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Whitebox – Test und Erfahrungen

Geldanlage (ab 5.000 Euro) mit gestaffelten Gebühren und aktivem Risikomanagement. Bei höheren Geldanlagen ist Whitebox attraktiv, bei niedrigen Beträgen unter 30.000 € der teuerste Anbieter am Markt. Für Anleger bis 100.000 € empfehlen wir den Testsieger Scalable Capital (zum Artikel). robo-advisor.de-Empfehlung daher für Großanleger ab 100.000 Euro, die eine sorgenfreie und sich selbst verwaltende Anlage am Aktienmarkt suchen. Nach Scalable Capital zweitaufwändigstes Risikomanagement im Vergleich mit dem komplexen Conditional-Value-at-Risk-Ansatz.

whitebox- test und erfahrungen

Was kostet mich eine Geldanlage bei Whitebox?

whitebox - Test und Erfahrungen

Whitebox – Gebühren und Konditionen

Anbieter Whitebox
Vermögensverwaltung (pro Jahr) 0,95% (unter 30.000 €)
0,85% (ab 30.000 €)
0,75% (ab 50.000 €)
0,60% (ab 100.000 €)
0,45% (ab 250.000 €)
0,35% (ab 500.000 €)

Info: Auf Nachfrage hat Robo-Advisor.de erfahren, dass die Gebühr immer auf den ganzen Betrag berechnet wird. Anlagebeträge knapp unter den Grenzen sind somit unverhältnismäßig teuer.

Fondskosten pro Jahr 0,22% durchschnittlich
Erfolgsbeteiligungsgebühr Keine
Ausgabeaufschlag Entfällt
Mindestanlagebetrag 5.000 €
Kündigungsfrist Keine
Investmentvehikel ETFs, 1 ETC für die Assetklasse Gold
Kontoführende Bank biw Bank
100.000 € gesetzliche Einlagensicherung
Anlagestrategie Aktiv
Anzahl Risikoklassen 10
Sparplan Ab 5 € im Monat
App Mobil optimierte Webseite

Whitebox im Robo Advisor Kostenvergleich

Attraktiv bei hohen Geldanlagen

Anlagebetrag quirion fintego Whitebox Sutor Bank
bis 10.000€ Mindestanlage 10.000 € 0,95% 0,95% 1% (Konservativ)
1,5% (Ausgewogen)
1,65% (Dynamisch)
10.001€ 0,48% (Basis)
0,88% (Comfort)
0,75% 0,95% 1% (Konservativ)
1,5% (Ausgewogen)
1,65% (Dynamisch)
35.001€ 0,48% (Basis)
0,88% (Comfort)
0,75% 0,85% 1% (Konservativ)
1,5% (Ausgewogen)
1,65% (Dynamisch)
50.001€ 0,48% (Basis)
0,88% (Comfort)
0,45% 0,75% 1% (Konservativ)
1,5% (Ausgewogen)
1,65% (Dynamisch)
150.001€ 0,48% (Basis)
0,88% (Comfort)
0,45% 0,6% 1% (Konservativ)
1,5% (Ausgewogen)
1,65% (Dynamisch)
250.001€ 0,48% (Basis)
0,88% (Comfort)
0,45% 0,45% 1% (Konservativ)
1,5% (Ausgewogen)
1,65% (Dynamisch)
Anlagebetrag Ginmon easyfolio Cashboard Testsieger Scalable Capital
bis 10.000€ 0,39%
+ 10% Gewinnbeteiligung
0,66% Keine Verwaltungsgebühr
10% Gewinnbeteiligung
Mindestanlage 10.000 €
10.001€ 0,39%
+ 10% Gewinnbeteiligung
0,66% Keine Verwaltungsgebühr
10% Gewinnbeteiligung
0,75%
35.001€ 0,39%
+ 10% Gewinnbeteiligung
0,66% Keine Verwaltungsgebühr
10% Gewinnbeteiligung
0,75%
50.001€ 0,39%
+ 10% Gewinnbeteiligung
0,66% Keine Verwaltungsgebühr
10% Gewinnbeteiligung
0,75%
150.001€ 0,39%
+ 10% Gewinnbeteiligung
0,66% Keine Verwaltungsgebühr
10% Gewinnbeteiligung
0,75%
250.001€ 0,39%
+ 10% Gewinnbeteiligung
0,66% Keine Verwaltungsgebühr
10% Gewinnbeteiligung
0,75%
Anlagebetrag vaamo ARERO growney LIQID
bis 10.000€ 0,99% 0,5% 0,99% Mindestanlage: 100.000 €
10.001€ 0,99% 0,5% 0,69% Mindestanlage: 100.000 €
35.001€ 0,79% 0,5% 0,69% Mindestanlage: 100.000 €
50.001€ 0,49% 0,5% 0,39% Mindestanlage: 100.000 €
150.001€ 0,49% 0,5% 0,39% 0,15% (Index)
0,5% (Global)
250.001€ 0,49% 0,5% 0,39% 0,15% (Index)
0,45% (Global)
0,9% (Select)

