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ETF-Sparpläne

Wie die Experten von robo-advisor.de ETF-Sparpläne nutzen

Robo-Advisor sollen irgendwann einmal intelligentere Entscheidungen treffen und damit den menschlichen Fonds-Manager in Performance und Kosteneffizienz ersetzen. Doch bisher sind ETF-Sparpläne durchaus eine Alternative gegenüber passiven Robo-Advisorn, die das Portfolio nur einmal jährlich automatisiert umschichten – eine wirkliche Überwachung der Märkte ist damit nicht gewährleistet. Sinnvoller sind hingegen aktive Robo-Advisor, die ständig Märkte sondieren und so regelmäßig ein Rebalancing des Portfolios vornehmen.

Denn wer sich ein bisschen mit dem Markt auskennt, kann sich selbst ein ETF-Portfolio zusammenbauen und spart so Kosten, die für die Nutzung des Robo-Advisors anfallen. Wir von robo-advisor.de haben ebenfalls im Eigenbau eine Anlage in einem ETF-Sparplan um zu schauen, wie sich die Performance eines Menschen gegenüber den smarten Algorithmen bewährt.

Was sind ETFs? Die Abkürzung ETF steht für Exchange Trading Funds und bezeichnet einen Fonds, der Börsenindizes wie den DAX oder Dow Jones nachbildet. Je nach gewählter Risikoneigung des Anlegers wählt ein ETF die entsprechenden Indizes aus und investiert. Entscheidend für das Investment innerhalb des Indizes ist dabei die Marktkapitalisierung bzw. der Firmenwert des Unternehmens. Mit dabei können auch Anleihen- und Rohstoff-Indizes sein.

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ETF-Sparpläne im Eigenbau sind kostengünstiger als Robo-Advisor

So bilden Robo-Advisor oft nur mithilfe von ETFs Indizes ab, deren Informationen jeder einsehen kann. Wer dann selber baut, spart durchschnittlich bis zu 0,61% Service-Gebühren; um die Managementgebühren für die ETFs kommt man dann aber auch nicht herum.

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Wer langfristig anlegen will und eine ordentliche Rendite sucht, ist derzeit mit ETF-Sparplänen sehr gut beraten.

Im Schnitt brachten ETF-Sparpläne in den letzten fünfzehn Jahren nach Berechnungen von Stiftung Warentest 5,9% Rendite. Gegenüber dem fast zinslosen Tagesgeld, auf das immer noch viele deutsche Anleger setzen, ist das eine sehr intelligente und gut Alternative für Anleger. Allerdings: In schlechten Börsenjahren kann es auch bergab gehen.

Wie sich ETF-Sparpläne zusammensetzen sollten

Unser ETF-Sparplan im Eigenbau setzt auf eine möglichst breite Streuung des Portfolios, um bei Kurseinbrüchen große Schwankungen zu vermeiden. Dabei kombiniert man in der Regel

  • Aktien
  • Anleihen
  • und Rohstoffe.

Denn ETFs sind besonders für einen langfristigen Vermögensaufbau geeignet, wo ein kurzzeitiges Fallen der Kurse nicht gleich zu Panikverkäufen führen sollte.

Daher empfehlen wir marktbreite und Indizes bekannter Anbieter, die möglichst in vielen Regionen aktiv sind. Dadurch erhalten wir eine gute Mischung und können Schwankungen einzelner Indizes sicher abfangen.

