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50.000 Euro sicher anlegen – Eine Anleitung in sechs Schritten

50.000 Euro anlegen - Eine Anleitung in sechs Schritten

Ein Vermögen von 50.000 Euro ist ein schöner Betrag, der Sicherheit gibt. Für ein bis zwei Jahre kann er ohne Probleme finanzielle Engpässe überbrücken oder Wünsche erfüllen. Wer das Geld dennoch mehren will und zugleich kurzfristigen Zugriff darauf haben will, dem empfehlen wir eine Investition in ETFs.

Wir geben Ihnen eine Anleitung in sechs Schritten, warum Sie 50.000 Euro in ETFs investieren sollten und wie man darüberhinaus 50.000 Euro sicher anlegen kann.

1. Fonds sind keine Aktien – 50.000 Euro anlegen 2017

ETFs sind Fonds und keine Aktien, eine große Errungenschaft für den Kleinanleger.

Fonds können Sie sich wie einen Topf vorstellen können, in dem jeder etwas hineinwirft. Je nach Vermögen können Sie 50 Euro, 1000 Euro oder auch 50.000 Euro hineinwerfen und erhalten entsprechend einen Anteil am Topf. Steigt der der Wert des Fonds um fünf Prozent, so steigt auch Ihr Anteil im Topf. Sie haben eine Bruttorendite von fünf Prozent erwirtschaftet.

Vom gesamten Vermögen im Topf werden gemeinschaftlich Aktien, Anleihen, Geldmarkt-Produkte und Rohstoffe an der Börse gekauft. Der Fonds kauft also für Sie ein, Sie erhalten einen Anteil. Dadurch wird ihr Portfolio breiter in der Diversifikation. Das Risiko sinkt, falls einzelnen Positionen ausfallen.

Angenommen, Sie investieren an der Börse (Stand 6. Dezember 2017) in Aktien von angesagten Unternehmen. Für 50.000 Euro erhalten sie dann z.B.

  • 352 Aktien von Apple
  • 58 Aktien von Alphabet (ehemals Google)
    oder
  • 714 Aktien von Daimler

2. Diversifikation ist der Schlüssel zum Erfolg – 50.000 Euro anlegen Zinsen

Wenn Sie die 50.000 Euro dann auf verschiedenen Unternehmen oder gar Anleihen verteilen wollen, geht ihnen bald der Spielraum aus. Mit Investitionen in Fonds haben Sie höheren Spielraum, die Diversifikation steigt und das Risiko sinkt, falls Sie auf falsche Aktien gesetzt haben.

Eine alte Faustregel von Finanzprofis besagt: Mindestens ein Dutzend verschiedene Wertpapiere gehören ins Depot. Das schaffen Sie z.B. mit einem ETF Fonds auf jeden Fall.

Folgende Fonds haben eine Diversifikation von mehr als 100 Produkten und werden von uns empfohlen:

50.000 Euro anlegen - ETFs

3. Wählen Sie offene Fonds

Es gibt Töpfe die sind offen und es gibt Töpfe die sind geschlossen. Bei offenen Fonds können Sie jederzeit Ihr Geld wieder herausnehmen. Bei geschlossenen Töpfen verpflichten Sie sich zu einer Laufzeit, die Ihr Geld im Topf bleibt, da damit meist ein bestimmtes Produkt oder Vorhaben finanziert wird.

Geschlossene Fonds sind damit spezialisierter und haben – wie auch einzelne Aktien – dadurch ein erhöhtest Risiko. Fällt das Vorhaben aus oder scheitert das Produkt, ist auch das Geld im Fonds verloren. Laufzeiten betragen oft zwischen fünf  und fünfzehn Jahren.

Offene Fonds sind sehr transparent. Sie können jederzeit hineinschauen und die Entwicklung verfolgen. Oftmals haben offene Fonds ein Volumen von mehreren Milliarden oder Billionen Euro.

4. Die Wahl zwischen aktiven und passiven Fonds

Haben Sie sich für einen offenen Fonds entschieden, stellt sich die Frage nach einem passiven oder aktiven Fonds. Aktive Fonds werden von Finanzexperten gemanagt. Dieser entscheidet oft nach persönlicher Expertise, ob ein Fonds so bleibt oder ob Produkte ausgetauscht werden.

Info:

Geschlossene Fonds können Kosten von 20 bis 30 Prozent verursachen. Verbraucherschützer warnen ausdrücklich davor.