Fazit: Bei niedrigen Anlagebeträgen bis 10.000 Euro gehört Whitebox zu den attraktivsten Anbietern. Zwischen 10.000 Euro und 250.000 Euro ist der Anbieter relativ teuer. Ab 250.000 Euro beträgt die Gebühr dann nur noch 0,45%. Lediglich Ginmon, growney und LIQID sind preiswerter.

Whitebox ist seit Januar 2016 am Markt und gehört zusammen mit Scalable Capital zu den Robo Advisors der zweiten Generation. Als Robo Advisor der neuen Generation betreibt Whitebox ein aktives Risikomanagement. Das bedeutet, dass in die Zusammensetzung von Kundenportfolios, über die Depoteröffnung hinaus, eingegriffen werden kann und wird.

Dadurch unterscheidet sich Whitebox von den Robo Advisorn mit einer passiven Strategie, die sich konsequent am Markt orientieren und diesen nicht schlagen können. Anlegern, die sich nicht bloß an der Marktrendite orientieren wollen, ist Whitebox daher besonders zu empfehlen.

Info:

Whitebox erhebt auf seine Portfolios eine Vermögensverwaltungsgebühr, die sich je nach Höhe des Anlagebetrages in 5 Kategorien staffelt. Lediglich fintego und vaamo nehmen ebenfalls eine Staffelung vor, die jedoch nur 3 Abstufungen enthält.

Whitebox ist bei Anlagebeträgen ab 10.000 Euro und unter 250.000 Euro einer der teuersten Anbieter. Als aktiver Vermögensverwalter sind jedoch etwas höhere Gebühren als bei Anbietern mit einer passiven Anlagestrategie auch gerechtfertigt, da mehr Personalaufwand und IT zum überwachen und umschichten benötigt wird.

In der Branche der Robo-Advisor sollten daher zuerst die fast identischen Gebühren der passiven Vermögensverwalter hinterfragt werden, die lediglich fertige Portfolios nachbilden.

Mit einem Mindestanlagebetrag von 5.000 Euro und Sparplänen ab 5 Euro (bei Einzahlung des Mindesteinlage) ist Whitebox für eine breite Schicht von Anlegern attraktiv. Über die Anlagen kann innerhalb von 2 Wochen mittels Teil- oder Vollauszahlung verfügt werden. Kurzfristige Auszahlungen kosten jedoch eine Express-Gebühr.

Wie bei allen Robo-Advisorn werden auf die Vermögensverwaltungsgebühr noch Fondskosten aufgeschlagen. Bei Whitebox liegen diese bei ca. 0.22% pro Jahr, was branchenüblich ist. Diese werden direkt vom Depotwert abgezogen und an die Fondsgesellschaften, von denen Fonds erworben werden, gezahlt.

Whitebox überzeugt mit einem sehr übersichtlichen und detaillierten Kundenportal. Insbesondere der Prozess der Depoteröffnung ist ausführlich und verständlich gehalten. Nach wenigen Minuten wird die Depoteröffnung beantragt.

whiteboxziele

Hintergrund

Das Unternehmen

5/5

whiteboxlogoWhitebox ist ein Robo Advisor mit Sitz in Weil am Rhein. Der Marktstart erfolgte im Januar 2016.

Das Unternehmen entwickelt als Online-Vermögensverwalter individuell zugeschnittene Anlagestrategien auf Basis von technischen Algorithmen und wissenschaftlichem Know-How.

