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ebase – Test und Erfahrungen

Die Direktbank ebase bietet mit fintego bereits seit 2015 einen Robo-Advisor an. Doch das Unternehmen hat auch ein Angebot, was sich „ebase Managed Depot“ nennt. Wir haben uns diesbezüglich den Unterschied zum fintego Managed Depot angeschaut. Vorab: das ebase Managed Depot ist kein Robo-Advisor, sondern eine standardisierte fondsgebundene Vermögensverwal­tung. Da das Angebot nicht auf Endkunden und einen Online-Abschluss optimiert ist, empfehlen wir stattdessen den Robo-Advisor von fintego oder unseren Testsieger Scalable Capital .

ebase - Test und Erfahrungen

ebase Depot Erfahrungen- Gebühren und Konditionen

Anbieter ebase
Gesamtgebühren für die Vermögensverwaltung
durch ebase (pro Jahr)
0,5 %
Fondskosten pro Jahr Keine, nur einmaliger Ausgabenaufschlag
Depotgebühr 48 Euro Pro Jahr
Ausgabeaufschlag 3,57 – 5,95 Prozent
Mindestanlagebetrag 2.500 Euro
Kündigungsfrist börsentäglich ab 5.000 Euro Depotwert
Investmentvehikel überwiegend Fonds, selten ETFs
Kontoführende Partner-Bank ebase
100.000 Euro gesetzliche Einlagensicherung
Anlagestrategie Aktiv
Anzahl Anlagestrategien 5
Sparplan Ja, 100 Euro pro Rate
App Nein (Webseite ist mobil optimiert)

ebase Erfahrungen und Kostenvergleich

4/5

Da das ebase Managed Depot kein Robo-Advisor darstellt, werden die Portfolios von einem menschlichen Vermögensverwalter überwacht. Um dennoch Kosten zu sparen, gibt es fünf Anlagestrategien und damit fünf Musterportfolios.

Damit überwacht die Vermögensverwaltung nicht jedes Portfolio individuell, sondern jeweils das Musterportfolio, welches von vielen Anlegern genutzt werden kann. Für diese standardisierte Vermögensverwaltung berechnet ebase immer 0,5 Prozent Gebühr pro Jahr und verlangt ein Depotführungsentgeld von 48 Euro pro Jahr.

Zusätzlich wird eine Anlagevergütung bzw. Ausgabenaufschlag berechnet. Dieser liegt je nach Strategie zwischen 3,57 und 5,95 Prozent des Anlagevermögens und wird als einmaliger Abschlag auf das angelegte Vermögen berechnet.

Beispiel-Rechnung für die Anlagestrategie Dynamik: Legt ein Anleger 10.000 Euro an, so werden im ersten Jahr  50 Euro (0,5 Prozent für die Vermögensverwaltung ) und 595 Euro Abschlag (5,95 Prozent für die Anlagevergütung) für die Vermögensverwaltung sowie 48 Euro für das Depot fällig.

Insgesamt verliert das Vermögen damit im ersten Jahr 693 Euro bzw. unglaubliche 6,93 Prozent (ohne Inflation). Im Vergleich zu unseren getesteten Robo-Advisorn ist das unverhältnismäßig teuer; solche Gebühren sind nicht mehr zeitgemäß.

Nach dem ersten Jahr fallen dann lediglich 0,5 Prozent für die Verwaltung an, was vergleichsweise günstig ist. Wächst das Vermögen mit guten Renditen, wird der Ausgabenaufschlag prozentual gesehen geringer.

