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Savedo – Test und Erfahrungen

Die Online-Plattform Savedo vermittelt verschiedene Finanzprodukte aus dem Europäischen Ausland an Kunden aus Deutschland, Österreich und den Niederlanden. Bisher liegt der Fokus auf Tages- und Festgelder sowie Edelmetalle. Auch ein Robo-Advisor mit dem Namen „SmartGeld“ wird angeboten; allerdings handelt es sich hierbei um den Robo-Advisor von Quirion, auf den Savedo verlinkt und wirbt (hier mehr lesen). In Zukunft sollen weitere Finanzprodukte folgen.
Savedo – Test und Erfahrungen
Savedo – Test und Erfahrungen

Auswahl von Angeboten für Festgeld (Stand 11. Juli 2019)

Bank Laufzeit Zins p.a. Land
Imprebanca 6 Monate 0,3% Italien
Libra Internet Bank 1 Jahr 0,8% Rumänien
Privatbanka 2 Jahre 1,3% Slowakei
Banka Kovanica 3 Jahre 1,6% Kroatien
J&T BANKA 10 Jahre 1,2% Tschechische Republik

Savedo schreibt zwar, dass sie „lukrative Investmentprodukte aus dem europäischen Ausland“ anbieten und „Alle Finanzprodukte“ anbieten würden, doch das ist weit gefehlt. Diese Form der Kommunikation ist irreführend.

Der Fokus liegt bisher klar auf Flex- und Festgeld-Konten. In beiden Fällen ist der Zinssatz für eine bestimmte Laufzeit festgelegt. Beim Flexgeld hat der Sparer jederzeit Zugriff auf das Geld und kann bestimmte Beträge entwenden. Im Gegensatz zum Tagesgeld bleibt der Zinssatz über eine bestimmte Laufzeit gleich.

Info: Grundsätzlich gilt bei Savedo auch: Je länger die Laufzeit, desto höher der Zinssatz.

Als Möglichkeit der Zusatzinvestition kann in Silber und Gold investiert werden. Bei genauer Betrachtung ist festzustellen, dass andere Plattformen wie Weltsparen deutlich bessere Zinsen anbieten.

Das Angebot SmartGeld stellt ein weiteres Angebot dar. Hierbei handelt es sich um einen Robo-Advisor. Dieser ist allerdings nur eine Verlinkung auf den Partner Quirion selbst. Wer das Angebot von SmartGeld nutzt, nutzt also das Angebot von Quirion.

▶︎ Was sind Robo-Advisor? Hier mehr erfahren.

Savedo bietet Sparern Tages- und Flexgeldkonten von 14 Bank aus 8 europäischen Ländern an. Beim Festgeld betragen die Laufzeiten von 6 Monaten bis 10 Jahren. Der höchste derzeit verfügbare Zinssatz beträgt 1,75% p.a., bei Konkurrenten sind es mitunter bis zu 2,4% p.a. (Stand 11. Juli 2019).

Im Gegensatz zu anderen Anbietern ist das Angebot an Banken und Verzinsungen auf Spareinlagen noch recht klein, obwohl das Unternehmen bereits seit 5 Jahren auf dem Markt agiert.

Savedo - Test und Erfahrungen - Angebot im Detail für 5 Jahre Festgeld
Savedo – Test und Erfahrungen – Angebot im Detail für 5 Jahre Festgeld

Die Übersicht und Transparenz zu den Angeboten der Fest- und Tagesgeld-Konten ist gut. Der Mindestanlagebetrag beträgt fast immer 10.000 Euro, in seltenen Ausnahmen sind auch kleinere Anlagebeträge von 1.000 oder 5.000 Euro möglich.

Info: Eine Obergrenze liegt bei 100.000 Euro, nur bei der Hanseatic Bank können auch bis 500.000 Euro angelegt werden.

Um das Angebot von Savedo nutzen zu können, muss sich der Anleger als rechtmäßig identifizieren. Das geht durch das Postident-Verfahren oder dem Online-Verfahren IDNow.

Sobald das Geld überwiesen ist, erhält der Kunde seine Bestätigung, dass das Geld auf einem der Konten angelegt ist und damit entsprechend verzinst wird.

▶︎ Geld im Ausland anlegen. Jetzt mehr erfahren. 

Savedo – Anlegen in Gold und Silber

Beim Kauf von Gold oder Silber reicht der unterschriebene Vertrag sowie eine Kopie des Ausweises. Das erstandene Gold und Silber lagert dann in einem Schweizer Zollfreilager. Für Savedo-Erstkunden ist die Lagerung im Jahr 2019 kostenfrei. Danach fallen Kosten zwischen 0,4% p.a. 1,5% p.a. an. Diese hängen vom Wert der Anlage ab.

Savedo – Test und Erfahrungen – Kosten Lagerung Gold und Silber

Damit kostet die Lagerung von Gold und Silber relativ viel Geld. Wer 100.000 Euro in Gold über 10 Jahre lagern möchte, zahlt so 10.000€ an Gebühren in 10 Jahren.