Aktien-ETFs
Name Region Positionen Besonderheit
MSCI North America USA & Kanada 719 Hohe Branchendurchmischung, Fokussierung nur auf Nordamerika
MSCI World USA (60%), Frankreich, Japan, Deutschland, UK & weitere 1684 Spiegelt die Aktien von 23 Industrieländern wider; einer der wichtigsten Aktienindizes der Welt
STOXX Europe 600 17 europäische Länder 600 Enthält die 600 größten europäischen Unternehmen
MSCI Pacific Japan, Australien, Hongkong, Singapur, Neuseeland 470 Fokussierung auf 5 Industrieregionen im pazifischen Raum mit hoher Branchendurchmischung
MSCI Emerging Markets China, Südkorea, Taiwan, Indien, Brasilien & weitere 829 Abbildung von 23 Emerging Markets weltweit
DAX Deutschland 30 Abbildung der 30 größten und umsatzstärksten Unternehmen in Deutschland
MDAX Deutschland 50 Überwiegend klassische Branchen; Abbildung der 50 größten Unternehmen mit Umsätzen hinter dem DAX
Anleihen-ETFs
Name Region Positionen Besonderheit
10Y US-Treasury Future USA 1 Amerikanische Staatsanleihe mit 10 jähriger Laufzeit; durch einen Terminkontrakt, werden Schwankungen abgesichert
IBOXX EUR Liquid Sovereigns Diversified Overall TR EU: Frankreich (20,06%), Italien (15,53%), Spanien (14,96%), Deutschland (13,23%) & weitere 42 Die liquidesten Staatsanleihen von 11 Mitgliedsstaaten der EU
Commerzbank Commodity ex-Agriculture EW Index TR Deutschland 25 Deutsche Pfandbriefe mit Investmentgrade; das Geschäft ist gesetzlich geregelt und unterliegt strenger Aufsicht

Unser ETF-Sparplan setzt sich aus folgenden Anteilen zusammen.

ETF-Sparplaene-Zusammensetzung

Wem das zu komplex ist und sein Geld einfach nur langfristig über 5 oder 10 Jahre zu geringen Kosten anlegen möchte, der setzt auf Anleihen mit einer Anlage von jeweils einem Drittel. Wir von robo-advisor.de haben dazu rund 1300€ in folgende ETFs angelegt.

Daher empfehlen wir: Wer diese drei ETFs kauft, macht viel richtig und kann sein Geld guten Gewissens anlegen.

ETF Sparplaene beliebte anbieter

Wo kann ich einen ETF-Sparplan bauen?

Für Einsteiger empfehlen wir den Broker von Flatex, der mit den geringsten Kosten aller in Deutschland verfügbaren Sparpläne überzeugt hat und viele ETFs anbietet, die keine Orderentgelte nehmen. Ansonsten betragen die Ordergebühren 0,90%. Jedoch kann hier nur ein ETF pro Sparplan ausgewählt werden. Eine breite Diversifikation aus Anleihen, Aktien und Rohstoffe in einem Sparplan ist so nicht möglich.

Um unsere Anteile aus Aktien, Anleihen und Rohstoffe in einem Sparplan anlegen zu können, nutzen wir den Broker der Comdirect Bank, einer Tochter-Online-Bank von der Commerzbank. Überzeugt haben uns hier vor allem die Begrenzung der Ausführungskosten sowie die hohe Auswahl an ETFs; auch können hier bis zu 10 ETFs pro Sparplan gleichzeitig angelegt werden. Orderentgelte betragen hier 1,5% bzw. maximal 4,90€.

Wer weitere ETFs sucht und über unsere Empfehlungen hinausgehen will, dem empfehlen wir die kostenlose ETF-Suche von justETF. Dort kann man schnell nach sparplanfähigen ETFs suchen und auch schauen, welche Ordergebühren anfallen. Angeboten werden Sparpläne von 8 Brokern und Banken, darunter auch der Broker von Flatex und der Comdirect.

ETF-Sparplaene-justETF

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Was ist ein Robo-Advisor?

Auch als "automatisierte Vermögensverwaltung" bezeichnet, sollen Robo-Advisor die bessere Alternative zum klassischen Bankberater sein.

Wer sein Geld zum Beispiel fürs Alter anlegen möchte, ging früher zum Bankberater. Der empfiehlt Fonds und Zertifikate - meistens solche, mit denen er gute Provisionen verdient. Deswegen haben die verkauften Produkte häufig schlechte Renditen.

"Nur 3 von 23 Banken beraten gut", so die Stiftung Warentest im Januar 2016.

Mehr Rendite als bei der Bank

Robo-Advisor entscheiden hingegen auf Basis mathematischer Modelle automatisch, wie das Geld auf verschiedene Anlagen aufgeteilt wird.

Unterm Strich soll die Geldanlage dadurch besonders renditestark sein, weil viel geringere Kosten anfallen.

In den USA werden (Stand: März 2016) schon umgerechnet über 44 Milliarden Euro von Robo-Advisors verwaltet.

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