Anlagebetrag quirion fintego Whitebox Sutor Bank
bis 10.000€ Mindestanlage 10.000 € 0,95% 0,95% 1% (Konservativ)
1,5% (Ausgewogen)
1,65% (Dynamisch)
10.001€ 0,48% (Basis)
0,88% (Comfort)
0,75% 0,95% 1% (Konservativ)
1,5% (Ausgewogen)
1,65% (Dynamisch)
35.001€ 0,48% (Basis)
0,88% (Comfort)
0,75% 0,85% 1% (Konservativ)
1,5% (Ausgewogen)
1,65% (Dynamisch)
50.001€ 0,48% (Basis)
0,88% (Comfort)
0,45% 0,75% 1% (Konservativ)
1,5% (Ausgewogen)
1,65% (Dynamisch)
150.001€ 0,48% (Basis)
0,88% (Comfort)
0,45% 0,6% 1% (Konservativ)
1,5% (Ausgewogen)
1,65% (Dynamisch)
250.001€ 0,48% (Basis)
0,88% (Comfort)
0,45% 0,45% 1% (Konservativ)
1,5% (Ausgewogen)
1,65% (Dynamisch)
Anlagebetrag Ginmon easyfolio cominvest ebase
bis 10.000€ 0,39%
+ 10% Gewinnbeteiligung
0,66% 1,08% – „Wir gemeinsam“
1,50% – „Wir für Sie“
0,5%
10.001€ 0,39%
+ 10% Gewinnbeteiligung
0,66% 1,08% – „Wir gemeinsam“
1,50% – „Wir für Sie“
0,5%
35.001€ 0,39%
+ 10% Gewinnbeteiligung
0,66% 1,08% – „Wir gemeinsam“
1,50% – „Wir für Sie“
0,5%
50.001€ 0,39%
+ 10% Gewinnbeteiligung
0,66% 1,08% – „Wir gemeinsam“
1,50% – „Wir für Sie“
0,5%
150.001€ 0,39%
+ 10% Gewinnbeteiligung
0,66% 1,08% – „Wir gemeinsam“
1,50% – „Wir für Sie“
0,5%
250.001€ 0,39%
+ 10% Gewinnbeteiligung
0,66% 1,08% – „Wir gemeinsam“
1,50% – „Wir für Sie“
0,5%
Anlagebetrag vaamo ARERO growney LIQID
bis 10.000€ 0,79% 0,5% 0,99% Mindestanlage: 100.000 €
10.001€ 0,79% 0,5% 0,69% Mindestanlage: 100.000 €
35.001€ 0,79% 0,5% 0,69% Mindestanlage: 100.000 €
50.001€ 0,79% 0,5% 0,39% Mindestanlage: 100.000 €
150.001€ 0,49% 0,5% 0,39% 0,15% (Index)
0,5% (Global)
250.001€ 0,49% 0,5% 0,39% 0,15% (Index)
0,45% (Global)
0,9% (Select)

Fazit: Über einen längeren Zeitraum betrachtet, ist das Angebot von ebase nicht wesentlich teurer, als jenes von einem Robo-Advisor, der ausschließlich in ETFs investiert. Verteilt man die Ausgabenaufschläge von 5,95 Prozent aus der Strategie Dynamik auf sieben Jahre und zieht die Verwaltungsgebühr von jährlich 0,5 Prozent hinzu, so würden die Kosten durchschnittlich bei 1,35 Prozent liegen. Da die Kosten für die Ausgabenaufschläge jedoch gleich zu Beginn gezahlt werden, wird das Anlagevolumen nur einmal belastet und profitiert dann von den geringen Verwaltungsgebühren von 0,5 Prozent.

ebase Depot eröffnen

Wer sich entscheidet, ein Depot bei ebase zu eröffnen, hat die Möglichkeit in ETFs, Fonds, Tages- und Festgeldkonten und Sparplänen zu investieren. Auf der Webseite im Bereich „Depots“ ist der Zugang zur Depoteröffnung nicht zu finden.

Und das hat Gründe: Das Angebot ist nur für B2B-Partner gedacht. Als Privatanleger muss man das Angebot von fintego nutzen.

▶︎ Jetzt unseren Test zum Robo-Advisor von fintego lesen.

ebase Bank – Das Unternehmen

5/5

Die ebase Bank bezeichnet sich selbst als European Bank for Financial Services. Als Vollbank mit BaFin-Lizenz gehört die Bank zur comdirect Gruppe. Anleger können über ETFs, Fonds, Sparpläne oder beim Robo-Advisor fintego in verschiedene Anlageklassen investieren.

▶︎ Was sind ETFs? Jetzt mehr erfahren.

Neben der Vermögensverwaltung bietet das Unternehmen vor allem B2B-Lösungen für Finanzvertriebe, Versicherungen, Banken, Vermögensverwalter, Kapitalverwaltungsgesellschaften und FinTechs.

