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investify – Test und Erfahrungen

Mit investify hat im Jahr 2017 ein neuer Robo-Advisor den Markt betreten, der jedoch einiges anders macht als die Konkurrenz. Abgesehen von einem dem persönlichen Risikoprofil entsprechenden Basisportfolio aus passiv verwalteten Fonds (ETFs) haben Anleger die Möglichkeit, zusätzlich in spezielle Themen wie Digitalisierung, Robotik oder den demographischen Wandel zu investieren. Möglich ist die Geldanlage bei dem in Luxemburg und Aachen ansässigen FinTech-Unternehmen bereits ab einer Anlagesumme von 5.000 Euro.

investify Test und Erfahrungen

Logo von investify

investify – Gebühren und Konditionen

Anbieter investify
Gesamtgebühren für die Vermögensverwaltung pro Jahr 1,20 Prozent All-In-Servicegebühr
Fondskosten pro Jahr Sind in All-In-Servicegebühr enthalten
Performancegebühr Nein
Ausgabeaufschlag Nein
Mögliche Renditen 2,4 bis 9,2 Prozent (voraussichtlich abzgl. Gebühren)
Mindestanlagebetrag 5.000 Euro
Kündigungsfrist Nein
Investmentvehikel ETFs, ETCs, Fonds
Anlageklassen Aktien, Anleihen, Geldmarkt, Gold Rohstoffe
Kontoführende Partner-Bank Baader Bank AG
Anlagestrategie
Anzahl an Strategien 7 Basisstrategien plus Themenanlagen zur Individualisierung
Sparplan Ja (min. 50 Euro)
App Ja
Unser Robo-Advisor Testsieger
scalable capital logo
Scalable Capital
Einer der wenigen Robo-Advisor mit aktivem Risikomanagement: Schichtet Portfolio in volatilen Zeiten automatisch um und verändert die Risiko-Aufteilung, z.B. durch weniger Aktien, wenn die Börse einbricht.

Wer steht hinter investify?

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Bei investify handelt es sich um ein Joint Venture des Softwareunternehmens aixigo AG und des Vermögensverwalters Rhein Asset Management. Damit ist der Finanzportfolioverwalter sowohl im Bereich Finance als auch hinsichtlich der IT-Komponente bestens aufgestellt.

Immerhin ist die aixigo AG bereits seit 1999 als Softwarehersteller für Banken und Finanzdienstleister tätig. Die in Düsseldorf ansässige Vermögensverwaltung Rhein Asset Management hingegen ist ebenfalls seit gut 20 Jahren in der Branche aktiv und hat derzeit mehr als 1 Milliarde Euro unter Management.

Die Gesichter und Gründer von investify sind Christian Friedrich (Mitbegründer und Vorstand der aixigo AG), Christian Kratz (Mitbegründer und Geschäftsführer der Rhein Asset Management) und Sebastian Hasenack, der bei investify für das operative Portfoliomanagement verantwortlich ist.

Wie funktioniert investify?

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Das Funktionsprinzip von investify ist einfach: Nach der Eröffnung des Accounts können sich Anleger ein individuell abgestimmtes Portfolio erstellen, dessen Zusammensetzung von drei Kernkriterien abhängt. investify setzt hier neben der persönlichen Risikotoleranz und den individuellen finanziellen Verhältnissen auf eine vordefinierte Anzahl von Anlagethemen, die das Basis-Portfolio ergänzen.

Kundenorientiertes Investment: Mit Hilfe persönlicher Vorlieben und individuell ausgewählten Investementthemen erstellt investify ein maßgeschneidertes Portfolio. (Quelle: investify.com)

investify unterscheidet sich hier jedoch von vielen anderen Robo-Advisorn, denn im Gegensatz zu den meisten Konkurrenten verfügt das Unternehmen über eine Erlaubnis zur Finanzportfolioverwaltung. Das bedeutet, dass der Robo größere Spielräume für aktive Eingriffe in das Portfolio hat, was für Anleger gerade in turbulenten Phasen echte Vorteile hat.

Es handelt sich also um eine tatsächliche digitale Vermögensverwaltung. Zu den Aufgaben gehört dabei unter anderem das vollautomatische Rebalancing des Anlegerportfolios gemäß der zu Beginn definierten Gewichtung einzelner Portfoliobestandteile.

Investment-Ansatz: Core-Satellite-Strategie

Hinter dem Begriff der „Core-Satellite-Strategie“ verbirgt sich ein einfaches Prinzip. Der „Core“ jedes Investments ist die Basisanlage, die sich aus unterschiedlichen ETFs zusammensetzt. Hier bietet das Unternehmen 7 grundsätzliche Basisportfolios an, die sich je nach Risikoneigung aus unterschiedlichen Anlageklassen zusammensetzen.

Je höher beispielsweise die Risikoneigung, desto höher auch der Anteil der Aktie-ETFs und damit auch die potentielle Rendite. Je geringer die Risikoneigung, desto höher fällt der Anteil „sicherer“ Anleihen aus.

