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Deutsche Bank Robo-Advisor Robin – Test und Erfahrungen

Robin ist der Robo-Advisor der Deutschen Bank und firmiert unter dem Dach der digitalen Vermögensverwaltung und Investment-Plattform maxblue.de. Der Robo-Advisor Robin ist seit 2017 auf dem Markt. Investiert werden kann ab 5.000 Euro bei Kosten zwischen 0,8 und 1,0 Prozent für eine aktive Vermögensverwaltung - das ist mehr als bei den meisten anderen Robo-Advisorn. So berechnet Scalable Capital (Link zum Anbieter) nur 0,75 Prozent. Investiert wird ausschließlichen ETFs, die im Durchschnitt 0,25 Prozent pro Jahr kosten. Die Gesamtkosten belaufen sich damit auf 1,05 bis 1,25 Prozent.

Deutsche Bank Robo-Advisor Robin

Deutsche Bank Robo-Advisor Robin – Gebühren und Konditionen

Anbieter Robin
Gesamtgebühren für die Vermögensverwaltung
durch Robin (pro Jahr)
0,8 bis 1,0%
Fondskosten pro Jahr 0,25% im Durchschnitt
Erfolgsbeteiligungsgebühr Keine
Ausgabeaufschlag Entfällt
Mindestanlagebetrag 5.000€
Kündigungsfrist 2 Wochen zum Monatsende
Investmentvehikel ETFs
Kontoführende Partner-Bank Deutsche Bank
100.000€ gesetzliche Einlagensicherung
Anlagestrategie Aktiv
Anzahl Anlagestrategien nicht bekannt; individuell
Sparplan Nein
App Nein (Webseite ist mobil optimiert)

Deutsche Bank Robo-Advisor Robin Erfahrungen und Kostenvergleich

4/5

Mit Kosten zwischen 0,8 und 1,0 Prozent für die Vermögensverwaltung liegt Robin im guten Mittelfeld. Andere Robo-Advisor wie Scalable Capital oder Whitebox verlangen ähnliche Gebühren.

Der Robo-Advisor cominvest von der comdirect Bank verlangt mit Kosten von bis zu 1,5 Prozent deutlich mehr.  Auch Baloise Monviso oder Truevest zählen mit 1,49 Prozent zu den teureren Anbietern.

Die Produktkosten (TER) von 0,25 Prozent sind branchenüblich und werden von fast allen anderen Anbietern ebenfalls verlangt. Insgesamt fallen damit Kosten in Höhe von 1,05 und 1,25 Prozent an.

Anlagebetrag quirion fintego Whitebox Sutor Bank
bis 10.000€ Mindestanlage 10.000 € 0,95% 0,95% 1% (Konservativ)
1,5% (Ausgewogen)
1,65% (Dynamisch)
10.001€ 0,48% (Basis)
0,88% (Comfort)
0,75% 0,95% 1% (Konservativ)
1,5% (Ausgewogen)
1,65% (Dynamisch)
35.001€ 0,48% (Basis)
0,88% (Comfort)
0,75% 0,85% 1% (Konservativ)
1,5% (Ausgewogen)
1,65% (Dynamisch)
50.001€ 0,48% (Basis)
0,88% (Comfort)
0,45% 0,75% 1% (Konservativ)
1,5% (Ausgewogen)
1,65% (Dynamisch)
150.001€ 0,48% (Basis)
0,88% (Comfort)
0,45% 0,6% 1% (Konservativ)
1,5% (Ausgewogen)
1,65% (Dynamisch)
250.001€ 0,48% (Basis)
0,88% (Comfort)
0,45% 0,45% 1% (Konservativ)
1,5% (Ausgewogen)
1,65% (Dynamisch)
Anlagebetrag Ginmon easyfolio cominvest Robin
bis 10.000€ 0,39%
+ 10% Gewinnbeteiligung
0,66% 1,08% – „Wir gemeinsam“
1,50% – „Wir für Sie“
1%
10.001€ 0,39%
+ 10% Gewinnbeteiligung
0,66% 1,08% – „Wir gemeinsam“
1,50% – „Wir für Sie“
1%
35.001€ 0,39%
+ 10% Gewinnbeteiligung
0,66% 1,08% – „Wir gemeinsam“
1,50% – „Wir für Sie“
0,9%
50.001€ 0,39%
+ 10% Gewinnbeteiligung
0,66% 1,08% – „Wir gemeinsam“
1,50% – „Wir für Sie“
0,8%
150.001€ 0,39%
+ 10% Gewinnbeteiligung
0,66% 1,08% – „Wir gemeinsam“
1,50% – „Wir für Sie“
0,8%
250.001€ 0,39%
+ 10% Gewinnbeteiligung
0,66% 1,08% – „Wir gemeinsam“
1,50% – „Wir für Sie“
0,8%
Anlagebetrag vaamo ARERO growney LIQID
bis 10.000€ 0,79% 0,5% 0,99% Mindestanlage: 100.000 €
10.001€ 0,79% 0,5% 0,69% Mindestanlage: 100.000 €
35.001€ 0,79% 0,5% 0,69% Mindestanlage: 100.000 €
50.001€ 0,79% 0,5% 0,39% Mindestanlage: 100.000 €
150.001€ 0,49% 0,5% 0,39% 0,15% (Index)
0,5% (Global)
250.001€ 0,49% 0,5% 0,39% 0,15% (Index)
0,45% (Global)
0,9% (Select)

