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Bester ETF-Sparplan – Vergleich und Test

Mit ETF-Sparplänen kann kostengünstig investiert werden. Mit Trade Republic gibt erstmals eine Direktbank, die komplett auf eine Orderprovision verzichtet. Zwischen Direktbanken und klassischen Banken gibt es große Unterschiede in der Kostenstruktur. Es lohnt sich daher, den richtigen Anbieter auszuwählen. Unsere Empfehlungen sind Trade Republic (Angebot und Kosten) sowie die Consorsbank (Angebot und Service).
Unsere Empfehlungen im ETF-Sparplan-Test
Testsieger in der Kategorie Anbieter Fazit
Service und Angebot
  • Umfangreiches Angebot
  • 77 Kostenlose Basis-ETFs
  • Kostenloses Depot
  • Guter Service einer erfahrenen Bank
Kosten und Angebot
  • Mit Abstand größtes Angebot an ETFs
  • Kostenloses Depot, keine Provision
  • 1€ pro Fremdabwicklung
  • 300 ETFs dauerhaft kostenfrei besparbar

Was früher das Sparbuch gewesen ist, sind heute ETF-Sparpläne. Ab einer monatlichen Sparrate von 50 Euro, sind fast alle ETF-Sparpläne ideal, um langfristig Geld anzulegen.

Weltweit sind derzeit ca. 6 Billionen Dollar in Sparplänen investiert. Die Deutsche haben ca. 140 Milliarden Euro in Sparplänen angelegt.

Der Vorteil von ETFs: Mir nur geringen Investitionen kann breit diversifiziert werden. So kann z.B. für das Alter vorgesorgt werden. Auch der Nachwuchs profitiert, wenn es um ein Depot für Kinder geht.

Einige Sparpläne sind sogar kostenlos. Besonders Direktbanken ohne Filialnetz sind hierbei besonders attraktiv.

▶︎ Wie die Experten von robo-advisor.de ETF-Sparpläne nutzen

Im folgenden Test zeigen wir die beliebtesten ETFs für ETF-Sparpläne. Auch Vergleichen wir 10 Anbieter von Sparplänen.

Was sind ETFs?

ETF steht für Exchange Traded Fund. Konkret handelt es sich bei ETFs um börsengehandelte Indexfonds.

ETFs bilden dabei Indizes wie den Dax oder Nasdaq nach. All das geschieht passiv. Ein Fondsmanagers greift in der Regel nicht ein. Steigt der Kurs des Index, so steigt auch der ETF im Kurs. 

Der ETF kauft dann entsprechend mit dem gesamten angelegten Vermögen die Aktien eines Indizes ein. Somit erhält ein Anleger für z.B. 100 Euro Anteile am gesamten Dax.

Wer alle Unternehmen im Dax selber abbilden möchte, müsste von jedem Unternehmen eine Aktie kaufen. Das ist sehr umständlich und kostenaufwändig.

▶︎ Mehr dazu erfahrt ihr hier.

ETF-Sparplan Anbieter – Vergleich und Test

Übersicht unserer Top-10 Anbieter für ETF-Sparpläne
Rangfolge Anbieter Orderprovision Fazit Bewertung
1. 0,00%
  • Mit Abstand größtes Angebot an ETFs
  • Kostenloses Depot, keine Provision
  • 1€ pro Fremdabwicklung
  • 300 ETFs dauerhaft kostenfrei besparbar
5/5
2. 0,20%
  • Aktion: 900 ETFs für 0 Euro
  • Keine Depotkosten
  • Niedrige Orderprovision
5/5
3. 0,20%, mindestens 0,80€
  • 295 sparplanfähige ETFs kostenlos
  • 604 sparplanfähige ETFs
  • Kostenfreies Depot
5/5
4. 1,50%
  • Umfangreiches Angebot
  • 77 Kostenlose Basis-ETFs
  • Kostenloses Depot
  • Guter Service einer erfahrenen Bank
5/5
5. 1,50€ pro Order
  • 755 ETFs sparplanfähig
  • Fester Preis von 1,50 € pro Order
  • Kostenloses Depot
4/5
6. 1,75%
  • 370 ETFs, 64 davon kostenfrei
  • keine Depotgebühren
  • Individueller Ausgabenaufschlag
  • Vergleichsweise teuer
4/5
7. 1,50%
  • 3 Jahre kostenloses Depot
  • Über 1000 ETFs handelbar für 3,90€ pro Order
  • 136 ETFs für 1,50% besparen
4/5
8. 1,70%
  • 1000+ ETFs sparplanfähig
  • 400 ETFs kostenfrei
  • Keine Depotgebühren
  • Aktion: 200€ Cashback für 20 Trades innerhalb von 12 Monaten
4/5
9. 1,00€
  • 153 ETFs sparplanfähig, geringes Angebot
  • Fester Preis von 1,00 € pro Sparrate
  • Keine Depotgebühren
4/5
10. 1,25%
  • 1,25% des Kurswerts pro Order
  • 153 ETFs sparplanfähig, geringes Angebot
  • Keine Depotgebühren
  • Hohe Kosten beim Verkauf der ETFs
3/5

