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Peningar – Test und Erfahrungen

Peningar ist eine Marke der Kruse & Bock Vermögensverwaltung GmbH und nutzt vor allem iShares ETFs von BlackRock. Als aktiver Robo-Advisor bietet das Unternehmen eine digitale Vermögensverwaltung an. Der Sitz befindet sich in Brunsbüttel bei Hamburg. Investiert werden kann ab 20.000 Euro, Sparpläne gibt es bereits ab 50 Euro. Der Kunde bekommt auf Wunsch einen persönlichen Ansprechpartner. Die All-in-Fee von 1,19€ deckt sämtliche Kosten ab. Angeboten werden 3 Risikoklassen sowie 3 Fokus-Themengebiete.

Peningar – Gebühren und Konditionen

Anbieter Peningar
Gesamtgebühren für die Vermögensverwaltung
durch Peningar (pro Jahr)
1,19% All-in-Fee
Fondskosten pro Jahr Entfällt
Erfolgsbeteiligungsgebühr Keine
Ausgabeaufschlag Entfällt
Mindestanlagebetrag 20.000€
Kündigungsfrist 2 Wochen zum Monatsende oder 15.
Investmentvehikel ETFs
Kontoführende Partner-Bank DAB BNP Paribas
100.000 € gesetzliche Einlagensicherung
Anlagestrategie Aktiv
Anzahl Anlagestrategien 3
Sparplan ab 50€ pro Monat
App Nein (Webseite ist mobil optimiert)

Peningar – Erfahrungen und Kostenvergleich

3/5

Mit 1,19 Prozent All-in-Fee ist Peningar einer der teuersten Robo-Advisor. Damit fallen aber weder Depot-Gebühren noch Management- oder Ordergebühren zusätzlich an.

Bei volatilen Märkten und einer häufigen Umschichtung kann das durchaus von Vorteil sein. Peningar ist ein aktiver Robo-Advisor und schichtet bei Bedarf um.

Nachfolgend haben wir die Gebühren mit den Robo-Advisorn von Whitebox, Scalable Capital und Ginmon verglichen. Mit 20.000 Euro Mindestanlagebetrag ist die Investitionsschwelle sehr hoch.

Robo-Advisor Vergleich Deutschland und Schweiz
Peningar Whitebox Scalable Capital Ginmon
Robo-Advisor-Gebühr pro Jahr (zzgl. ETF-Gebühren)

1,19

0,35 – 0,95 0,75 0,39
Mindestanlagebetrag in €

20.000

5.000 10.000 1.000
Depotbank

DAB BNP Paribas

biw Bank Baader Bank AG DAB Bank

Peningar Test – Das Unternehmen

5/5

Das Unternehmen hinter Peningar ist bereits seit über 20 Jahren auf dem Deutschen Markt aktiv. Die Kruse & Bock Vermögensverwaltung GmbH wurde 1999 gegründet und hat ihren Sitz in Brunsbüttel bei Hamburg. Das Unternehmen ist außerdem Bafin reguliert.

Wie auch bei anderen Robo-Advisorn ist Peningar keine komplett neue Ausgründung, sondern dieser Robo-Advisor nutzt das Marktwissen und die Expertise von bereits vorhanden Strukturen.

Die Kruse & Bock Vermögensverwaltung GmbH war bisher eine klassische, inhabergeführte Vermögensverwaltung. Angeboten werden noch immer:

  • Anlageberatung
  • Fondsmanagement
  • Tagesgeld
  • Depotanalyse
  • Finanzierung

Mit der Wahl von BlackRock als Partner wird prominent auf der Webseite geworben. So soll wohl kosmopolitische Weitsicht signalisiert werden.

Die Kooperation mit BlackRock ist aber nichts weiter, als dass Peningar seinen Kunden „BlackRock Managed Index Portfolios“ anbietet und das Analyse-Tool „Aladdin“ nutzt.

Das Team besteht aus den Inhabern von Kruse & Bock Vermögensverwaltung GmbH und einigen ihren Beratern.

Peningar Erfahrungen – Die Depotbank und die Sicherheit der Anlage

5/5

Das Depot wird von der DAB BNP Paribas geführt. Diese ist eine ordentliche Bank und hat somit eine Bafin-Bankenlizenz. Damit ist die Anlage mit 100.000 Euro über der gesetzlichen Einlagensicherung abgesichert.

Als französische Bank mit einem Sitz in Deutschland geht die Absicherung jedoch über die 100.000 Euro pro Kunde hinaus. Denn sie ist freiwillig Mitglied des deutschen Einlagensicherungsfonds des Bundesverbandes deutscher Banken e. V. (BdB). Vermögen sind hier theoretisch bis 120 Millionen Euro pro Kunde abgesichert.

Prominent wird immer wieder mit BlackRock geworben. Der größte Vermögensverwalter der Welt ist auf jeden Fall sehr erfolgreich. Das sollen nun auch die Kunden von Peningar sein.

Peningar Test – Investmentstrategie

4/5

Bei der Anmeldung und Auswahl wird die Strategie anhand von drei Kriterien auf die persönlichen Belange abgestimmt.

