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Moonfare – Test und Ergebnisse

Moonfare ist eine Plattform, die Private-Equity-Gesellschaften und entsprechende Anleger zusammenbringt. Investiert werden kann ab 100.000€ in Beteiligungsfonds bzw. Private-Equity-Fonds. Bisher waren die Anleger oft Banken und Versicherungen oder vermögenden private Anleger, die in Millionen-Beträgen investiert haben. Die Neuerung hier: Moonfare bietet eine rein digitale Plattform, die es Anlegern ermöglicht, ‘kleinere’ Beträge zu investieren. Somit erhalten Investoren Zugang zu Private-Equity-Fonds, die bisher dafür nicht in Fragen kamen, weil ihre Investitionsbereitschaft zu gering war.

  • Seit Mai 2019 verwaltet Moonfare mehr als 100€ Millionen (AuM)
  • Die Plattform ist ein Zusammenschluss von großen Branchenriesen
  • Investitionen sind ab 100.000€ möglich
  • Renditen sollen zwischen 20% und 30% liegen
  • Die Managementgebühren betragen 0,5%
  • Im Gegensatz zu ETFs sind Private-Equity-Funds höchst risikoreich
  • Laufzeiten betragen 5 bis 15 Jahre

Beteiligungsfonds und Private-Equity klingt nach Investments für Profis, die bereits viel Geld gemacht haben oder viel Geld verwalten. Der Zugang wird mit Moonfare massiv vereinfacht, da die Grenze und Verfügbarkeit für Investitionen gesenkt wird.

Ein Grund ist sicherlich der rasante Anstieg von Beteiligungsfonds. Gab es 2015 noch 1.400 weltweit, so waren es dieses Jahre bereits über 4.000, die zusammen fast 1 Billionen (kein Tippfehler!) Euro einsammeln wollen.

Über 60 Gründer, CEOs und Unternehmen haben mit Geld oder Wissen in Moonfare investiert. Darunter Goldman Sachs, BCG, ProSiebenSat1 oder die Allianz. Die großen der Branche schaffen sich ihre eigene Plattform, um diverse Fonds zu füllen.

Langfristig will Moonfare bis zu 40 PE-Fonds im Angebot haben.

Wer das nötige Kleingeld von 100.000 Euro hat, kann direkt loslegen. Viele Angebote starten aber erst ab 200.000 Euro – 100.000 Euro sind eher die Ausnahme.

Alleine in Deutschland lebten 2018 ca. 1,4 Millionen Millionäre. Diese werden vor allem durch Erbschaften gebildet.

Die nötige Zielgruppe ist also mehr als vorhanden. Man muss sie nur ansprechen und die richtigen Angebote machen.

Moonfare – in Private Equity investieren wie Profis?

Da Sparen und Zinsen derzeit keine gutes Anlagevermögen für mittelgroße Beträge darstellen, müssen Alternativen her.

Der Analyst Christopher Beales von Preqin sagt dazu:

„Die Investoren merken, dass Private Equity gut abgeschnitten hat.“

Private Equity ist eine angesehene Alternative.

Das dürfte auch der Startup-Boom ausgelöst haben. Venture Capital bzw. Wagniskapital fällt nämlich genauso in diese Kategorie. Sendungen wie die „Höhle der Löwen“ haben die Menschen sensibilisiert.

Neben den klassischen Beteiligungen hat das Unternehmen jetzt auch sogenannte Secondary Funds im Angebot. Das sind reife Firmenbeteiligungen, die weniger Risikoreich sind, dafür aber immer noch eine gute Rendite abwerfen.

„Erstmals bieten wir einen Zugang zu einem sogenannten Secondary Fund an. Der kauft ältere Firmenbeteiligungen von anderen Fonds zu einem Abschlag ein, der üblicherweise bei rund 20 Prozent liegt“, sagt Steffen Pauls, CEO von Moonfare.

Eine Investition in Sekundärfonds hilft demnach, die Zeit von Private-Equity-Fonds zu überbrücken. Üblicherweise dauert der Rückfluss des Kapital drei bis zehn Jahre.

Moonfare – Erfahrungen und Ablauf

Der Vorteil von Moonfare: Aufträge werden zu großen Investitionen gebündelt. Aus 200 kleinen Anlegern wird also auch ein Milliardenbetrag. Dieses Geld kann dann direkt in Beteiligungsfonds wie KKR, Permira, Cinven, Oakley Capital oder EQT investiert werden.

Derzeit sind über 3,000 Kunden bzw. Nutzer bei Moonfare aktiv. Die Gründer nennen das: Community. Man ist also in einem exklusiven Kreis von Klein-Investoren.

Als Nutzer geht das Investieren so einfach wie das bestellen eines online Abos. Moonfare nennt das selbst: „Subscribe to Funds“.