Die Staffelung der Kosten läuft in drei Phasen ab:

  • bis 25.000 Euro fallen 1,0 Prozent an
  • zw. 25.000 Euro und 50.000 Euro fallen 0,9 Prozent an
  • ab 50.000 fallen 0,8 Prozent an

Auf Beträge über 25.000 Euro werden die günstigeren Gebühren jedoch nicht auf den Gesamtbetrag berechnet. Die Deutsche Bank bringt dazu ein Beispiel:

„Sie investieren 65.000 EUR in die digitale Vermögensverwaltung. Wenn davon durchschnittlich 5.000 EUR in Liquidität vorgehalten werden, so sind durchschnittlich 60.000 EUR in Wertpapieren investiert. Da die Liquidität nicht bepreist wird, fällt die Vergütung nur für 60.000 EUR an. Die ersten 25.000 EUR werden mit 1,0% p. a. berechnet, was 250 EUR entspricht. Für das Anlagevolumen zwischen 25.000 und 50.000 EUR werden 0,9% p. a., also 225 EUR, fällig. Für die restlichen 10.000 EUR sinkt die Vergütung auf 0,8% p. a. und kostet damit 80 EUR. In diesem Beispiel fallen also insgesamt 555 EUR pro Jahr an.“

Solche eine Preisstaffelung ist unüblich und kann eher als Nebelkerze gesehen werden. Statt die geringen Gebühren von 0,8 Prozent auf den Gesamtbetrag anzurechnen, wird nur ein kleiner Teil berücksichtigt. Würde man bei 60.000 Euro den gesamten Betrag mit 0,8 Prozent bepreisen, beliefen sich die Kosten auf 480 Euro statt auf 555 Euro.

Robin Robo-Advisor - Kosten

Für Anleger mit einem Anlagevermögen von unter 25.000 Euro ist Robin unverhältnismäßig teuer. Da gibt es günstigere Einsteiger-Angebote wie z. B. der Robo-Advisor von Ginmon, quirion oder vaamo.

Deutsche Bank Robo-Advisor Robin Test – Das Unternehmen

5/5

Der Robo-Advisor Robin ist ein Angebot der Deutsche Bank Privat- und Geschäftskunden AG . Der Robo-Advisor ist seit 2017 Teil der Investment-Plattform maxblue.de.

Info: Deutsche Bank Privat- und Geschäftskunden AG ist eine Tochtergesellschaft der Deutschen Bank AG. Gestartet ist die Deutsche Bank Privat- und Geschäftskunden AG im Jahr 1995 als Direktbank unter dem Namen Bank 24 AG. Erst 2002 wurde das Private Banking sowie der Online-Broker maxblue zusammengeführt und existiert heute als Deutsche Bank Privat- und Geschäftskunden AG.

LIQID - Test und Erfahrungen

Die Plattform existiert seit 2001. Anleger konnten dort seit jeher ihre Anlageentscheidungen selbst treffen. Als reiner Online-Brokerage wurden Wertpapierordern ausgeführt und Kunden hatten Zugriff auf die Expertise der Vermögensverwalter.

Mit Robin hat die Deutsche Bank auf die Änderungen im Markt reagiert und hat die Plattform um einen Robo-Advisor erweitert. Allen voran Startups um Scalable Capital, Whitebox und vaamo haben dazu geführt, dass immer mehr Traditionshäuser jetzt auch einen Robo-Advisor anbieten.

Die Expertise in der Vermögensverwaltung für das Angebot war also schon vorher vorhanden.