So dient ebase für Dritte z. B. als Depotbank, standardisierte Fondsvermögensverwaltung oder als Partner, um die betriebliche Altersversorgung abzuwickeln. Auch Tagesgeld-, Festgeld- und Verrechnungskonten werden Unternehmen individuell angeboten.

Das Unternehmen Wüstenrot direct nutzt z. B. die Technologie hinter den Robo-Advisor fintego, um ihren eigenen Robo-Advisor (Wüstenrot ETF Managed Depot) anzubieten. Diese Technolgie wird von ebase als Whitelabel-Lösung bereitgestellt.

Anleger können auf der Plattform über 7000 Fonds und ETFs beziehen. Derzeit verwaltet die Bank 32 Milliarden Euro an Kundengeldern und hat ca. eine Millionen Kunden.

ebase Erfahrungen – Die Depotbank und die Sicherheit der Anlage

5/5

Da ebase als Servicepartner vor allem anderen Unternehmen Depots oder Konten zur Verfügung stellt, agieren sie selbst als depotführende Bank. Leider ist das Depot nicht kostenlos. Pro Jahr fallen dafür 30 Euro an.

Aber: Anleger, die noch nicht das 18. Lebensjahr erreicht haben, erhalten das Depot kostenlos.

Info: Die Bank ebase ist Mitglied im Einlagensicherungsfonds des Bundesverbands Deutscher Banken e. V. sowie in der Entschädigungseinrichtung deutscher Banken GmbH.

Neben dem gesetzlichen Vermögensschutz bis 100.000 Euro ist das Vermögen darüber hinaus über den Einlagensicherungsfonds des Bundesverbands Deutscher Banken e. V. mit bis zu 20 Prozent des haftenden Eigenkapitals geschützt.

Beispiel: Beträgt das bei einer Insolvenz haftende Eigenkapital einer Bank 100 Millionen Euro, so ist das Vermögen jedes einzelnen Kunden mit bis zu 30 Millionen Euro abgesichert – sofern der Fonds diese Mittel bereitstellt.

ebase online Investmentstrategie

4/5

Beim ebase Managed Depot werden die Portfolios von Vermögensberatern gesteuert und so entsprechend Entscheidungen zum Umschichten getroffen. Wo bei einem Robo-Advisor der Algorithmus übernimmt, sitzen hier noch richtige Menschen hinter den Entscheidungen.

Algorithmen helfen jedoch, die Marktdaten auszuwerten, um die Entscheidungen überhaupt treffen zu können.

Die Überwachung findet durch die Manager aktiv statt. Insgesamt vier Manager arbeiten unabhängig voneinander und werten mit verschiedenen Modellen Marktsignale aus. Darauf aufbauend wird dann entschieden, wie die Portfolios weiterentwickelt werden. Wie die Strategie der Vermögensberater genau aussieht, wird dem Anleger leider nicht verraten.

Statt in ETFs wird überwiegend in aktive Fonds investiert. Eine Übersicht zum Musterportfolio „Balance“ sieht folgendermaßen aus.

ebase - Test und Erfahrungen

Transparent geht ebase mit den Angeboten auf jeden Fall um, der Anleger erhält jeder Zeit detaillierte Einblicke in die Strukturen. Neben den genauen Kosten erhält der Anleger auch die genaue Auflistung der ebase Fonds, in die investiert wird.

ebase Test – Performance und Renditen

5/5

Die Rendite wird über die historische Entwicklung abgebildet. Je nach Risikostufe waren so bisher jährlich zwischen 2,5 und 11,27 Prozent möglich. Über einen Jahreszeitraum von fünf Jahren sogar bis zu 45 Prozent Nettorendite.

ebase - Test und Erfahrungen

Neben der Rendite vergleicht ebase das eigene Portfolio mit einem Vergleichsindex, der z. B. aus MSCI World, EURO STOXX 50 oder dem Barclays Aggregat Eur Hedged besteht. Kurzfristig haben es die Portfolios durchaus geschafft, den Markt zu schlagen, langfristig waren die Märkte jedoch immer besser.

