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Testberichte

easyfolio – Test und Erfahrungen

Niedrige Geldanlagen (ab 10 Euro) in zwei Anlageklassen (Aktien und Anleihen). easyfolio bietet einheitliche Konditionen zu branchenüblichen Gebühren (0,65%). robo-advisor.de-Empfehlung für Einsteiger mit einem längeren Anlagehorizont (ab 3-5 Jahre).

easyfolio - test und erfahrungen

Was kostet mich eine Geldanlage bei easyfolio?

easyfolio - test und erfahrungen

easyfolio – Gebühren und Konditionen

Anbieter easyfolio
Vermögensverwaltung (pro Jahr) 0,66%
Fondskosten pro Jahr 0,28% – 0,32%
Erfolgsbeteiligungsgebühr Keine
Ausgabeaufschlag Entfällt
Mindestanlagebetrag 10 €
Kündigungsfrist Keine
Investmentvehikel Drei easyfolio Dachfondslösungen bestehend aus ETFs (passiven Indexfonds)
Kontoführende Bank Verschiedene Direktbanken wie comdirect oder klassische Banken wie Postbank
Anlagestrategie Passiv
Anzahl Risikoklassen 3
Sparplan Ab 10 €
App Keine

easyfolio im Robo Advisor Kostenvergleich

Gutes Mittelfeld mit einheitlichen Gebühren

Anlagebetrag quirion fintego Whitebox Sutor Bank
bis 10.000€ Mindestanlage 10.000 € 0,95% 0,95% 1% (Konservativ)
1,5% (Ausgewogen)
1,65% (Dynamisch)
10.001€ 0,48% (Basis)
0,88% (Comfort)
0,75% 0,95% 1% (Konservativ)
1,5% (Ausgewogen)
1,65% (Dynamisch)
35.001€ 0,48% (Basis)
0,88% (Comfort)
0,75% 0,85% 1% (Konservativ)
1,5% (Ausgewogen)
1,65% (Dynamisch)
50.001€ 0,48% (Basis)
0,88% (Comfort)
0,45% 0,75% 1% (Konservativ)
1,5% (Ausgewogen)
1,65% (Dynamisch)
150.001€ 0,48% (Basis)
0,88% (Comfort)
0,45% 0,6% 1% (Konservativ)
1,5% (Ausgewogen)
1,65% (Dynamisch)
250.001€ 0,48% (Basis)
0,88% (Comfort)
0,45% 0,45% 1% (Konservativ)
1,5% (Ausgewogen)
1,65% (Dynamisch)
Anlagebetrag Ginmon easyfolio Cashboard Testsieger Scalable Capital
bis 10.000€ 0,39%
+ 10% Gewinnbeteiligung
0,66% Keine Verwaltungsgebühr
10% Gewinnbeteiligung
Mindestanlage 10.000 €
10.001€ 0,39%
+ 10% Gewinnbeteiligung
0,66% Keine Verwaltungsgebühr
10% Gewinnbeteiligung
0,75%
35.001€ 0,39%
+ 10% Gewinnbeteiligung
0,66% Keine Verwaltungsgebühr
10% Gewinnbeteiligung
0,75%
50.001€ 0,39%
+ 10% Gewinnbeteiligung
0,66% Keine Verwaltungsgebühr
10% Gewinnbeteiligung
0,75%
150.001€ 0,39%
+ 10% Gewinnbeteiligung
0,66% Keine Verwaltungsgebühr
10% Gewinnbeteiligung
0,75%
250.001€ 0,39%
+ 10% Gewinnbeteiligung
0,66% Keine Verwaltungsgebühr
10% Gewinnbeteiligung
0,75%
Anlagebetrag vaamo ARERO growney LIQID
bis 10.000€ 0,99% 0,5% 0,99% Mindestanlage: 100.000 €
10.001€ 0,99% 0,5% 0,69% Mindestanlage: 100.000 €
35.001€ 0,79% 0,5% 0,69% Mindestanlage: 100.000 €
50.001€ 0,49% 0,5% 0,39% Mindestanlage: 100.000 €
150.001€ 0,49% 0,5% 0,39% 0,15% (Index)
0,5% (Global)
250.001€ 0,49% 0,5% 0,39% 0,15% (Index)
0,45% (Global)
0,9% (Select)

Fazit: Die Gebühren von easyfolio liegen mit 0,66% im guten Mittelfeld der Robo Advisor und sind somit branchenüblich.