Anbieter Webseite
Link zur Webseite: Scalable Capital
Link zum Test – unser Testsieger
whitebox - Test und Erfahrungen Link zur Webseite: Whitebox
Link zum Test
vaamo - Test und Erfahrungen Link zur Webseite: vaamo
Link zum Test
fintego- test-und-erfahrungen Link zur Webseite: fintego
Link zum Test
Link zur Webseite: VisualVest
Link zum Test
Link zur Webseite: United Signals
Link zum Test
ARERO - Test und Erfahrungen Link zur Webseite: ARERO
Link zum Test
easyfolio - test und erfahrungen Link zur Webseite: easyfolio
Link zum Test
sutor-bank - Test und Erfahrungen Link zur Webseite: Sutor Bank
Link zum Test
growney - test und erfahrungen Link zur Webseite: growney
Link zum Test
ginmon - Test und Erfahrungen Link zur Webseite: Ginmon
Link zum Test
quirion - Test und Erfahrungen Link zur Webseite: quirion
Link zum Test
liqid - test und erfahrungen Link zur Webseite: LIQID
Link zum Test
Link zur Webseite: justETF
Link zum Test
Solidvest Logo Link zur Webseite: Solidvest
Link zum Test
Truevest Logo Link zur Webseite: Truevest
Link zum Test
Fundamental Capital Logo Link zur Webseite: Fundamental Capital
Link zum Test
Warburg Navigator Logo Link zur Webseite: Warburg Navigator
Link zum Test
cominvest Logo Link zur Webseite: cominvest
Link zum Test
Wüstenrot ETF Managed Depot Link zur Webseite: Wüstenrot ETF Managed Depot
Link zum Test
Baloise Monviso Logo Link zur Webseite: Baloise Monviso
Link zum Test

Deutsche Bank Robo-Advisor Robin Erfahrungen – Die Depotbank und die Sicherheit der Anlage

5/5

Als Depotbank dient die Deutsche Bank selbst. Das ist bei den meisten Robo-Advisorn eher unüblich, weil sie oft keine Bank sind, jedoch bei der Größe der Deutschen Bank nur konsequent.

Dass die Deutsche Bank insolvent geht, ist eher unwahrscheinlich – too big to fail. Deshalb ist das Vermögen der Anleger sehr sicher. Darüber hinaus hat die Deutsche Bank eine BaFin-Lizenz und so sind Vermögen bis 100.000 Euro gesetzlich geschützt.

Deutsche Bank Robo-Advisor Robin – Investmentstrategie

3/5

Robin investiert ausschließlich in ETFs und setzt dabei auf Aktien, Anleihen, Rohstoffe und Liquidität. Die angebotenen Strategien für Robin wurden auch schon vorher von den Vermögensverwaltern der Deutschen Bank angewendet.

Zur Auswahl stehen insgesamt 30 ETFs, von denen am Ende 7 bis 12 im Portfolio des Kunden landen. Anleger können selbst keine ETFs auswählen und müssen den Vorschlag von Robin akzeptieren.

Die Portfolios und Strategien sollen individuell für jeden Anleger sein, daher wird keine Anzahl an Profilen genannt.

In welche ETFs genau investiert wird, verrät die Deutsche Bank bzw. Robin nicht, obwohl sie sich selbst als transparent bezeichnet.

Als aktiver Robo-Advisor wird das Portfolio börsentäglich überwacht und bei Bedarf umgeschichtet. Je nach Risiko-Profil greift der Algorithmus ein und schichtet um.

Wie bei vielen Robo-Advisorn üblich, nutzt Robin die Kennzahl Value at Risk (VaR) sowie die Portfolio-Diversifikation (basierend auf der Markowitz-Theorie), um das Risiko und die möglichen Rendite einschätzen zu können.

Bei der Kennzahl VaR wird der Anleger vom Robo-Advisor aufgeklärt:

„Der Value at Risk (VaR) ist eine Kennzahl, die das Risiko eines Wertpapierportfolios für einen bestimmten Zeitraum betrachtet. Er gibt das Verlustpotential wieder, das durch Marktpreisschwankungen der im Portfolio enthaltenen Anlagen auftreten kann und innerhalb eines definierten Zeitraumes mit einer vorgegebenen Wahrscheinlichkeit (Konfidenzniveau) nicht überschritten wird. ROBIN arbeitet mit einem Betrachtungszeitraum von einem Jahr und einem Konfidenzniveau von 95 %.“

Darüberhinaus nutzt Robin das Wissen der Finanzexperten sowie Analysten der Deutschen Bank. Dazu schreiben sie: „Robin orientiert sich an Kapitalmarktprognosen der Deutschen Bank.“

Um den Robo-Advisor nutzen zu können, müssen vorab wie üblich Frage zur Vermögenssituation, Risikoeinschätzung und zum Wissensstand über verschiedene Investmentprodukte beantwortet werden.