Das Team hinter dem Roboter

5/5

Geschäftsführer ist Andreas Sarasin, der zuvor für die Schweizer Privatbank Sarasin & Cie AG gearbeitet hat. Dort hat er insbesondere Anlagelösungen für vermögende Privatkunden optimiert. Sarasin war auch aktiv daran beteiligt, moderne IT in die Prozesse der Privatbank zu integrieren und in der Folge die Effizienz und Automatisierung voranzutreiben. Ziel ist es, individuelle Privatbankdienstleistungen einer breiten Masse an Anlegern zur Verfügung zu stellen.

Salome Preiswerk, Mitgründerin von Whitebox, hat als Unternehmensberaterin bei verschiedenen Beratungsfirmen gearbeitet. In dieser Funktion betreute sie Groß- und Privatbanken als Kunden. Dabei kam sie zu dem Schluss, dass die Interessen von Kunden oft unberücksichtigt bleiben. Interessenskonflikte aufgrund von Provisionszahlungen sollen, wie bei jedem Robo-Advisor, der Vergangenheit angehören.

Birte Rothkopf ist als Gründerin von Whitebox für das Front-Office zuständig. Rothkopf hat ihren Doktor in „Behavioral Finance“ erworben und ist somit Expertin, wenn es um das Thema Emotionen und Geldanlage geht. Sie weiß somit sehr genau, dass menschliche Entscheidungen oftmals von psychischen Eindrücken gesteuert, und in der Konsequenz oftmals zu Fehlentscheidungen werden.

Die Depotbank und die Sicherheit der Anlage

5/5

biw_bank_logoDepotführende Bank ist die biw Bank. ETFs im Kundenbesitz zählen zum sogenannten Sondervermögen und sind im Falle einer Insolvenz geschützt.

Zudem untersteht Whitebox als Finanzportfolioverwalter der Aufsicht der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) und ist Mitglied der Entschädigungseinrichtung der Wertpapierhandelsunternehmen.

Whitebox ist der erste bankenunabhängige Online-Anbieter gewesen, der am 28.04.15 die Erlaubnis nach §32 Abs. 1 KGW zum Erbringen der Finanzdiensleistung und Finanzportfolioverwaltung zugesprochen bekam.

Somit ist Whitebox berechtigt, als Vermögensverwalter in vollem Umfang tätig zu werden und die Portfolios der Anleger über die Depoteröffnung hinaus aktiv zu verwalten. Das Geld der Anleger ist zudem über die gesetzliche Einlagensicherung bei der biw Bank bis zu einer Summe von 100.000 Euro abgesichert.

Die biw Bank ist ein in Deutschland und Österreich zugelassenes Kreditinstitut mit Sitz in Frankfurt am Main. Seit ihrer Gründung 2005 wächst die biw Bank kontinuierlich und betreut mittlerweile ca. 194.000 Kunden und verwaltet rund 9,4 Milliarden Euro.

Whitebox – Meinungen, Erfahrungen und Tests

4,5/5

Whitebox bietet ein aktives Risikomanagement, ein übersichtliches Benutzerportal und Sparpläne ab 5 Euro an! Diese Punkte sprechen definitiv für diesen Finanzportfolioverwalter. Demgegenüber stehen als Schwäche die recht hohe Gebühren bei Einstiegsanlagen.
whiteboxcover

Übersicht der Bewertungen

Anbieter Stärken Schwächen Urteil
unbenannt7
  • Aktives Risikomanagement
  • Übersichtliches Benutzerportal
  • Sparpläne ab 5 Euro
  • Recht hohe Gebühren bei Einstiegsanlagen
sehr gut (4,5 von 5)
extra_magazin_logo_normal
  • Finanzportfolioverwaltungslizenz
  • Anzahl der Risikoklassen
  • Hohe Gebühren bei niedrigen Anlagen
gut (3 von 5 Sternen)
oeko-test
  • Verständlichkeit der Risikofragen
  • Geschäftsmodell
  • Kostentransparenz
2. Platz
brokervergleich_de_logo
  • 10 Anlagestrategien
  • Einzahlpläne ab 5 Euro
  • Conditional Value at Risk als Risikomaß
  • Keine
1. Platz Echtgeld-Test
Extra Magazin

Die Redaktion vom Extra Magazin hat die Angebote der wichtigen Robo-Advisor in Deutschland miteinander verglichen. Bewertet wurden die Kategorien Angebot, Service, Kosten und Sicherheit. Whitebox wird im Ergebnis als „gut“ (3,5 von 5 Sternen) eingeschätzt.