Hinzu kommen je nach Basisstrategie auch alternative Anlageklassen wie Rohstoffe und Immobilien, die ebenfalls über ETFs bzw. ETCs im Portfolio abgebildet werden. Der große Vorteil eines solchen Portfolios bei investify ist eine breite Diversifikation über mehrere Anlageklassen, Währungen und geographische Regionen. Das wiederum verringert die Volatilität des Portfolios.

INFO – Volatilität: Bei der Volatilität handelt es sich um ein Risikomaß. Dieses gibt die Schwankungsbreite eines Basispreises bzw. Kurses in einem definierten Zeitraum wieder.

Je höher die Volatilität, desto größer ist die Schwankungsbreite eines Wertpapiers jeweils nach oben und unten.

Der sogenannte „Satellit“ in der Anlagestrategie sind die Themenanlagen, die mit ausgewählten ETFs und aktiv gemanagten Fonds umgesetzt werden. Diese dienen der Individualisierung des Portfolios ganz nach dem eigenen Geschmack und dem Unternehmensleitsatz, dass „sich Geldanlage gut anfühlen muss.“

Zu jedem Themeninvestment gibt investify spezifische Chancen und Risiken an. Gerade für unserfahrene Anleger eine wichtige Hilfe. (Quelle: investify.com)

Zudem versprechen die individuell gewählten Portfoliobausteine durch die Chancen auf zukunftsträchtigen Wachstumsmärkten zusätzliche Rendite. Zudem ist so auch eine zusätzliche Portfolioabsicherung für vorsichtige Anleger möglich.

Zur Auswahl stehen bei investify derzeit die folgenden Themenanlagen:

investify – Anlagethemen, mit denen sich jeder identifizieren kann:

  • Alternde Bevölkerung
  • Cyber Security
  • Disruptive Welt
  • Die schnellsten 25
  • Dividendenkönige
  • Ethisches Investieren
  • Gold
  • Gründergeführte Unternehmen
  • Nachwachsende Renditen
  • Nordlichter
  • Robotik
  • Titanen der Alpen
  • Top Picks
  • Wasser
  • Zugpferde der deutschen Wirtschaft

Je nach Thema werden dem Portfolio spezielle Themen-Fonds bzw. ETFs beigemischt. Diese beinhalten ausschließlich Unternehmen, die in der betreffenden Kategorie unterwegs sind. Während sich hinter dem Thema „Die schnellsten 25“ beispielsweise schnell wachsende Technologieaktien wie Amazon, Netflix und Co verbergen, setzen Anleger mit dem Thema „Nachwachsende Renditen“ einen zusätzlichen Fokus auf Unternehmen aus dem Agrarsektor.

Wie sieht der Anlageprozess in der Praxis aus?

Der Anlageprozess ist denkbar einfach und selbst für Neulinge in der Finanzthematik leicht zu bewältigen. Mit Hilfe von einigen individuellen Fragen ermittelt investify wichtige Daten zur Risikobereitschaft, Risikotragfähigkeit, der allgemeinen Investmenterfahrung und den spezifischen Kenntnissen mit einzelnen Anlageklassen.

Wissensquelle: investify lässt seine Kunden nicht alleine, sondern erläutert notwendige Details zu Anlageklassen mit Videos, die auch für Einsteiger leicht zu verstehen sind. (Quelle: investify.com)

Leicht verständliche Aufklärungsvideos helfen dabei, Zusammenhänge und einzelne Anlageklassen näher zu erklären. Auf Basis dieser Angaben bekommt jeder Anleger ein Basisportfolio vorgeschlagen, das entsprechend der persönlichen Bedürfnisse gewichtet ist.

An dieser Stelle haben Anleger wieder die Option, das vorgeschlagene Portfolio selbst anzupassen oder im nächsten Schritt direkt zur Auswahl der Themenanlagen überzugehen. Sind auch diese Investmentbausteine per Mausklick ausgewählt, ist das Portfolio fertig und läuft von ganz alleine in geordneten Bahnen.

Mit Sparplänen das Portfolio ausbauen

Mit einer einmaligen Anlage von 5.000 Euro ist noch niemand reich geworden. Deshalb besagt eine Börsenweisheit auch, dass Anleger kontinuierlich über Jahre und Jahrzehnte hinweg in ihr Portfolio investieren müssen, um nachher von einer üppigen Altersvorsorge zu profitieren.

Aus diesem Grund können Anleger bei investify jederzeit Einzahlungen auf dem Referenzkonto vornehmen.

Völlig automatisch überprüft der Robo täglich den Kontostand und berücksichtig eingezahlte Beträge bei der Reallokation des Gesamtportfolios. Interessant ist hier auch die Möglichkeit, einen monatlichen Sparplan einzurichten und so das eigene Portfolio Stück für Stück aufzubauen. Das hat einen weiteren Vorteil, den sogenannten Cost-Average-Effekt.

