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Prospery – Test und Erfahrungen

Der digitale Vermögensverwalter Prospery wurde als Tochterunternehmen der niederländischen Bank ABN AMRO gegründet. Im Vergleich zu typischen typischen Robo Advisorn setzt der Anbieter nicht auf passive ETF-Portfolios, sondern auf ein aktives Fondsmanagement, das dem persönlichen Risikoprofil der Anleger entspricht. Anleger profitieren zudem von einem optionalen persönlichen Coach, einer regelmäßigen Portfolioüberwachung, niedrigen Gebühren und über 100 individuellen Risikostufen. Im Gegensatz zu vielen Mitbewerbern verzichtet Prospery zudem auf eine Mindesteinlage.


prospery

Prospery – Gebühren und Konditionen

Anbieter Prospery
Gesamtgebühren für die Vermögensverwaltung pro Jahr 0,69 Prozent (ab 400.000 Euro 2.760 Euro pauschal)
Fondskosten pro Jahr 0,73 Prozent p.a. (durchschnittlich)
Performancegebühr In Produktkosten enthalten
Ausgabeaufschlag Nein
Mögliche Renditen 2,0 bis >12 Prozent (je nach Risikoprofil und Marktlage)
Mindestanlagebetrag Nein
Kündigungsfrist Nein (12 Monate für Prospery Coach)
Investmentvehikel Fonds (3 Dachfonds)
Anlageklassen Aktien, Anleihen, Geldmarkt, alternative Anlagen
Kontoführende Partner-Bank ABN AMRO
Anzahl an Strategien 100 individuelle Strategien
Sparplan Ja (ab 1 Euro)
App Ja
Unser Robo-Advisor Testsieger
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Scalable Capital
Einer der wenigen Robo-Advisor mit aktivem Risikomanagement: Schichtet Portfolio in volatilen Zeiten automatisch um und verändert die Risiko-Aufteilung, z.B. durch weniger Aktien, wenn die Börse einbricht.

Wer steht hinter Prospery?

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Hinter der digitalen Vermögensverwaltung Prospery steht nicht irgendwer, sondern die niederländische Bank ABN AMRO als 100-prozentige Mutter.

Damit greift der Vermögensverwalter als Tochterunternehmen auf annähernd 300 Jahre Erfahrung in der Branche zurück. Prospery selbst wurde Ende 2017 in Deutschland gestartet und verfügt an seinen beiden Unternehmenssitzen in Frankfurt am Main und Amsterdam derzeit über mehr als 20 Mitarbeiter.

Prospery Team
Dirk-Jan Schuiten – Omar El Khamlichi

Damit unterliegt das Unternehmen sowohl dem EU-Recht als auch den Regularien der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin).  Direkt verantwortlich für den digitalen Vermögensverwalter sind die erfahrenen Finanzexperten Omar El Khamlichi (COO) und Dirk-Jan Schuiten (CEO).

Wie funktioniert Porspery?

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Prospery macht einiges anders als andere digitale Vermögensverwalter, weshalb sich das Unternehmen auch selbst nicht als „Robo Advisor“ bezeichnet. Bei Prospery übernehmen keine Algorithmen die Zusammenstellung und Verwaltung der Anlegerportfolios, sondern echte Fondsmanager. Damit handelt es sich um ein hybrides Modell, bei dem Anleger über eine digitale Plattform direkten Kontakt zu echten und vollkommen unabhängigen Finanzexperten haben. Das Besondere:

Normalerweise sind solche erfahrenen Finanzmanager ausschließlich für Versicherungen, Pensionsfonds und andere institutionelle Anleger, nicht aber für Privatanleger erreichbar.

Durch die umfangreiche BaFin-Lizensierung zur Finanzportfolioverwaltung können die Experten aktiv eingreifen und daher das Portfolio im Bedarfsfall umschichten. Das unterscheidet Prospery von rein digitalen Vermögensverwaltern, die eher als Vermittler agieren. Als Anlagevehikel nutzt Prospery dabei keine ETFs, sondern aktiv gemanagte Fonds, was für Anleger einige Vorteile mit sich bringt.

Vorteile des aktiven Managements bei Prospery

  • Tägliche Überwachung des Anlegerportfolios
  • Umschichtung zur Wiederherstellung der ursprünglichen Risikogewichtung
  • Keine reine Abbildung von Indizes
  • Fondsmanager können bei Marktturbulenzen Verluste verhindern oder zumindest begrenzen
  • Experten können Marktineffizienzen gewinnbringend ausnutzen
  • Chancen in engen Märkten können genutzt werden
  • Portfoliozusammenstellung erfolgt ausschließlich durch Fondsmanager mit positivem Trackrecord

Wie gestaltet sich der Anlageprozess?