Für easyfolio ist Kostentransparenz nach eigenen Angaben sehr wichtig. Die Gesamtkostenquote gibt das Portal mit 0,94% (easy30), 0,96% (easy50) und 0,98% (easy70) pro Jahr an. Diese besteht aus einer Gebühr von 0,66% für die Verwaltung, das Management, die Depotbank sowie Servicegebühren. Hinzu kommen 0,28% – 0,32% Performancegebühren für die in den Portfolios enthaltenen ETFs.

Was auf den ersten Blick nicht zu erkennen ist, sind die Kosten, die für den Erwerb der ETFs an der Börse noch hinzukommen. Die Kostenaufstellung können Anleger in den sogenannten KIIDs (Key Investment Information Document) der einzelnen Portfolios nachlesen.

Bei easyfolio finden gerade Einsteiger mit einem langen Anlagehorizont eine interessante Auswahl vor. Die höchste Risikostufe könnte für erfahrene Anleger mit ihrer Aufteilung auf die nur zwei Anlageklassen Aktien und Anleihen dagegen eher langweilig erscheinen. Für die kurzfristige Geldanlage sind die ETF-Portfolios eher nicht zu empfehlen.

Hintergrund

Das Unternehmen

easyfolio - test und erfahrungenDie Internetplattform easyfolio bietet Anlegern Dachfondslösungen, die sie über die Börse erwerben können. Wie der Name schon andeutet, verschreibt sich das Portal der Einfachheit bei der Geldanlage und wendet sich vor allem an private Verbraucher.

easyfolio ist im April 2014 an den Start gegangen. Im Mai 2016 hat die F.A.Z. Gruppe ihre Beteiligung an die deutsche Privatbank Hauck & Aufhäuser veräußert. Die Bank, die nun 100 Prozent an dem Portal hält, will ihre digitale Vermögensverwaltungskompetenz weiter ausbauen.

Wie die meisten Robo Advisor beschränkt sich auch easyfolio auf passive börsengehandelte Indexfonds (ETFs) als Anlageprodukte. Damit können Nutzer nicht nur verhältnismäßig geringe Beträge breit gestreut investieren, sondern auch die Kosten relativ niedrig halten.

Das Team hinter dem Roboter

easyolio greift auf die Expertise von Hauck & Aufhäuser Privatbankiers KGaA zurück und entwickelt gemeinsam mit deren Experten die Anlagestrategien.

Das Hauck & Aufhäuser Investmentmanagement verwaltet zusätzlich zu den easyfolio Strategien auch die Geldanlagen von Hauck & Aufhäuser für private Kunden sowie das Fondsmanagement für institutionelle Kunden.

Dabei besteht das easyfolio Investment Team aus zwei Personen. Achim Backhaus ist der Geschäftsführer von easyfolio und gleichzeitig Direktor des Investmentmanagements bei Hauck & Aufhäuser Privatbankiers. Reinhard Pfingsten ist als CIO von easyfolio tätig. Explizit zuständig für das easyfolio Portfoliomanagement ist Lennart Segler.

Die Depotbank und die Sicherheit der Anlage

easyfolio-Fonds können Anleger über die eigene Bank bzw. den Online-Broker ordern. Damit unterscheidet sich easyfolio von den Angeboten der Konkurrenten, bei denen ein Depot bei einer Partnerbank eröffnet werden muss.

easyfolio lässt seine Fonds von der 1968 gegründeten Internationalen Kapitalanlagegesellschaft mbH (HSBC INKA) verwalten. Im Falle einer Insolvenz der Gesellschaft ist das Vermögen geschützt, da ETFs als Sondervermögen getrennt vom Vermögen der Investmentgesellschaft geführt werden.

easyfolio – Meinungen, Erfahrungen und Tests

easyfolio - Test und Erfahrungen

Übersicht der Bewertungen

Anbieter Stärken Schwächen Urteil
unbenannt7
  • Übersichtliche Preisstruktur
  • Geringe Mindesteinlage
  • Kein aktives Risikomanagement möglich
  • Nur 2 Anlageklassen
sehr gut (4,0 von 5)
extra_magazin_logo_normal
  • Geringe Mindestanlage
  • Angebotene Sparpläne
  • Keine
gut (3,5)
easyfolio - test und erfahrungen
  • Handel über das eigene Depot
  • Gebühren unter 1 Prozent
  • Keine persönliche Beratung
Keine
brokervergleich_de_logo
  • Gute Website
  • easyfolio-Blog
  • Fondskauf über eigenen Online-Broker möglich
  • Keine BaFin-Lizenz
Echtzeit-Test
Extra Magazin

Die Redaktion vom Extra Magazin hat die Angebote der größten Robo Advisor in Deutschland miteinander verglichen. easyfolio liegt im Mittelfeld des Rankings mit der Gesamtnote „gut“ (3,5). Auf dem selben Level wurden die Anbieter vaamo und Whitebox bewertet.