Whitebox überzeugt in der Kategorie Sicherheit zusammen mit Scalable Capital mit der Finanzportfolioverwaltungslizenz, die stärker überwacht wird als die Finanzvermittlerlizenz der anderen Anbieter. Desweiteren lobt das Extra Magazin die Anzahl der Anlagestrategien.

Kritisiert wird die überdurchschnittlich teure Gebührenstruktur bei niedrigeren Anlagebeträgen und der eingeschränkte Service. Whitebox verfüge über keinen Facebook-Auftritt (mittlerweile schon) und biete auch keinen Online-Chat an. Dieser soll jedoch in Kürze eingeführt werden. Die Kommunikation erfolgt per Telefon oder E-Mail.

Unser Robo-Advisor Testsieger
scalable capital logo
Scalable Capital
Einer der wenigen Robo-Advisor mit aktivem Risikomanagement: Schichtet Portfolio in volatilen Zeiten automatisch um und verändert die Risiko-Aufteilung, z.B. durch weniger Aktien, wenn die Börse einbricht.
Öko-Test

Öko-Test testet in seinem Robo-Advisor Vergleich (Mai 2016) die wichtigsten Unternehmen in Deutschland. Das Geschäftsmodell von Whitebox sowie die Verständlichkeit der Risikofragen werden mit der Note gut bewertet. Die Kostentransparenz wird dagegen von den Testern lediglich als befriedigend eingeschätzt.

BrokerVergleich.de

Die Redakteure von BrokerVergleich.de sehen bei Whitebox Vorteile insbesondere in der Auswahl von 10 Anlagestrategien, Einzahlplänen ab 5 Euro und dem verwendeten Risikomaß Conditional Value at Risk (siehe Anlagestrategie).

Finanztip

Finanztip hat 2016 einen Test mit 7 Robo Advisorn durchgeführt. Whitebox als Anbieter mit einem aktiven Verwaltungsansatz wurde dabei mit folgender Begründung außen vorgelassen:

„Ein Robo-Advisor mit einer aktiven Strategie folgt dagegen einem finanzmathematischen Modell, nach dem er zwischen den einzelnen Anlageklassen umschichtet. Wie genau der Robo-Advisor die Vorgaben des Modells umsetzt, und ob das Modell grundsätzlich erfolgreicher ist als eine passive Strategie, lässt sich nicht vorhersagen. Wir konnten deshalb nur Komplettlösungen in unseren Test einbeziehen, die eine passive Anlagestrategie umsetzen.“

Echtgeld-Test

Als einziges Portal im deutschsprachigen Raum führt BrokerVergleich.de seit Mai 2015 einen Echtgeld Test von Robo-Advisorn durch. Dabei wurde bei den Anbietern ein reales Depot angelegt, was laut dem entsprechenden Online-Vermögensverwalter das optimale Portfolio für die Mehrheit der Anleger darstellt.

Ist Whitebox renditestark?
Zeitraum Whitebox Vergleichsindex Bester Robo Advisor
01.05.15 – 30.04.16
(12 Monate)
Noch nicht aktiv -3,7% 0,1%
01.05.16 – 31.08.16
(4 Monate)
6,1% 3,5% 6,1%
Gesamtperformance Noch nicht aktiv -0,4% 5,1%

Bei Whitebox wurde die Risikoklasse 6 gewählt. Diese setzt sich folgendermaßen zusammen: 57% Aktien, 32% Anleihen, 4% Gold, 3% Immobilien, 2% Cash, 2% Rohstoffe.

Alternativen zu Whitebox

Lediglich einer der getesteten Anbieter konnte über einen Horizont von 12 Monaten (01.05.2015 – 30.04.2016) eine positive Rendite erwirtschaften (Cashboard mit 0,1%). Da Whitebox erst seit Januar 2016 am Markt ist, liegt nur eine kurzfristige Wertentwicklung vor.

Im Zeitraum vom 01.05.2016 bis zum 31.08.2016 liegt Whitebox mit einer Rendite von 6,1% an der Spitze der getesteten Anbieter. Scalable Capital erreicht als Zweiter im Ranking einen Wert von 5,7%.

