nicht ganz einfach. Tages- und Festgeld sind Sparprodukte, die aufgrund der Einlagensicherung sehr sicher sind. Sparer erhalten eine geringe Verzinsung dafür, dass sie Banken ihre Einlagen für eine bestimmte Laufzeit zur Verfügung stellen. Sparbeträge sind dabei bis 100.000 Euro durch die Einlagensicherungsfonds der Länder abgesichert.

Aktien und Anleihen hingegen sind Wertpapiere, die mit Chancen auf höhere Renditen, aber auch mit höheren Risiken verbunden sind. Die Antwort auf diese Frage hängt also stark von der Perspektive des Sparers oder Anlegers ab.

Sicherheitsorientierte Sparer würden sich vermutlich eher für die Zinsangebote wie Tages- und Festgeld entscheiden. Risikoorientierte Investoren wären vermutlich bei Aktien und Anleihen besser aufgehoben. Für chancenorientierte Anleger dazwischen kommt auch ein Mix von Tagesgeld, Festgeld und Wertpapieren, z.B. in Form von ETF-Portfolios, in Frage

Wie schätzen Sie die Märkte für Spareinlagen ein: Werden wir in naher Zukunft Zinsen von über 3% erwarten können?

Die Zinsentwicklung im Einlagengeschäft hängt von der Geldpolitik der Europäischen Zentralbank ab. Derzeit sieht es so aus, als könnten die Zinsen in Europa noch für 5 Jahre am historischen Tiefpunkt bei 0 % bleiben.

Trotzdem sind die Angebote von Tages- und Festgeld von Land zu Land unterschiedlich. Sparer finden die höchsten Zinsen in Europa auf unserem Zinsportal WeltSparen.de.

Die beliebtesten Festgeldangebote sind Laufzeiten von 1 Jahr. Dafür erhalten Sparer schon bis zu 1,4 % Zinsen p.a. Der Höchstzins für Festgeld liegt derzeit bei 2,40 % p.a.. Zinsen über 3,00 % p.a. gibt es nur für Fremdwährung-Einlagen wie Festgeld in US-Dollar, die allerdings mit einem Wechselkursrisiko verbunden sind.

Sie bieten dem Anleger neben Sparkonten auch Investitionen in ETFs und Indexfonds an. Was kann der Anleger in Zukunft noch von WeltSparen erwarten?

Wir wollen die Hürden bei der Geldanlage abbauen. Deshalb bieten wir ab sofort einen Sparplan für unsere WeltInvest ETF-Portfolios an. Damit kann wirklich fast jeder schon ab 50 Euro monatlich, global diversifiziert und kosteneffizient investieren. Die Kosten auf Fondsebene belaufen sich auf 0,33 % p.a., damit ist WeltInvest die kosteneffizienteste Geldanlage am Markt.

Anleger können die Aktienquote ihres Portfolios selbst bestimmen und investieren breit gestreut in bis zu 16.000 Einzeltitel mit ETFs und Indexfonds von Vanguard. Die depotführende Bank ist die DAB BNP Paribas. Mit diesen starken Partnern im Rücken ist das Geld der Anleger in guten Händen.

Außerdem entwickeln wir WeltInvest derzeit auf Basis einer breit angelegten Kundenumfrage weiter, wollen neue Produkte implementieren und unsere Position als führender Anbieter für einfache Spar- und Investmentprodukte ausbauen. Dazu gehört auch unser ausgezeichneter Kundenservice sowie eine einfache Abwicklung per Onlinebanking.

Welchen Tipp haben Sie für Anleger, die ihr Geld stetig mehren wollen?

Risikoneigung und Anlagehorizont sind von Anleger zu Anleger unterschiedlich. Deswegen sprechen wir keine Tipps oder Empfehlungen aus. Anleger sollten sich vor einer Investition jedoch mit den Grundsätzen für eine erfolgreiche Geldanlage vertraut machen.

Ganz allgemein steht an erster Stelle eine klare Zielsetzung: Warum soll investiert werden und wie passt das Ziel zur Lebenssituation, Risikoneigung und Finanzplanung?

Geldanlagen sollten transparent sein: Anleger sollten nur in Produkte investieren, die Sie auch verstehen.

Durch Diversifikation kann das Risiko einer Geldanlage reduziert werden. Einzelrisiken sollten vermieden werden.

Investitionen an den globalen Finanzmärkten erfordern einen langen Atem, am besten mit einem Horizont von 10 Jahren, um kurzfristige Marktschwankungen aushalten zu können.

Außerdem ist es sinnvoll, unnötige Kosten zu vermeiden. Diesen Punkt können Anleger aktiv beeinflussen. Je niedriger die Kosten, desto weniger zehren sie an der Rendite.

Sind Krypto-Währungen eine Alternative, um langfristig Geld anzulegen?

Bei Investitionen in Kryptowährungen handelt es sich um hoch spekulative und sehr volatile Anlagen. Das sollte Anlegern bewusst sein. Aufgrund dieser Eigenschaften sind Kryptowährungen als Anlageklasse für den langfristigen Vermögensaufbau problematisch.

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robo-advisor.de als Autor

Was ist ein Robo-Advisor?

Auch als "automatisierte Vermögensverwaltung" bezeichnet, sollen Robo-Advisor die bessere Alternative zum klassischen Bankberater sein.

Wer sein Geld zum Beispiel fürs Alter anlegen möchte, ging früher zum Bankberater. Der empfiehlt Fonds und Zertifikate - meistens solche, mit denen er gute Provisionen verdient. Deswegen haben die verkauften Produkte häufig schlechte Renditen.

"Nur 3 von 23 Banken beraten gut", so die Stiftung Warentest im Januar 2016.

Mehr Rendite als bei der Bank

Robo-Advisor entscheiden hingegen auf Basis mathematischer Modelle automatisch, wie das Geld auf verschiedene Anlagen aufgeteilt wird.

Unterm Strich soll die Geldanlage dadurch besonders renditestark sein, weil viel geringere Kosten anfallen.

In den USA werden (Stand: März 2016) schon umgerechnet über 44 Milliarden Euro von Robo-Advisors verwaltet.

Seit Jahren bekannt

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