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Bevor es losgehen kann, müssen sich Neuanleger kostenlos und unverbindlich auf der Homepage von Prospery registrieren. Dazu sind Angaben wie Name, Anschrift und E-Mail-Adresse samt Passwort notwendig. Nach der Bestätigung der Anmeldung über einen E-Mail-Link, muss das persönliche Risikoprofil jedes Anlegers ermittelt werden. Zu diesem Zweck sind jeweils Fragen zum finanziellen Hintergrund des Anlegers und zur Anlage selbst zu beantworten.

Finanzieller Hintergrund: Eine der entscheidenden Fragen während der Erstellung des Risikoprofils. Diese verdeutlich: Wer langfristig eine hohe Rendite möchte, muss mit hohen kurzfristigen Schwankungen (Volatilität) leben. (Quelle: prospery.de)

Fragen zum finanziellen Hintergrund

  • Wie viel Wertverlust vom frei verfügbaren Teil Ihres Gesamtvermögens können Sie verkraften, ohne dass Ihr Lebensstandard nachträglich beeinträchtigt wird?
  • Welcher Tätigkeit gehen Sie derzeit nach?
  • Wie hoch ist Ihr derzeitiges monatliches Netto-Einkommen abzüglich laufender Kosten?
  • Um wie viel Prozent kann Ihr monatliches Netto-Einkommen abzüglich laufender Kosten sinken, ohne dass sich Ihr Lebensstandard nachhaltig verschlechtert?
  • Bei welchem Verlust Ihres frei verfügbaren Teils des Gesamtvermögens sehen Sie Ihren Lebensstandard nachhaltig gefährdet?

Fragen zur Anlage

  • Was ist Ihr Anlagehorizont?
  • Risikoprofil der Anlagestrategie (sicher, konservativ, wertorientiert, dynamisch, chancenreich, spekulativ)
  • Wie bewerten Sie Ihre Risikobereitschaft? (gering bis hoch)
  • Welche der folgenden Anlageentwicklungen klingt ansprechend?
  • Welche Reaktion würden Kursverluste hervorrufen?

Risikobewertung: Am Ende der Risikoanalyse steht der Risikoscore. Je höher der persönliche Score auf Basis der beantworteten Fragen ausfällt, desto spekulativer das Portfolio. (Quelle: prospery.de)

Sind alle Fragen entsprechend der eigenen Präferenzen beantwortet, ermittelt Prospery daraus einen Wert auf einer Skala von 1 bis 100. Dieser Score gibt die persönliche Risikobereitschaft an.

Je höher der Score, desto höher Risiko und mögliche Rendite. Je niedriger der Score, desto geringer ist die Schwankungsbreite des vorgeschlagenen Anlegerportfolios.

Wem der angezeigte Portfolio-Score noch zu hoch ist, der kann den Score per Schieberegler noch nach unten korrigieren. Ist der Score bestätigt, kann das Investment direkt über einen Klick im Dashboard aktiviert werden.

Hierzu ist neben der Angabe persönlicher Daten und des Referenzkontos auch die Auskunft über die bisherige Erfahrung mit der Geldanlage notwendig. Abgeschlossen wird der Prozess nach der Vertragsunterzeichnung mit der persönlichen Identifizierung. Letztere ist wahlweise per klassischem Post-Ident-Verfahren in einer Postfiliale oder via Post-Ident per Videochat möglich.

Dashboard: Auf dem Dashboard von Prospery wird die voraussichtliche Vermögensentwicklung des zusammengestellten Portfolios angezeigt. Eine hervorragende Veranschaulichung der Macht des Zinseszinseffekts. (Quelle: prospery.de)

Portfoliozusammensetzung bei Prospery

Die Portfolios setzen sich bei Prosperity grundsätzlich aus Aktien, Anleihen, geldmarktnahen Titeln und alternativen Anlageklassen zusammen. Je nach Risikoprofil schwankt der Anteil unterschiedlicher Anlageklassen. So bewegt sich der Aktienanteil beispielsweise zwischen 1 und 84 Prozent.

Der Geldmarktanteil bewegt sich zwischen 1 und 98 Prozent und der Anleihenanteil zwischen 1 und 78 Prozent. Zum Einsatz kommen hier drei renommierte Dachfonds, die jeweils in unterschiedlicher Gewichtung in den Anlegerportfolios enthalten sind. Je nach Risikoprofil müssen jedoch nicht alle Fonds in jedem Portfolio enthalten sein. Der Anbieter setzt hier auf folgende Fonds:

  1. Prospery Growth
  2. ABN AMRO Euro Short Term Bonds
  3. Prospery Defensive

Besonderheiten von Prospery

Info: Ab 400.000 Euro Anlagekapital fallen bei Prospery keine zusätzlichen Gebühren an. Die Kostendeckelung sorgt dafür, dass Anleger ab dieser Marke anstatt der prozentualen Servicegebühr von 0,69 Prozent pauschal 2.760 Euro pro Jahr zahlen.