Das Extra Magazin sieht die Stärken von easyfolio in der geringen Mindestanlage und den angebotenen Sparplänen.

Sicheregeldanlage.info

Das Portal Sicheregeldanlage.info schätzt bei easyfolio die Möglichkeit, dass ein einfacher Handel über das eigene Depot möglich ist. Zudem ist es möglich, kostenlos zwischen den Produkten zu wechseln und die Verwaltungsgebühren sind unter 1 Prozent.

Kritisiert wird lediglich, dass, wie bei allen Robo Advisorn, keine persönliche Beratung angeboten wird.

Brokervergleich.de

Brokervergleich.de stellt fest, dass easyfolio selbst nicht bei der BaFin zugelassen ist und somit auch nicht die Möglichkeit hat, ein aktives Riskomanagement vorzunehmen.

Gelobt wird die übersichtliche und klar strukturierte Website des Anbieters. Zudem ist es ein Vorteil, über den eigenen Online-Broker die easyfolio-Fonds erwerben zu können. Desweiteren gibt es einen easyfolio-Blog, der Interessenten tiefergehende Informationen zu den Produkten liefert.

Echtgeld-Test

Als einziges Portal im deutschsprachigen Raum führt BrokerVergleich.de seit Mai 2015 einen Echtgeld Test von Robo Advisorn durch. Dabei wurde bei den Anbietern ein reales Depot angelegt, das laut dem jeweils bewerteten Robo Advisor von der Mehrheit der Kunden ausgewählt wurde.

Ist easyfolio renditestark?
Zeitraum easyfolio Vergleichsindex Bester Robo Advisor
01.05.15 – 30.04.16
(12 Monate)
-6,1% -3,7% 0,1%
01.05.16 – 31.08.16
(4 Monate)
4,5% 3,5% 6,1%
Gesamtperformance -1,8% -0,4% 5,1%

Bei easyfolio entsprach dieses Portfolio der easyfolio 50 Anlagestrategie mit einem ausgeglichenen Verhältnis von Aktien und Anleihen.

Nur einer der getesteten Anbieter konnte über eine Laufzeit von 12 Monaten eine positive Rendite erwirtschaften (Cashboard mit 0,1%). easyfolio fuhr mit -6,1% ein negatives Ergebnis ein. Der Vergleichsindex (Mischung aus MSCI World und Barclays Global Aggregates Bonds) verschlechterte sich in dem selben Zeitraum lediglich um 3,7 Prozent.

In den darauffolgenden vier Monaten verbuchte das Portfolio mit 4,5% dagegen ein gutes Ergebnis und konnte den Index (3,2%) hinter sich lassen.

Alternativen zu easyfolio

Vergleicht man die Ergebnisse des Echtgeldtests mit den Alternativen zu easyfolio, so fällt auf, dass lediglich die SutorBank (-7,2%) über den Jahreszeitraum einen höheren Verlust erzielt hat, während Whitebox (6,1%) und Scalable Capital (5,7%) im 4-Monats-Zeitraum die höchsten Renditen realisierten. Beide Anbieter wurden erst dieses Jahr in die Anlagesaison aufgenommen.

Den Performance-Daten sollte jedoch noch keine allzu große Relevanz beigemessen werden. Vermögensanlagen sind auf Langfristigkeit ausgelegt und Zeiträume unter 3-5 Jahren wenig aussagekräftig.

Die Branche der Robo Advisor ist noch in der Entwicklung und es bleibt abzuwarten, wie sich die Performance im Vergleich zu den klassischen Bankhäusern behauptet.

  • easyfolio hat im Echtgeld-Test durchschnittliche Ergebnisse eingefahren.
  • Auf Basis dieser zugegebenermaßen kurzfristigen Daten sind die Anlagen der aktiven Robo Advisor Whitebox auf Platz 1 und Scalable Capital auf Platz 2 zu empfehlen.