Anlagen in Fonds sind jedoch langfristige Investitionen. Es bleibt somit zu beobachten, wie sich die Renditen von Whitebox und von den anderen Robo Advisorn in Zukunft entwickeln werden.

  • Whitebox hat im Echtgeld-Test das beste Ergebnis eingefahren.
  • Auf Basis dieser zugegebenermaßen kurzfristigen Daten sind die Anlagen der aktiven Robo Advisor Whitebox auf Platz 1 und Scalable Capital auf Platz 2 zu empfehlen.

Investmentstrategie

4,5/5

Die Asset-Allokation bei Whitebox stützt sich auf eine strategische, aktive und vorwärtsschauende Fundamentalanalyse, die insgesamt 23 Anlageklassen integriert. Umgesetzt wird die Strategie durch passiv gemanagte, kostengünstige Finanzprodukte, überwiegend ETFs.

whiteboxziele

Aktien:

  • Europa
  • USA
  • Asien
  • Japan
  • Schwellenländer

Anleihen:

  • Unternehmensanleihen
  • Staatsanleihen
  • Schwellenländer
  • Inflationsindexierte Anleihen

Alternative Asset-Klassen:

  • Rohstoffe
  • Gold
  • Infrastruktur
  • Immobilien

whiteboxanlagen
ETFs benutzen alle Robo Advisor. Whitebox sieht jedoch die Asset-Allokation als entscheidendes Kriterium für den Erfolg an. Als „Moderne Portfoliotheorie 2.0“ betitelt, soll der Ansatz aktuelle Forschungsergebnisse zur Konstruktion robuster Portfolien umsetzen. Ziel ist es, das Rendite-/Risikoprofil der Kunden zu optimieren und das Kapital insbesondere in Marktabschwungsphasen gut zu schützen.

Als Besonderheit bietet Whitebox eine Rentenlösung an. Bei dieser wird das Portfolio hin zu einem frei wählbaren Rentenzeitpunkt nach und nach im Risiko, entlang eines sogenannten Gleitpfads, reduziert. Kunden haben dabei die Möglichkeit, zwischen einem Einmalbetrag als Zielsumme oder monatlichen Auszahlungen zu wählen.

Im Unterschied zu den Robo Advisors der ersten Generation (quirion, fintego etc.) belässt es Whitebox nicht bei einer starren Assetallokation, also einem fixen Verhältnis von beispielsweise Aktien und Renten, sondern wirkt aktiv auf die Gestaltung eines Kundenportfolios, unter Zuhilfenahme von Risikomanagement-Modellen, ein.

Bei der Anlagestrategie nimmt Whitebox die Expertise vom Morningstar Investment Management entgegen. Das Londoner Investmentunternehmen gibt Empfehlungen für die Gewichtung von Aktien und Anleihen ab und bewertet einzelne Indexfonds. Die endgültigen Entscheidungen über die Zusammenstellung von Portfolios verbleibt aber bei Whitebox.

Whitebox setzt bei der Risikoberechnung auf datengetriebene Finanzmodelle. Zur Berechnung des maximalen Verlustes, der mit hoher Wahrscheinlichkeit nicht überschritten wird, kommt das Conditional-Value-at-Risk-Modell zum Einsatz. Dieses schätzt auch den Höchstverlust ab.

Bei der Anlagerendite kalkuliert Whitebox mit 9% in der höchsten Risikoklasse und 3% in der konservativsten Anlageform. Whitebox überprüft die Gewichtung der Portfolios alle 14 Tage und nimmt entsprechende Rebalancings (Umschichtungen) bei Bedarf vor.

Unser Robo-Advisor Testsieger
scalable capital logo
Scalable Capital
Einer der wenigen Robo-Advisor mit aktivem Risikomanagement: Schichtet Portfolio in volatilen Zeiten automatisch um und verändert die Risiko-Aufteilung, z.B. durch weniger Aktien, wenn die Börse einbricht.

Angebote

Anbieter Whitebox
Startguthaben Whitebox bietet zudem die Möglichkeit, den Robo-Advisor zunächst ausgiebig zu testen.