Auf Basis der Risikoanalyse wird für jeden Anleger eines von 100 individuellen Portfolios ausgewählt, das jeweils optimal zu den persönlichen Präferenzen passt. Damit bietet Prospery deutlich mehr Potential zur Individualisierung als viele andere Anbieter. Zudem erhalten Anleger bei Prospery die Möglichkeit, regelmäßige Video-Anrufe mit ihren eigenen Finanz-Coaches durchzuführen. So können Fragen zur individuellen Situation bestmöglich besprochen werden können.

Der Clou: Nach dem Abschluss des Gesprächs, ist die Aufzeichnung als Video verfügbar, sodass jeder Anleger sich das Gesagte erneut durch den Kopf gehen lassen und als Basis für seine Entscheidungen nutzen kann.

Ab einem Anlagebetrag von 150.000 Euro ist der Service des persönlichen Anlage-Coaches im Übrigen kostenfrei. Andernfalls kostet der optionale Dienst 100 Euro pro Monat.

Unser Robo-Advisor Testsieger
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Scalable Capital
Einer der wenigen Robo-Advisor mit aktivem Risikomanagement: Schichtet Portfolio in volatilen Zeiten automatisch um und verändert die Risiko-Aufteilung, z.B. durch weniger Aktien, wenn die Börse einbricht.

Wie sicher ist mein Geld bei Prospery?

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Als deutsche Tochter der ABN AMRO ist die Prospery GmbH durch die BaFin reguliert und besitzt darüber hinauf die Erlaubnis der BaFin zur Verwaltung von Finanzportfolios. Da das Referenzkonto bei der niederländischen ABN AMRO eröffnet wird, unterliegen die Bareinlagen jedes Anlegers der in der EU üblichen gesetzlichen Einlagensicherung von 100.000 Euro.

Damit sind Kundengelder auf dem Referenzkonto auch für den Fall geschützt, dass Prospery oder die kontoführende Bank in die Insolvenz geht.

Das in die Anlegerportfolios investierte Kapital ist als Sondervermögen klassifiziert. Das bedeutet, dass Prospery lediglich als Treuhänder agiert und die  Wertpapiere getrennt vom Vermögen des Unternehmens verwahrt werden.

Im Fall der Zahlungsunfähigkeit sind also auch die Wertpapiere geschützt. Um den unbefugten Zugriff Dritter zu verhindern, sind die Transaktionen bei Prospery zudem über ein Mobile-TAN-Verfahren abgesichert.

Prospery – Fazit

Mit seiner zweigeteilten Vermögensverwaltung bietet Prospery ein attraktives Angebot für Anleger, die ihr Geld von echten Finanzexperten verwaltet wissen wollen und dabei gleichzeitig von digitalen Features profitieren möchten.

Ganze 100 unterschiedliche Portfolios sorgen dafür, dass über eine unterschiedliche Gewichtung von Anleihen, Aktien, Geldmarktprodukten und alternativen Anlagen ein optimales Portfolio für wirklich jeden Anleger zusammengestellt werden kann.

Dank der Möglichkeit, bereits ab 1 Euro einen Sparplan einzurichten, ist Prospery auch für Kleinanleger, die den Anbieter zunächst einmal testen möchten, attraktiv.

Gerade Anleger mit höheren Investitionsvolumina von über 400.000 Euro profitieren zudem von der Gebührendeckelung auf pauschal 2.760 Euro pro Jahr. Speziell für diese Zielgruppe ist auch die optionale Beratung durch einen eigenen Coach (Prospery Coach) sehr interessant.

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robo-advisor.de als Autor

Was ist ein Robo-Advisor?

Auch als "automatisierte Vermögensverwaltung" bezeichnet, sollen Robo-Advisor die bessere Alternative zum klassischen Bankberater sein.

Wer sein Geld zum Beispiel fürs Alter anlegen möchte, ging früher zum Bankberater. Der empfiehlt Fonds und Zertifikate - meistens solche, mit denen er gute Provisionen verdient. Deswegen haben die verkauften Produkte häufig schlechte Renditen.

"Nur 3 von 23 Banken beraten gut", so die Stiftung Warentest im Januar 2016.

Mehr Rendite als bei der Bank

Robo-Advisor entscheiden hingegen auf Basis mathematischer Modelle automatisch, wie das Geld auf verschiedene Anlagen aufgeteilt wird.

Unterm Strich soll die Geldanlage dadurch besonders renditestark sein, weil viel geringere Kosten anfallen.

In den USA werden (Stand: März 2016) schon umgerechnet über 44 Milliarden Euro von Robo-Advisors verwaltet.

Seit Jahren bekannt

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