Die Renditen sind dabei vergleichbar mit den Renditen eines Robo-Advisors. Da am Anfang hohe Ausgabenaufschläge das Anlagevolumen zunächst schmälert, empfiehlt ebase einen Anlagezeitraum von mindestens sieben Jahren.

Wird das Geld nur zwei oder drei Jahre angelegt, kann es passieren, dass die Renditen nicht sonderlich hoch ausfallen, da der Anfangsverlust der Ausgabenaufschläge noch nicht kompensiert wurde. Das Angebot von ebase ist daher nur für eine langfristige Anlage zu empfehlen.

ebase to go und ebase App

Um das Portfolio auch optimal von unterwegs beobachten zu können, gibt es eine ebase App. Die App ist für Android und iPhone verfügbar.

Die App heißt ebase mobile viewer und macht nicht viel mehr, als dem Nutzer die Möglichkeit zu geben, das Depot und Konto einzusehen. Kernfunktionen wie Analysen oder die Möglichkeit zu kaufen oder zu verkaufen gibt es nicht.

Da ebase Portfolios anbietet, die auf ein langfristiges Investment ohne ständiges Kaufen oder Verkaufen abzielen, sind umfangreiche Funktionen nicht unbedingt nötig. Im Zeitalter kleiner und mobiler Geräte, wäre es in Zukunft jedoch wünschenswert.

ebase kündigen oder ebase Depot auflösen

Wer sein Portfolio auflösen oder kündigen möchte, kann das ohne Probleme tun. Der einfachste Weg ist, sein Depot zu verkaufen oder die Positionen in ein anderes Depot zu transferieren. Ohne Assets im Depot werden auch keine Gebühren erhoben.

Um das ebase Depot bzw. das ebase Konto endgültig aufzulösen, reicht ein formloser Antrag per Email oder Brief. Die Kündigung erfolgt dann börsentäglich, sofern mindestens 5.000 Euro im Depot liegen.

Fazit: Das Angebot ebase ist nur für Anleger zu empfehlen, die sich zum einen mit dem Markt auskennen und langfristig anlegen wollen. Durch die standardisierten Musterportfolios können die Kosten für den Anleger gesenkt werden. Auch ist ebase nicht auf Endkunden optimiert, die online den Vertragsabschluss vornehmen wollen. Wir empfehlen daher den Robo-Advisor fintego (ebenfalls ein Angebot von ebase) oder unseren Testsieger Scalable Capital.

Die Kosten für die Vermögensverwaltung sind recht niedrig, werden aber auch von Robo-Advisorn verlangt, die ausschließlich auf ETFs setzen. Einzig die Ausgabenaufschläge von bis zu 5,95 Prozent sind sehr hoch und lassen das Portfolio im ersten Jahr stark an Wert verlieren, was nicht mehr zeitgerecht ist. Langfristig kann sich ein Investment aber lohnen, wenn die Märkte entsprechend performen, da die Folgekosten sehr gering ausfallen und der Anleger wenigstens sieben Jahren das Vermögen anlegt.

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robo-advisor.de als Autor

Was ist ein Robo-Advisor?

Auch als "automatisierte Vermögensverwaltung" bezeichnet, sollen Robo-Advisor die bessere Alternative zum klassischen Bankberater sein.

Wer sein Geld zum Beispiel fürs Alter anlegen möchte, ging früher zum Bankberater. Der empfiehlt Fonds und Zertifikate - meistens solche, mit denen er gute Provisionen verdient. Deswegen haben die verkauften Produkte häufig schlechte Renditen.

"Nur 3 von 23 Banken beraten gut", so die Stiftung Warentest im Januar 2016.

Mehr Rendite als bei der Bank

Robo-Advisor entscheiden hingegen auf Basis mathematischer Modelle automatisch, wie das Geld auf verschiedene Anlagen aufgeteilt wird.

Unterm Strich soll die Geldanlage dadurch besonders renditestark sein, weil viel geringere Kosten anfallen.

In den USA werden (Stand: März 2016) schon umgerechnet über 44 Milliarden Euro von Robo-Advisors verwaltet.

Seit Jahren bekannt

robo advisor test bekannt aus