Für diese Verwaltung werden Gebühren verlangt. Studien zeigen jedoch immer wieder, dass dieser menschliche Aufwand sich kaum lohnt. Die menschliche Expertise schlägt den Markt meistens nicht.

Daher unsere Empfehlung: Investieren Sie in passive Fonds bzw. ETFs (Exchange Traded Funds). Das sind Indexfonds, die einen Index wie z.B. den DAX nachzeichnen. Der Vorteil ist, dass die Gebühren wesentlich geringer ausfallen und die Fonds nicht schlechter als der jeweilige Markt sind.

ETFs zeichnen neben Aktien auch Anleihen, Währungen und Rohstoffe aus diversen Regionen und Märkten der Welt nach. Eine breite Diversifikation ist Ihnen damit sicher.

5. 50.000 Euro anlegen: Zinsen, Kosten, Rendite und das Depot

Um in ETFs zu investieren, benötigen Sie ein Depot. Viele Depot sind kostenlos, wenn Sie bei der Bank auch Kunde sind. Achten Sie also dadrauf, dass Sie keine extra Depotgebühren zahlen. Als Kunde der comdirect Bank AG entfallen z.B. die Depotgebühren. Bei Robo-Advisorn sind die Depotgebühren meistens in den Gesamtgebühren gesamt enthalten.

ETFs verursachen etwa Kosten von durchschnittlich 0,3 Prozent, die pro Jahr anfallen. Aktive Fonds hingegen zwischen 1,75 und 2,65 Prozent laut der Agentur Morningstar – hier verdient der Verwalter des Fonds mit. Auch Aufgabenaufschläge können hinzukommen, müssen aber nicht.

50.000 Euro anlegen: Sparkassen gelten zwar als Traditionshäuser, doch bessere Konditionen als andere Banken bieten sie auch nicht unbedingt. ETF-Sparpläne gibt es auch bei der Sparkasse, an die Preise muss sich jedoch auch das Bankinstitut mit den Fähnchen halten.

Laut Stiftung Warentest haben ETF-Sparpläne in den vergangenen zehn Jahren durchschnittliche Renditen von 5,9 Prozent eingebracht. Robo-Advisor – die Fonds durch einen Algorithmus automatisiert verwalten und damit Ihr Portfolio optimieren – werben mit Bruttorenditen zwischen fünf und dreizehn Prozent.

50.000 Euro anlegen - Gebühr von Robo-Advisorn und ETF-Sparplänen

Entscheidend ist aber die Nettorendite. Also jene Rendite, bei der bereits alle Kosten abgezogen wurden.

6. ETF-Sparpläne oder Robo-Advisor – Was machen mit 50.000 Euro?

Haben Sie sich also entschieden, in ETFs zu investieren, dann stehen Sie vor der finalen Frage: ETF-Sparplan oder Robo-Advisor? Oder: Was kann ich machen mit 50.000 Euro und wie kann ich das Geld sinnvoll anlegen?

Während bei ETF-Sparplänen ihr Geld passiv in offenen Fonds liegt, verwalten Robo-Advisor ihr Portfolio. Je nach Marktlage kaufen die Algorithmen ETFs hinzu oder verkaufen. Alles im Interesse einer hohen Rendite.

Entscheiden Sie sich für einen Robo-Advisor, zahlen Sie Gebühren zwischen 0,39 und 1,5 Prozent. Enthalten sind Verwaltungsgebühren, Depotgebühren und Ordergebühren für die ETFs.

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Beispiel:

Ein Value at Risk (VaR) von fünf Prozent bedeuten zum Beispiel, dass das Portfolio nicht mehr als fünf Prozent seines Ausgangswertes verlieren darf. Darüberhinaus wird dann noch die Wahrscheinlichkeit angegeben, inwieweit der Wertverlust eintritt. Das wird als Konfidenzniveau bezeichnet. Bei einer Wahrscheinlichkeit von 95 Prozent bedeutet das, dass im Schnitt nur alle 20 Jahre dieser Verlust überschritten wird.

Fast könnte man meinen, dass Robo-Advisor die besseren Sparpläne sind.

Die smarten Algorithmen handeln nach mathematischen Grundsätzen wie z.B. der Kennzahl Value at Risk (VaR) und historischen Daten von Märkten. Emotionen und Bauchgefühl werden nicht eingesetzt.