Zu diesen Kriterien gehören: Risikoeinstellung, finanzielle Verhältnisse und die Auswahl der Fokus-Anlagethemen.

Dem Nutzer stehen in der Basisvariante drei Strategien zu Verfügung. Die Varianten mit den Namen Freya, Balder und Loki stehen für konservatives, moderates und höheres Risiko.

Die Namen, wie auch Peningar, stammen übrigens aus dem Isländischen. So ist z. B. Loki der Gott des Feuers aus den isländischen Sagen. Und Peningar heißt Geld auf isländisch.

Zu den Basisstrategien kann dann noch einer von drei Themenschwerpunkten bei der Anlage gewählt werden. Die Schwerpunkte Klimawandel, Digitalisierung und Gesundheit machen dann 5% des Investments aus.

Wer mehr will, kann sich direkt an einen Berater wenden. Die Basisanlage nutzt ein weltweites, breit diversifiziertes Portfolio, welches aus ETFs und aktiven Fonds besteht. Leider ist es nicht einsehbar, welche Indexfonds genau genutzt werden.

Auch hier gilt: Je geringer das Risiko, desto geringer ist der ungefähre Anteil an Aktien. Der sieht in der Basisvariante wie folgt aus:

  • Freya – 20 Prozent Aktienanteil
  • Balder – 40 Prozent Aktienanteil
  • Loki – 70 Prozent Aktienanteil

Da Peningar digitale Vermögensverwaltung und Beratung verbindet, muss der Kunde zuvor 18 Fragen beantworten.

Diese klären dann die individuelle Risikotragfähigkeit, Risikobereitschaft, die jeweilige Investmenterfahrung sowie Investmentkenntnisse.

Danach kann auch schon das Depot eröffnet werden – sofern sich der Anleger für eine Summe entscheidet, die zunächst investiert werden soll.

Peningar bietet seinen Kunden klassische Anlageklassen wie Anleihen und Aktien an, darüber hinaus hat der Kunde auch Zugriff auf alternative Anlageklassen wie Rohstoffe, Multi-Asset, Total- und Absolute-Return-Produkte.

Um die Basisanlage solide und gewappnet gegen Schwankungen abzusichern, verwendet Peningar eine hohe Diversifizierung aus ETFs und aktiven Investmentfonds.

Zusätzlich können auch Tagesgeld oder Fremdwährungen integriert werden. Den Kunden stehen damit 12 bis 20 aktive und passive Fonds zur Verfügung.

Der Robo-Advisor Peningar nutzt vordergründig die ETFs von iShares sowie die von Blackrock UCITS . Die Auswahl der Anlageklassen wird fast ausschließlich durch das Risikomanagementsystem „Aladdin“ gesteuert – dies wiederum wird vom Partner BlackRock bereitgestellt.

Peningar Performance und Renditen

4/5

Die aktuelle Perfomance und Rendite kann sich sehen lassen und beträgt nach eigenen Angaben vor Steuern zwischen 5 und 20 Prozent.

Als Vergleichswert nimmt Peningar den MSCI World. Dieser hat jedoch ähnliche Renditen. Daher kann auch der Robo-Advisor Peningar den Markt nicht schlagen.

Um die Werte zu verifizieren müsste ein Echtgeldtest herhalten. Dieser ist bisher noch nicht vorhanden.

Fazit: Besonders spannend ist die Tatsache, dass in Themengebiete investiert werden kann. Ein guter Anfang, der sicherlich noch transparenter dargestellt werden kann. Man merkt es dem Robo-Advisor Peningar an, dass es sich hier um einen Robo-Advisor neuester Generation handelt. Der Mindestanlagebetrag von 20.000 Euro ist ungewöhnlich hoch; vielleicht wird dieser ja noch gesenkt. Das Fehlen einer App ist fast schon verwunderlich, aber auch nicht zwingend notwendig. Partner BlackRock bringt Gewicht und Qualität ins Produkt. Ob Peningar zu empfehlen ist, muss ein Echtgeldtest mittelfristig zeigen. Die Voraussetzungen sind auf jeden Fall gut.

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robo-advisor.de als Autor

Was ist ein Robo-Advisor?

Auch als "automatisierte Vermögensverwaltung" bezeichnet, sollen Robo-Advisor die bessere Alternative zum klassischen Bankberater sein.

Wer sein Geld zum Beispiel fürs Alter anlegen möchte, ging früher zum Bankberater. Der empfiehlt Fonds und Zertifikate - meistens solche, mit denen er gute Provisionen verdient. Deswegen haben die verkauften Produkte häufig schlechte Renditen.

"Nur 3 von 23 Banken beraten gut", so die Stiftung Warentest im Januar 2016.

Mehr Rendite als bei der Bank

Robo-Advisor entscheiden hingegen auf Basis mathematischer Modelle automatisch, wie das Geld auf verschiedene Anlagen aufgeteilt wird.

Unterm Strich soll die Geldanlage dadurch besonders renditestark sein, weil viel geringere Kosten anfallen.

In den USA werden (Stand: März 2016) schon umgerechnet über 44 Milliarden Euro von Robo-Advisors verwaltet.

Seit Jahren bekannt

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