Für die ersten 6 Monate werden für ein Anlagevermögen in Höhe von 5.000 Euro keine Gebühren erhoben. Wer mehr anlegen möchte, zahlt lediglich auf den Betrag über 5.000 Euro eine Gebühr.

Bei einer Anlage von 5000 Euro sparen Kunden somit 23,75 Euro.

Kunden-werben-Kunden Über das inwhite Programm (Kunden-werben-Kunden Programm) können Anleger die Höhe der Gebühren reduzieren. Für jeden Neukunden werden 5000 Euro für den werbenden Bestandskunden bis zu 1 Jahr lang gebührenfrei verwaltet. Die Freibeträge wirken sich nicht auf den in der Gebührentabelle aufgeführten Gesamtanlagebetrag aus.

Auch der angeworbene Freund profitiert von diesem Bonus. Mit einer Anlage von 5000 Euro lassen sich somit Gebühren von 47,50 Euro einsparen.

Partnerprogramm In den Genuss von reduzierten Gebühren kommen auch Kunden, die in einem Haushalt zusammenleben. Wenn beide ein Depot bei Whitebox besitzen, werden die Anlagesummen für die Gebührenkalkulation addiert und somit gemindert.

Interview mit Salome Preiswerk – Gründerin von Whitebox

Was ist das besondere an Ihrer Investmentstrategie?

Whitebox-Test-und-Erfahurngen
Salome Preiswerk
Preiswerk: „Unser Anlageansatz: Aktives Risikomanagement umgesetzt mit passiven Produkten. Gemeinsam mit unserem für seine Forschung mehrfach ausgezeichneten Partner Morningstar Investment Management / Ibbotson verbinden wir damit das Beste aus beiden Welten: Aktiv so wenig wie nötig und passiv so viel wie möglich. Ziel ist die Erreichung besserer risikoadjustierter Renditen.

Kern ist eine strategische, auf Fundamentalanalyse basierende und über eine Vielzahl an Anlageklassen (23 an der Zahl) diversifizierte Assetallokation – umgesetzt mit passiven Produkten. Dabei zielt ein ausgeklügeltes Risikomanagement auf die Erreichung besserer risikoadjustierter Renditen ab. Unser Ansatz bei der Assetallokation kann als „Moderne Portfoliotheorie 2.0“ bezeichnet werden, der die jüngsten Forschungsergebnisse zur Konstruktion wirklich robuster Portfolien in die Praxis umsetzt. Denn mit Moderner Portfoliotheorie 1.0 ist es nicht getan. Spätestens seit der Finanzkrise ist deutlich geworden, dass derartige Modelle – die auf einer Volatilitätsschätzung gepaart mit einer Normalverteilungsannahme für Renditen aufsetzen – erhebliche Unzulänglichkeiten aufweisen. Unzulänglichkeiten, die nicht einfach ein paar Basispunkte Rendite kosten, sondern die zu einer massiven Unterschätzung von Risiken führen.

Whitebox managt Risiken demgegenüber auf Basis des Conditional Value at Risk (CVaR). Der CVaR ist ein Risikomaß, welches eine natürliche Erweiterung des Value at Risk (VaR) darstellt. Standardabweichung und VaR gelten demgegenüber als unzureichende, da unvollständige Messgrößen. Ökonomisch betrachtet quantifiziert der CVaR den erwarteten Verlust für den Fall, dass der Value at Risk unterschritten wird. Die Risikomessung konzentriert sich folglich auf das linke Ende (Tail) der Renditeverteilung und damit auf extrem ungünstige Marktphasen.

Da wir außerdem anerkennen, dass Renditen nicht normalverteilt und Assetklassenkorrelationen nicht statisch sind, bildet unser Ansatz die Realität deutlich besser ab. Das sind jedoch nur ein paar Bestandteile unseres ansonsten wesentlich komplexeren Anlageprozesses, der schließlich mit quantitativen (mehrere Tausend kleine Abweichungen unserer Annahmen) und qualitativen (z.B. Zinswende, Ölpreisverfall) Simulationen und Stresstests endet. Unser Ziel ist entsprechend: Bei gleichem Renditepotential weniger Risiko als bei herkömmlichen Angeboten oder umgekehrt bei gleichem Risiko mehr Renditepotential.