In den letzten 10 Jahren hat sich der Goldpreis ungefähr verdoppelt – von ca. 750 Dollar auf derzeit 1.400 Dollar. Wer damals 100.000€ investiert hat, würde heute abzüglich Lagerkosten ein Gewinn von ca. 76.666 Euro gemacht haben, also eine Rendite von ca. 76%

Info: Als langfristige Investition kann bei einbrechenden Märkten durch Umschichten in Edelmetalle Vermögen gesichert werden. Zinsen oder Dividende werfen Gold und Silber aber nicht ab.

In dieser Marktphase keine schlechte Investition. Aber auch der DAX ist in den letzten 10 Jahren von ca. 5.000 Punkten auf über 10.000 Punkte hinaufgeklettert. Die Rendite wäre hier höher ausgefallen.

Dennoch sind Gold und Silber als Investition ein sicherer Hafen. Da Gold und Silber kaum an Kaufkraft verlieren. Sind die Märkte im Fall, sollte in Edelmetalle investiert werden. Im Gegensatz zu Aktien und Anleihen wird der Wert stabil bleiben.

Savedo – Anlegen in FestgeldPLUS

Savedo – Test und Erfahrungen – Kosten Lagerung Gold und Silber

Ein Sonderfall der Geldanlage ist das sogenannte FestgeldPLUS. Diese Sonderform ist ein Anlageprodukt der portugiesischen Bank BiG und nur temporär verfügbar.

Die Idee: Geld wird in verschiedene Aktien investiert, die zuvor zusammengestellt wurden. Kommt die zu erwartende Rendite zustande, erhält der Sparer entsprechend die Rendite von 2,75% bzw. 2,65% p.a. Sinken die Kurse der Aktien, bekommt der Sparer seine Anlage ohne Zinsen zurück.

Das Risiko liegt bei der Bank, die in die Aktien verschiedener Unternehmen investiert und somit auf eine Kursentwicklung in der Zukunft wettet.

Für den Sparer ein relativ risikoarmes Finanzprodukt. Das einzige was er verliert, sind die Zinsen und das ist durchaus zu verkraften, wenn auch nicht besonders wünschenswert.

Das Unternehmen: Weltsparen

3/5

Das Unternehmen wurde 2014 gegründet und beschäftig heute 30 Mitarbeiter in Berlin. Die zwei Gründer sind Christian Tiessen und Dr. Steffen Wachenfeld.

Das Startup ist durch Investoren finanziert. Zu den Investoren gehören Finleap, Point Nine Capital, DvH Ventures (Handelsblatt-Gruppe) und zahlreiche Business Angels.

Das Unternehmen reagiert bei Problemen von Anlegern recht langsam. Diese sollten genügend Sitzfleisch mitbringen. Was bei 30 Mitarbeitern eher enttäuschend ist. 

Die Depotbank und Sicherheit der Anlagen

5/5

Um das Geld der Anleger und Sparer verwalten zu können, arbeitet Savedo mit der flatex Bank AG zusammen. Savedo selbst hat keine Bankenlizenz.

In der EU gelten die Richtlinien der nationalen Einlagensicherungen bis 100.000 Euro pro Bank und Kunde abgesichert. Damit kann auch hier problemlos investiert werden.

Gebühren für Transaktionen oder das Führen des Kontos fallen keine an. Die Kontoführung findet ausschließlich online statt und wird durch ein sicheres iTan Verfahren abgesichert. Zinsen werden jährlich ausgezahlt.

 

Fazit: Savedo versucht dem Kunden verschiedene Finanzprodukte anzubieten. Jedoch sind andere Plattformen wie Weltsparen derzeit renditestärker, wenn es um Fest- und Flexgeldkonten geht. Die Verlinkung auf den Robo-Advisor Quirion wirkt irreführend. Auch das Versprechen, „lukrative Investmentprodukte aus dem europäischen Ausland“ anzubieten, wird nicht eingehalten wird. Die Zinsen von Savedo sind bisher nicht lukrativ. (Stand 11. Juli 2019) Dennoch bietet die Plattform eine hohe Transparenz bei der Bereitstellung von Informationen. Auch die Anmeldung und Abwicklung der Überweisung ist einfach und stellt keine Hürden dar. Die Option Gold und Silber zu kaufen macht die Plattform tatsächlich lukrativ. Sollten die Zinsen für Festgeld noch steigen, ist dieser Bereich für Sparer empfehlenswert.

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robo-advisor.de als Autor

Was ist ein Robo-Advisor?

Auch als "automatisierte Vermögensverwaltung" bezeichnet, sollen Robo-Advisor die bessere Alternative zum klassischen Bankberater sein.

Wer sein Geld zum Beispiel fürs Alter anlegen möchte, ging früher zum Bankberater. Der empfiehlt Fonds und Zertifikate - meistens solche, mit denen er gute Provisionen verdient. Deswegen haben die verkauften Produkte häufig schlechte Renditen.

"Nur 3 von 23 Banken beraten gut", so die Stiftung Warentest im Januar 2016.

Mehr Rendite als bei der Bank

Robo-Advisor entscheiden hingegen auf Basis mathematischer Modelle automatisch, wie das Geld auf verschiedene Anlagen aufgeteilt wird.

Unterm Strich soll die Geldanlage dadurch besonders renditestark sein, weil viel geringere Kosten anfallen.

In den USA werden (Stand: März 2016) schon umgerechnet über 44 Milliarden Euro von Robo-Advisors verwaltet.

Seit Jahren bekannt

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