Betterment, einer der führenden Robo-Advisor in den USA, scheint die These ‘Robo-Advisor sind besser als ETF-Sparpläne’ zu bestätigen: Seit Gründung im 2004 haben Portfolios mit einem Aktienanteil von 50 Prozent ca. 120 Prozent Bruttorendite erwirtschaftet.

Robo-Advisor Performance-Vergleich in verschiedenen Zeiträumen
Anbieter Mai 2017 April 2017 März 2017 Mai 2016 bis Mai 2017
Scalable Capital -1,5% -1,0% +0,4% +8,1%
Quirion -0,6% +0,2% -0,2% +9,8%
Whitebox -0,3% +0,3% +0,3% +12,8%
Fintego -0,1% -0,4% -0,2% +8,1%
Vaamo -0,7% -0,6% +0,3% +11,1%
Easyfolio -0,4% -0,1% +0,5% +8,8%
SutorBank -0,3% +0,7% +0,6% +11,0%
Ginmon -1,0% -0,2% +0,1% +10,3%
Visualvest -0,8% n.v. n.v. n.v.
Growney -0,2% n.v. n.v. n.v.
Benchmark*: MSCI World + Barclays Global Aggregate -0,4% -0,1% +0,0% +7,4%

Quelle: Kurswerte kommen von comdirect.de, JustETF.de und den Anbietern der Robo-Advisor im Vergleich. Die Berechnung stammen von robo-advisor.de. Alle Angaben sind ohne Gewähr.
* Der Benchmark spiegelt die weltweite Marktentwicklung wider.

Auch Deutsche Robo-Advisor haben mit acht bis dreizehn Prozent pro Jahr eine überaus gut Rendite. Zum Vergleich gegenüber Betterment: der iShares MSCI World Fonds hat in den letzen Fünf Jahren knapp 75 Prozent Bruttorendite eingefahren und kostet 0,2 Prozent pro Jahr.

50.000 Euro anlegen - Gründungshistorie deutscher Robo-Advisor

50.000 Euro  in Gold anlegen

Wenn die Märkte schwanken und klassische Anlageformen wie Aktien volatil sind, kann Gold eine Alternative sein, um seine 50.000 Euro anzulegen. So gilt Gold in Krisenzeiten als sicherer Hafen. Gold kann aber nicht einfach wie Geld transferiert werden und somit ist der Kauf und Verkauf umständlicher.

Auch hierfür gibt es ETFs wie z.B. den ETF Physical Gold (ISIN DE000A0N62G0).

Entscheiden Sie sich für Gold-ETFs, sollten diese auch physisch besichert sein und den Goldpreis nicht einfach nur virtuell abbilden. Physisch besicherte ETFs sind Fonds, die auch wirklich Gold vom eingesammelten Geld kaufen und entsprechend lagern.

Fazit

Egal ob Robo-Advisor oder ETF-Sparplan: Mit beiden Werkzeugen werden Sie Ihr Vermögen mehren.

Wichtig dabei:

  • Kosten und Gebühren beachten
  • ETFs wählen, die hoch diversifiziert sind
  • Bei Einbrüchen der Märkte abwarten und nicht in Panik verkaufen, der Kurs steigt langfristig ganz sicher wieder
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robo-advisor.de als Autor

Was ist ein Robo-Advisor?

Auch als "automatisierte Vermögensverwaltung" bezeichnet, sollen Robo-Advisor die bessere Alternative zum klassischen Bankberater sein.

Wer sein Geld zum Beispiel fürs Alter anlegen möchte, ging früher zum Bankberater. Der empfiehlt Fonds und Zertifikate - meistens solche, mit denen er gute Provisionen verdient. Deswegen haben die verkauften Produkte häufig schlechte Renditen.

"Nur 3 von 23 Banken beraten gut", so die Stiftung Warentest im Januar 2016.

Mehr Rendite als bei der Bank

Robo-Advisor entscheiden hingegen auf Basis mathematischer Modelle automatisch, wie das Geld auf verschiedene Anlagen aufgeteilt wird.

Unterm Strich soll die Geldanlage dadurch besonders renditestark sein, weil viel geringere Kosten anfallen.

In den USA werden (Stand: März 2016) schon umgerechnet über 44 Milliarden Euro von Robo-Advisors verwaltet.

Seit Jahren bekannt

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