Deutsche Bank Robo-Advisor Robin - Abfrage Monatliche Ausgaben

Der Anleger erhält ebenfalls eine PDF, in der er sich über mögliche Risiken, die verschiedenen Anlageklassen und Vorgehensweise belesen kann. Erst wenn die PDF geladen wurde, erlaubt Robin, die Anlage zu erstellen.

Deutsche Bank Robo-Advisor Robin - Anlagestrategie

Wie viele Anlagestrategien es gibt, ist nicht bekannt. Für jeden Anleger soll die Strategie je nach Beantwortung der Fragen individuell sein. Wir nehmen jedoch an, dass nicht mehr als 15 Strategien vorhanden sind, da der Anleger nicht sonderlich viele Szenarien bei der Abfrage angeben kann.

Deutsche Bank Robo-Advisor Robin - Anlageklassen Übersicht

Bei der dargestellten Strategie mit einer Risikobereitschaft von 20 Prozent (zumutbarer Verlust) liegt der Aktienanteil bei 41,6 Prozent. Mit der höchstmöglichen Risikobereitschaft von 34 Prozent liegt der Aktienanteil bei 75,2 Prozent.

Sinkt die Risikobereitschaft auf 8 Prozent (niedriger lässt der Robo-Advisor es nicht zu), so verbleiben 63,10 Prozent in liquide Mittel. Lediglich der Rest wird gleichermaßen in Aktien und Anleihen investiert.

Deutsche Bank Robo-Advisor Robin – Performance und Renditen

3/5

Leider wird dem Anleger nichts über eine zu erwartende Rendite gesagt. Auch historische Entwicklungen werden nicht aufgezeigt. Das ist sehr schade und ist von einem Traditionshaus wie der Deutschen Bank eigentlich zu erwarten.

Fazit: Robin wäre ein spannendes Angebot, wenn mögliche Renditen und genaue Bezeichnungen von ETFs benannt würden, sodass der Anleger ein Gefühl dafür bekommt, in was er investiert. Die Expertise ist umfangreich vorhanden, um gute Portfolios zu entwickeln. Die Kosten liegen im Mittelfeld, doch leider wird der Anleger nur geringfügig mit niedrigen Kosten belohnt, wenn er höhere Beträge investiert. Bei Whitebox sinken die Gebühren um über 50 Prozent, sofern 250.000 Euro investiert werden.
Ob Robin zu empfehlen ist, muss die Zeit zeigen. Denn am Ende wollen die Anleger gute Renditen. Es ist derzeit schwer einzuschätzen, wie sich Robin entwickeln wird.
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1 Kommentar

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  • Eine Änderung der Anlagestrategie geht nicht Online. Mühselig muß bei Maxblue ein Formular angefordert werden. Dann erfolgt nach einiger Zeit ein Angebot zur Änderung. Per Brief wieder zurück und dann wird das aktiv. Wirklich kein digitaler Prozeß. Ansonsten sehr einfache Bedienung und optisch gut gemacht.

robo-advisor.de als Autor

Was ist ein Robo-Advisor?

Auch als "automatisierte Vermögensverwaltung" bezeichnet, sollen Robo-Advisor die bessere Alternative zum klassischen Bankberater sein.

Wer sein Geld zum Beispiel fürs Alter anlegen möchte, ging früher zum Bankberater. Der empfiehlt Fonds und Zertifikate - meistens solche, mit denen er gute Provisionen verdient. Deswegen haben die verkauften Produkte häufig schlechte Renditen.

"Nur 3 von 23 Banken beraten gut", so die Stiftung Warentest im Januar 2016.

Mehr Rendite als bei der Bank

Robo-Advisor entscheiden hingegen auf Basis mathematischer Modelle automatisch, wie das Geld auf verschiedene Anlagen aufgeteilt wird.

Unterm Strich soll die Geldanlage dadurch besonders renditestark sein, weil viel geringere Kosten anfallen.

In den USA werden (Stand: März 2016) schon umgerechnet über 44 Milliarden Euro von Robo-Advisors verwaltet.

Seit Jahren bekannt

robo advisor test bekannt aus