Investmentstrategie

easyfolio - test und erfahrungen

Der Einfachheit halber konzentriert sich easyfolio, genau wie Anbieter wie vaamo, bei den Anlageklassen auf Aktien (Industrie- und Schwellenländer) und Anleihen (Staats- und Unternehmensanleihen). Die entsprechenden ETFs bilden Indizes physisch nach und umfassen die gesamte Weltwirtschaft. Momentan gilt: Anleihen sind kein lukratives Investmentprodukt, da sie mit den niedrigen Zinsen kaum Rendite abwerfen.

Die Risikoeinstufung erfolgt auch hier über die prozentuale Zusammensetzung aus Aktien und Anleihen – mit Aktien als riskanteres Investment und Anleihen als risikoarme Geldanlage. Insgesamt kann der Nutzer aus drei verschiedenen Risikostufen wählen.

Info:

Die Einschränkung auf nur zwei Anlageklassen ist gerade für Profis und erfahrene Anleger eher hinderlich. Gerade mit Rohstoffen und Währungen lassen sich in Zeiten niedriger Anleihezinsen noch einige Prozentpunkte mehr an Rendite gewinnen.

Das Portal stellt dem Nutzer drei verschiedene ETF-Portfolios – sogenannte easyfolio-Fonds – zur Auswahl. Jeder dieser Fonds besteht aus 15 ETFs. Dabei handelt es sich jeweils um die gleichen Indexfonds. Der Unterschied besteht lediglich aus dem Verhältnis von Aktien zu Anleihen und richtet sich an verschiedene Anlegertypen.

Anleger haben die Wahl zwischen easyfolio 30, easyfolio 50 und easyfolio 70. Die Zahl bezieht sich dabei jeweils auf den Aktienanteil im Portfolio. Die einzelnen Fondslösungen stellen unterschiedliche Risikostufen dar und spiegeln die Risikobereitschaft der Nutzer wieder.

Die von easyfolio zur Verfügung gestellten ETFs sind ausschließlich Produkte der Partneranbieter iShares, SPDR (State Street Global Advisors) und UBS. Dadurch ist die Auswahl eingeschränkt, was vor allem erfahrene Anleger verschrecken könnte. Es gibt alternative Indexfonds-Anbieter, deren Produkte u.U. auch ohne zusätzliche Verwaltungsgebühren zu erwerben sind.

Das Portal bietet neben den drei Portfolios auch noch eine private Rentenversicherung mit seinem Partner VorsorgeKampagne.de an. Das Angebot umfasst eine Privat-Rente, Rürup- sowie Riester-Rente.

Des Weiteren gibt es die Möglichkeit neben Einmalbeträgen auch ratenweise in Form von Sparplänen in die ETF-Portfolios zu investieren. Das ist vor allem für Anleger sinnvoll, die sich Monat für Monat ein Vermögen aufbauen wollen.

Grundsätzlich können Nutzer die easyfolio-Portfolios über ein eigenes Depot erwerben. Wer noch kein Depot besitzt, kann allerdings auch eins über das Portal eröffnen.

Einfachheit ist bei easyfolio nicht nur Bestandteil des Namens. Die übersichtliche Produktauswahl mit nur drei ETF-Portfolios soll gerade Einsteigern die Geldanlage erleichtern. Das Portal richtet sich dennoch an Selbstentscheider.

Ein wichtiger Bestandteil der Anlagestrategie des Portals ist die Selbsteinschätzung der Nutzer. Sie können vorher testen, welcher Anlegertyp sie sind und entsprechend ihrer Risikoneigung das geeignete Portfolio auswählen.

Dadurch soll sichergestellt werden, dass sich Anleger bei ihrer Investition nicht selbst überschätzen. Der Test besteht aus Fragen zur aktuellen Lebenssituation sowie dem angestrebten Anlagehorizont. Auch die Risikobereitschaft wird direkt abgefragt.

Anhand des Ergebnisses wird dem Nutzer eines der drei vorgefertigten ETF-Portfolios empfohlen.

Das easyfolio 30 besteht zu 30 Prozent aus Aktien und 70 Prozent aus Anleihen:

  • Es handelt sich dabei um die risikoärmste Geldanlage des Portals. Anleger, die dieses ETF-Portfolio wählen, wollen in der Regel auf Nummer Sicher gehen. Dies ist vor allem für langfristige Investitionen sinnvoll und nicht – wie easyfolio selbst vorschlägt – für kurzfristige. Der hohe Anleiheanteil erwirtschaftet kurzfristig einfach keine anständige Rendite.