Direktbanken – Produktangebot ETF-Sparpläne

Die meisten Produkte bietet mit Abstand Flatex an. So kann der Anleger aus 987 ETFs für seinen Sparplan wählen. Fast die Hälfte (403) ist sogar kostenfrei in der Order. In Punkto Angebot ist Flatex unschlagbar.

Leider kommen bei Flatex versteckte Kosten hinzu und daher landet Flatex nur auf Platz 8. Sogenannte Additional Trading Costs (ATC), die vorab oft nicht abzusehen sind. Die Kosten sind abhängig von der Liquidität des jeweiligen ETFs ist. 

Ein weiteres von uns zu empfehlendes Angebot hält die Consorsbank bereit. Ihr Produktspektrum beträgt 490 ETFs, wovon 214 kostenfrei sind. Außerdem gibt es viele kostengünstige ETFs sowie die wichtigsten Indizes, die breit gestreut sind. Damit lässt sich eine solide Basis bauen.

Weitere breite und umfangreiche ETF-Produkte bieten DKB, Comdirect oder Ing Diba an. Auch wenn das Angebot mitunter größer ist als bei der Consorsbank, so entstehen auch höhere Kosten. Das Angebot kostenfreier Sparpläne ist nicht gerade umfangreich.

Auch wenn die Sparpläne bei DKB, Comdirect oder Ing Diba zunächst kostenfrei sind, so sind diese nur zeitlich begrenzt und oft als Lock-Angebot zu verstehen. Außerdem fehlen kostengünstige Basis-ETFs, mit denen breit gestreut werde kann. 

Direktbanken – Kostenstruktur ETF-Sparpläne

Direktbanken ohne Filiale haben eine deutlich reduzierte Kostenstruktur. Da der gesamte Betrieb und die Abwicklung mitunter rein digital und automatisiert gestaltet wird.

Nachteil: Der Kundenservice leidet, da kaum und bis wenig Ansprechpartner zur Verfügung stehen. Trade Republic ist aktuell der günstigste Anbieter – und das mit Abstand. Das kostenlose Depot und der Verzicht auf Orderprovision macht das Angebot von Trade Republic extrem attraktiv.

Mit derzeit 315 kostenlosen ETFs in der Order und Ausführung ist Trade Republic unschlagbar. Um die günstige Kostenstruktur zu erreichen, setzt Trade Republic ausschließlich auf iShares-ETFs von BlackRock. Aber: Es werden alle wichtigen und relevanten ETFs angeboten.

Weitere günstige Anbieter sind Finvesto und Smartbroker. Beide erheben Gebühren von 0,20% auf die Order. Bei 100 Euro zahlt der Anleger so theoretisch 0,20 Euro, faktisch jedoch mindestens 0,80 Euro. Deshalb betragen die Gebühren bei 100 Euro nominal 0,80 Euro.

Anleger sollten daher bei der Wahl des Sparplans aufpassen, in welcher Höhe sie monatlichen investieren wollen.

Smartbroker bietet über 600 ETFs an. 295 Produkte werden hier vorübergehend (teilweise bis Ende 2022) kostenlos angeboten. Neben ETFs von iShares werden auch ETFs von Xtrackers, Amundi, BNP und Lyxor angeboten.