Eine weitere Besonderheit, auch in Sachen Portfoliomanagement, besteht hinsichtlich unseres besonderen Angebots für die Rente: Unser Rentenziel. Dieses heißt nicht etwa so und ansonsten ist alles gleich wie bei allen anderen Zielen. Nein, der Kunde, bzw. sein Portfolio wird entlang eines sogenannten Gleitpfads hin zum (frei definierbaren) Rentenzeitpunkt im Risiko reduziert. Die Risikopräferenzen des Anlegers werden in den Gleitpfaden widerspiegelt, die sich sowohl hinsichtlich initialem Aktienanteil, als auch hinsichtlich der Geschwindigkeit der Risikoreduktion unterscheiden. Es handelt sich auch hier nicht etwa um ein einfaches, zeitablaufbasiertes Modell. Dem Gleitpfaden liegen vielmehr wiederum dieselben Kapitalmarktannahmen zugrunde, die wir auch unseren Portfolien zugrunde legen. Es kann also auch sein, dass wir die Gleitpfade selbst bei Bedarf anpassen.“

Was unterscheidet Whitebox von anderen Robo-Advisorn?

Preiswerk: „Man muss an der Stelle zwei Ebenen unterscheiden. (Fast) allen Robo Advisors ist gemein, dass sie mit passiven Produkten arbeiten. Die Vorteile liegen auf der Hand: Sie sind sehr kostengünstig, „diversifiziert“, liquide. Dass aktive Fonds die hohen Kosten nur selten nachhaltig durch Überperformance gegenüber einem Index rechtfertigen, ist hinlänglich bekannt. Anders sieht es auf der Ebene Anlagestrategie/Assetallokation aus, die übrigens für den Hauptteil des Anlageerfolgs zuständig ist. Auf dieser Ebene gibt es derzeit nur zwei Anbieter, die aktives Risiko- und damit auch Portfoliomanagement betreiben.

Ob aktives Risikomanagement nun aktives Portfoliomanagement heißt, darüber lässt sich trefflich streiten. Was beide Anbieter jedoch sicherlich nicht tun, ist das weitverbreitete aktive Management auf Basis subjektiver Meinungen zu Markt- oder Kursentwicklungen. Bei beiden geht es hauptsächlich um das Management von Risiken, das zu Veränderungen in der Portfoliostruktur führen kann. Es bleibt jedoch dabei: Die Sollallokation kann zum Zeitpunkt y anders sein als zum Zeitpunkt x – und das unterscheidet die „aktiven“ Robo-Advisor erheblich von den Anbietern der ersten Generation.

Beim Risikomanagement bedienen sich die beiden Anbieter völlig unterschiedlicher Ansätze: Während Scalable auf taktisches, prozyklisches Markttiming gesteuert mittels der Risikokennzahl VaR setzt, verfolgen wir eine strategische, antizyklische Strategie abgeleitet aus Fundamentalanalysen und optimiert mittels der Risikokennzahl CVaR.

Das Ziel, das beide verfolgen, ist jedoch identisch: Sie wollen ihren Kunden bessere risikoadjustierte Renditen und damit einen Mehrwert bieten. Zudem sollen die Vermögen der Kunden besser vor Kapitalverlust geschützt werden. Angesichts dessen, dass sich die Kosten aller Robo Advisor, egal ob mit oder ohne Risikomanagement – oder in Aufwand gesprochen: egal, ob nach der initialen Festlegung der Gewichtung noch etwas getan wird oder nicht – in etwa gleich hoch sind, darf man getrost sagen, dass man mehr fürs gleiche Geld bekommt. Und zwar ist das Mehr die eigentlich wichtigste Komponente bei der Geldanlage: Risikomanagement. Starre Musterportfolien ohne Risikomanagement wiederum gibt es eigentlich bereits gratis über Fachmagazine, Wirtschaftsblätter, etc.

Und was man leider auch herausstreichen muss: Im Gegensatz zu den Anlagevermittlern nach GewO halten wir uns an die Regulation und berücksichtigen den Anlegerschutz durch Sicherstellung der Geeignetheit der Anlage und haften auch für unser Tun.“

Welche Strategie des Risikomanagements verfolgen Sie?