Schritt 1 – Profil ausfüllen – inklusive Kontodaten, Meldeadresse und Ausweis-Verifikation 

Schritt 2 – Anweisung des Investitionsbetrages anfragen

Schritt 3 – Dokumente online unterzeichnen 

Moonfare – Performance

Üblich sind 20 bis 30% Rendite. Wie bei jedem Investment sind keine Renditen sicher. Private-Equity-Investments gelten seit jeher als risikoreichstes Anlageklasse.

Historisch betrachten lagen die Renditen laut Moonfare und ihren Portfolios bei durchschnittlich 19 Prozent. Was wahnsinnig viel ist. Die durchschnittlichen Renditen bei den Top Fonds (oberes Quartil) liegt bei 18,5 Prozent in den letzten 20 Jahren.

ETFs schaffen zwischen 2 und 9 Prozent. Das untere Quartil der schlechtesten Fonds schafft durchschnittlich 3,3 Prozent, laut Studie der Beratungsgesellschaft Mackewicz & Partner.

Eine typisches Investment von Private Equity beläuft sich auf 6 bis 15 Jahre. Wobei nach spätestens 5 Jahren der Rückfluss des Geldes stattfinden soll. Investoren müssen sich also gedulden.

Die Fonds werden nur von Experten ausgewählt. Das ist ja immer so. Bei der Expertendichte im Team, Advisory Board sowie der Investoren von Moonfare sollte das zu erwarten sein.

Gleichzeitig werden werden aber auch nur eine Handvoll Fonds angeboten, die jeweils ein Volumen von mehreren Milliarden aufweisen. Das sind Fonds-Größen, die definitiv in der Königsklasse spielen.

Neben den Investitionen der Nutzer, bilden vor allem die Investitionen der großen Beteiligungsgesellschaften und Shareholder die Grundlage der Fonds. Man kann behaupten: Moonfare ist ein gigantisches Netz aus Investoren, die sich gegenseitig helfen und absichern.

Bevor sich ein Nutzer nicht anmeldet und mit seinem Ausweis verifiziert, erfährt der Anleger nichts über die Zusammensetzung des Fonds. Alle Infos bis hier hin sind oberflächlich. Die Exklusivität wird ein mal mehr unterstrichen.

Doch selbst wer sich mit Email-Adresse, Wohnort, Steuernummer, IBAN seiner Bank und Ausweis registriert, erfährt über die Investments selbst nichts. Nur die ungefähre Stoßrichtung ist bekannt. So wie beim Fond CVC Growth Partners II, der 1,6 Milliarden US$ eingenommen hat.

Investiert wird in Unternehmen der Bereiche Software (as a Service), Managed Services, Cloud Computing, Mobility, Payments, Security, Financial Technology, Healthcare Information Technology und andere Technologie getriebene Business Services.

Fazit

Moonfare ist der Versuch, die alte, verschlossene Welt des Private Equity jenen Anlegern zugänglich zu machen, die durchaus über geringe Millionenbeträge verfügen. Bei Investitionsvolumina von einer Milliarde und mehr sind aber selbst 200.000 Euro ein winziger Betrag. Die Plattform ist sehr transparent. Es lassen sich ganz einfach Investorenpräsentationen über die Fonds herunterladen. Dort findet man wirklich ausführliche Informationen über die Fonds, deren Projekte und Investitionsphilosophien.

Schaut man sich jedoch die Herausforderungen der Welt an, so wird gerade jetzt viel Geld benötigt. Ob smarte E-Autos, 5G Internet, E-Health-Anwendungen, künstliche Intelligenzen, die Klimakrise oder Bio-Technologien zur Erweiterung des Menschen, wir werden einen Umbruch sehen, der Geld in nie gekanntem Ausmaß benötigt. Wachstum scheint also schon fast garantiert.

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Was ist ein Robo-Advisor?

Auch als "automatisierte Vermögensverwaltung" bezeichnet, sollen Robo-Advisor die bessere Alternative zum klassischen Bankberater sein.

Wer sein Geld zum Beispiel fürs Alter anlegen möchte, ging früher zum Bankberater. Der empfiehlt Fonds und Zertifikate - meistens solche, mit denen er gute Provisionen verdient. Deswegen haben die verkauften Produkte häufig schlechte Renditen.

"Nur 3 von 23 Banken beraten gut", so die Stiftung Warentest im Januar 2016.

Mehr Rendite als bei der Bank

Robo-Advisor entscheiden hingegen auf Basis mathematischer Modelle automatisch, wie das Geld auf verschiedene Anlagen aufgeteilt wird.

Unterm Strich soll die Geldanlage dadurch besonders renditestark sein, weil viel geringere Kosten anfallen.

In den USA werden (Stand: März 2016) schon umgerechnet über 44 Milliarden Euro von Robo-Advisors verwaltet.

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