Die beliebtesten ETFs für ETF-Sparpläne

Übersicht 15 beliebte ETFs für ETF-Sparpläne
Name & WKN Region TER in % Ausschüttung Art der Replikation Fondsgröße
in Mio. €
Lyxor MSCI World UCITS ETF /
WKN: LYX0AG
Welt 0,30 Ja Synthetisch 2.802
ComStage MSCI World TRN UCITS ETF /
WKN: ETF110
Welt 0,20 Ja Synthetisch 2.163
Xtrackers MSCI World Swap UCITS ETF /
WKN: DBX1MW
Welt 0,45 Nein Synthetisch 3.024
iShares Core DAX® UCITS ETF (DE) /
WKN: 593393
Eurozone 0,16 Nein Physisch 6.253
iShares STOXX Europe 600 UCITS ETF (DE) /
WKN: 263530
Europa 0,20 Ja Physisch 5.514
Xtrackers DAX UCITS ETF /

WKN: DBX1DA
Eurozone 0,09 Nein Physisch 3.574
iShares MDAX® UCITS ETF (DE) /
WKN: 593392
Eurozone 0,51 Nein Physisch 1.644
Xtrackers MSCI World UCITS ETF /
WKN: A1XB5U
Welt 0,19 Nein Physisch 5.045
iShares TecDAX® UCITS ETF (DE) /
WKN: 593397
Eurozone 0,51 Nein Physisch 876

iShares Core MSCI World UCITS ETF /
WKN: A0RPWH

Welt 0,20 Nein Physisch 21.733
iShares Core MSCI EM IMI UCITS ETF /
WKN: A111X9
Emerging Markets 0,18 Nein Physisch 13.952
iShares STOXX Global Select Dividend 100 UCITS ETF (DE) /
WKN: A0F5UH
Welt 0,46 Ja Physisch 1.427
ComStage Nasdaq-100® UCITS ETF /
WKN: ETF011
Nordamerika 0,25 Ja Synthetisch 569
iShares VII PLC – iShares Core S&P 500 UCITS ETF /
WKN: A0YEDG
Nordamerika 0,07 Nein Physisch 34.620
iShares NASDAQ-100® UCITS ETF (DE) /
WKN: A0F5UF
Nordamerika 0,31 Ja Physisch 1.329
Xtrackers DAX UCITS ETF /

WKN: DBX1DA
Eurozone 0,09 Nein Physisch 3.574
iShares MDAX® UCITS ETF (DE) /
WKN: 593392
Eurozone 0,51 Nein Physisch 1.644
Xtrackers MSCI World UCITS ETF /
WKN: A1XB5U
Welt 0,19 Nein Physisch 5.045

 

Fazit: Mit Trade Republic und Finvesto gibt es zwei ETF-Sparplan-Anbieter, die sehr günstig sind. Vor allem Direktbanken bieten ein günstiges und umfangreiches Angebot an. Sie profitieren von der Automatisierung und damit geringen Kostenstruktur. Klassische Banken setzen (noch) auf menschlichen Service, was die hohen Kosten erklärt. Jedoch ist es fraglich, ob der Service bei Sparplänen überhaupt notwendig ist. Wer Service und ein umfangreiches Angebot sucht, ist bei der Consorsbank gut aufgehoben.

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Was ist ein Robo-Advisor?

Auch als "automatisierte Vermögensverwaltung" bezeichnet, sollen Robo-Advisor die bessere Alternative zum klassischen Bankberater sein.

Wer sein Geld zum Beispiel fürs Alter anlegen möchte, ging früher zum Bankberater. Der empfiehlt Fonds und Zertifikate - meistens solche, mit denen er gute Provisionen verdient. Deswegen haben die verkauften Produkte häufig schlechte Renditen.

"Nur 3 von 23 Banken beraten gut", so die Stiftung Warentest im Januar 2016.

Mehr Rendite als bei der Bank

Robo-Advisor entscheiden hingegen auf Basis mathematischer Modelle automatisch, wie das Geld auf verschiedene Anlagen aufgeteilt wird.

Unterm Strich soll die Geldanlage dadurch besonders renditestark sein, weil viel geringere Kosten anfallen.

In den USA werden (Stand: März 2016) schon umgerechnet über 44 Milliarden Euro von Robo-Advisors verwaltet.

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