Preiswerk: „Anpassungen bei der Sollallokation: Die sind jederzeit möglich und sind Resultat unseres oben beschriebenen, hoch-komplexen Anlageprozesses, bei dem es natürlich sehr wesentlich um das Thema Risikomanagement geht. Unser Team prüft natürlich täglich, was auf den Märkten rund um die Welt passiert, welche mikro- und makroökonomischen Trends sich abzeichnen. Sollten diese eine Anpassung der Kapitalmarktannahmen von Nöten machen, werden die entsprechenden Maßnahmen in die Wege geleitet. Dabei greift das Anlageteam auch auf Kollegen von Morningstar zurück, die in Nordamerika, Asien oder Europa sitzen und entsprechend Einblicke in die lokalen Märkte haben.

Daneben besteht natürlich noch die Ebene „Abgleich Ist- zu Soll-Allokation“, also das Rebalancing als weitere Quelle für Anpassungen in einem Kundenportfolio:

Zum Zeitpunkt der Anlage werden die Kundenportfolios exakt gemäß der optimalen Assetallokation aufgesetzt. Mit der Zeit kann das reale Portfolio allerdings aufgrund von Marktschwankungen vom optimalen Portfolio abweichen. Das Rebalancing wird durchgeführt, sobald entsprechende Bandbreiten überschritten werden (wobei die Bandbreiten pro Assetklasse/Produkt und pro Risikostufe individuell/unterschiedlich und damit sozusagen auch Teil der Anlagestrategie sind). Unser Modell stellt sicher, dass das Rebalancing handels- und steuereffizient von Statten geht. Genauer gesagt bedeutet dies, dass Erträge aus ausgeschütteten Dividenden oder Zinsen sowie Einzahlungen des Kunden dafür genutzt werden, in untergewichtete Positionen zu investieren. Auszahlungen werden entsprechend aus übergewichteten Positionen generiert. So kann bereits ein Großteil des Rebalancings aufgefangen und der Umfang möglicher Verkäufe und damit realisierter Gewinne, die einen Steuereffekt zur Folge hätten, reduziert werden. Darüber hinaus rebalancen wir in der Regel zurück zur Abweichungsbandbreite. Nur wenn wir überschüssige Ein- oder Auszahlungen haben, wird näher oder gar hin zur eigentlichen Sollallokation rebalanced.“

Wo sehen Sie Whitebox in 5 Jahren? Was wird sich bei Ihnen als auch in der Branche der Robo Advisor verändern?

Preiswerk: „Es ist bereits jetzt ein Trend zur Demokratisierung der Vermögensverwaltung erkennbar. Leistungen, die vorher nur sehr wohlhabenden und institutionellen Kunden vorbehalten waren, sind jetzt für alle zugänglich. Aber es wird auch einen Trend zur Kooperation zwischen Banken und neuen Anbietern geben. Whitebox wird dabei eine führende Rolle spielen, nicht nur in Deutschland.“

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Whitebox – Test und Erfahrungen
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1 Kommentar

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  • Ich habe eine Frage: Was ist nun besser, Value at Risk oder Conditional Value at Risk? Bin mir unschlüssig und vermute, das sind nur Marketingtricks von Whitebox und Scalable Capital. Team Robo-Advisor.de könnt Ihr mir helfen? Wäre über Aufklärung sehr dankbar!
    LG, Sabine

robo-advisor.de als Autor

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Was ist ein Robo-Advisor?

Auch als "automatisierte Vermögensverwaltung" bezeichnet, sollen Robo-Advisor die bessere Alternative zum klassischen Bankberater sein.

Wer sein Geld zum Beispiel fürs Alter anlegen möchte, ging früher zum Bankberater. Der empfiehlt Fonds und Zertifikate - meistens solche, mit denen er gute Provisionen verdient. Deswegen haben die verkauften Produkte häufig schlechte Renditen.

"Nur 3 von 23 Banken beraten gut", so die Stiftung Warentest im Januar 2016.

Mehr Rendite als bei der Bank

Robo-Advisor entscheiden hingegen auf Basis mathematischer Modelle automatisch, wie das Geld auf verschiedene Anlagen aufgeteilt wird.

Unterm Strich soll die Geldanlage dadurch besonders renditestark sein, weil viel geringere Kosten anfallen.

In den USA werden (Stand: März 2016) schon umgerechnet über 44 Milliarden Euro von Robo-Advisors verwaltet.

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