INFO – Cost-Average-Effekt: Unter dem Cost-Average-Effekt (auch: Durchschnittskosteneffekt) versteht man die Folge, die die Verteilung einer schrittweisen Investition über einen langen Zeitraum hat.

Durch die monatliche Investition von kleinen Beträgen, kaufen Anleger Aktien oder andere Anlageobjekte zu unterschiedlichen Kursen.

Damit werden Timing-Fehler beim Einstieg verhindert, da sich aus den unterschiedlichen Kaufzeitpunkten ein Durchschnittskurs ergibt.

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Einer der wenigen Robo-Advisor mit aktivem Risikomanagement: Schichtet Portfolio in volatilen Zeiten automatisch um und verändert die Risiko-Aufteilung, z.B. durch weniger Aktien, wenn die Börse einbricht.

Wie sicher ist mein Geld bei investify?

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Gerade wenn es um Geld geht, steht das Thema Sicherheit natürlich an oberster Stelle. Diese ist bei investify in jedem Fall gegeben, handelt es sich doch um ein Unternehmen, das über einen Sitz in Deutschland und Luxemburg verfügt.

Die investify S.A. ist darüber hinaus durch die luxemburgische Finanzaufsicht „Comission de Surveillance du Secteur Financier (CSSF) reguliert, was der „32-KWG-Lizenz“ der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungen entspricht.

Auch der Aachener Standort des Unternehmens ist bereits durch die BaFin genehmigt. Mit der Baader Bank AG hat investify zudem ein renommiertes Bankhaus für die Führung der Referenzkonten an seiner Seite, das zu den führenden Investmentbanken im DACH-Raum gehört.

Auch die Baader Bank ist ihrerseits von der BaFin reguliert und Mitglied im freiwilligen Einlagensicherungsfonds des Bundesverbandes deutscher Banken e.V. Darüber hinauf fällt das Referenzkonto natürlich auch unter die gesetzliche Einlagensicherung von bis zu 100.000 Euro pro Kunde.

Die Wertpapiere selbst gelten zudem als Sondervermögen. Damit bleiben die Werte selbst im Fall der Insolvenz von investify oder der Baader Bank unangetastet.

INFO – Sondervermögen: Wertpapiere wie Fonds und ETFs werden in der Regel als „Sondervermögen“ aufgelegt. Das bedeutet, dass diese Vermögensgegenstände getrennt vom Vermögen der verwaltenden Gesellschaft verwahrt werden.

Der Verwalter agiert nur als Treuhänder, sodass der Anleger auch im Fall einer Insolvenz des Verwalters vor dem Verlust seiner Fondsanteile geschützt ist.

Damit auch nur der Anleger selbst Zugriff auf sein Portfolio hat, setzt investify auf eine sogenannte 2-Faktor-Authentifizierung. Wer also am Computer Ein- und Auszahlungen beauftragen oder Änderungen am Portfolio vornehmen möchte, muss diese Maßnahme zusätzlich über die investify-App freigeben.

investify – Fazit

Über die weitreichenden Möglichkeiten zur Individualisierung des Portfolios über die unterschiedlichen Anlagethemen schafft investify eine interessante Alternative für Anleger, die sich mit ihrer Geldanlage wirklich identifizieren möchten.

In puncto Gebühren bewegt sich investify im Mittelfeld, wobei anzumerken ist, dass Anleger mit höherem Kapitaleinsatz nach dem derzeitigen Gebührenmodell deutlich mehr zahlen als Anleger mit geringem Kapitaleinsatz.

Sehr positiv fällt sowohl die große Auswahl an verwendeten Fonds und ETFs als auch die Möglichkeit der Sparplaneinrichtung für den nachhaltigen Vermögensaufbau ins Gewicht. Einen Blick ist investify in jedem Fall wert – und das alleine bereits durch die Möglichkeit, gezielt in bestimmte Themen zu investieren.

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robo-advisor.de als Autor

Was ist ein Robo-Advisor?

Auch als "automatisierte Vermögensverwaltung" bezeichnet, sollen Robo-Advisor die bessere Alternative zum klassischen Bankberater sein.

Wer sein Geld zum Beispiel fürs Alter anlegen möchte, ging früher zum Bankberater. Der empfiehlt Fonds und Zertifikate - meistens solche, mit denen er gute Provisionen verdient. Deswegen haben die verkauften Produkte häufig schlechte Renditen.

"Nur 3 von 23 Banken beraten gut", so die Stiftung Warentest im Januar 2016.

Mehr Rendite als bei der Bank

Robo-Advisor entscheiden hingegen auf Basis mathematischer Modelle automatisch, wie das Geld auf verschiedene Anlagen aufgeteilt wird.

Unterm Strich soll die Geldanlage dadurch besonders renditestark sein, weil viel geringere Kosten anfallen.

In den USA werden (Stand: März 2016) schon umgerechnet über 44 Milliarden Euro von Robo-Advisors verwaltet.

Seit Jahren bekannt

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