Das Portfolio easyfolio 50 investiert zu je 50 Prozent in Aktien und Anleihen:

  • Chancen und Risiken sollen hier für Anleger gleichermaßen verteilt werden. Das Portal wirbt damit, dass in die Chancen der internationalen Aktienmärkte investiert wird, bei gleichzeitig hoher Sicherheit durch die Anleihemärkte mit sicherer Verzinsung. Langfristig könnte sich die Geldanlage für den einen oder anderen Nutzer durchaus lohnen. Voraussetzung dafür ist allerdings, dass sich der Anleihemarkt wieder stärker erholt.

Das easyfolio 70 ist das riskanteste Portfolio im Angebot:

  • Wie von easyfolio vorgeschlagen, eignet sich dieses Portfolio vor allem für langfristige Anleger, die angesichts der manchmal starken Kursschwankungen nicht gleich nervös werden. Dem ist durchaus zuzustimmen. Die Aktienmärkte sind aufgrund Branchenkrisen und politischen Ereignissen wie dem bevorstehenden EU-Austritt Großbritanniens (Brexit) hohen Bewegungen ausgesetzt.

Zur Einhaltung der Risikostufen und der Verteilung der Anlageklassen in den drei einzelnen ETF-Portfolios führt easyfolio alle drei Monate ein sogenanntes Rebalancing durch. Da sich das Verhältnis zwischen Aktien- und Anleiheanteil je nach Entwicklung an den Börsen stark verändern kann, müssen Zu- und Verkäufe innerhalb der jeweiligen Portfolios getätigt werden.

Dabei entstehen dem Anleger allerdings Zusatzkosten, so dass ein Rebalancing einmal im Quartal die Rendite der Geldanlage deutlich schmählern kann. Dies ist auch vor dem Hintergrund zu betrachten, dass die Bewegungen nach sechs oder zwölf Monaten von alleine wieder ausgeglichen werden können. Ein Rebalancing einmal pro Jahr wäre deshalb vollkommen ausreichend.

Hinter der Anlagestrategie von easyfolio steht das Investmentteam der Apo Asset Management. Der Vermögensverwalter kümmert sich seit 1999 um private und institutionelle Kunden. Man muss an dieser Stelle allerdings hinzufügen, dass sich mit der Übernahme des Portals durch Hauck & Aufhäuser die Anlagestrategie in Zukunft auch ändern kann.
Die Strategie der Apo-Experten basiert auf fünf Grundsätzen:

  • Investition in die globale Wirtschaft durch Aktien- und Anleihe-ETFs
  • Breite Streuung der Geldanlage
  • Individuelle Festlegung des Anlegertyps
  • Minimale Kosten
  • Langfristige Geldanlage

Angebote

Anbieter easyfolio
Startguthaben Derzeit kein Angebot
Kunden-werben-Kunden Derzeit kein Angebot
Partnerprogramm Derzeit kein Angebot

Interview mit Achim Backhaus – Geschäftsführer von easyfolio

Was ist das besondere an Ihrer Investmentstrategie?

easyfolio - Test und Erfahrungen
Achim Backhaus
easyfolio: „easyfolio bietet seinen Anlegern die Möglichkeit zwischen aktuell vier Anlagestrategien zu wählen. Bei den ursprünglichen Strategien kann der Investor gemäß seiner Risikoaffinität aus drei Strategien wählen, die ein festes Verhältnis zwischen Anleihen und Aktien verfolgen (easyfolio 30, easyfolio 50 und easyfolio 70). Dabei setzt easyfolio auf das Zusammenspiel regionaler Wirtschaftskräfte, das über eine ETF-basierte Asset Allocation abgebildet wird. Hierbei wird das Anlagekapital nach Bruttoinlandprodukt (BIP) gewichtet. Diese Methode bietet den Vorteil, dass sie – im Gegensatz zur Gewichtung nach reiner Marktkapitalisierung – die Wirtschaftsleistung einer Region umfassend berücksichtigt.

Dadurch erhalten gerade aufstrebende Schwellenländer eine höhere Gewichtung, wodurch Anleger vom hohen Wirtschaftswachstum in diesen Regionen profitieren können. Obwohl die Kapitalmärkte in den Schwellenländern allgemein eine höhere Volatilität aufweisen, ermöglicht die BIP-Methode eine weitaus höhere Diversifikation. Der Anteil der Länder und Regionen in den Portfolios bemisst sich daher an ihrem Anteil an der weltweiten Wirtschaftsleistung. Für die Berechnung der Gewichtung werden die offiziellen Angaben der Weltbank herangezogen. Die hohe Diversifikation ermöglicht es easyfolio-Anlegern, vom weltweiten Wirtschaftswachstum zu profitieren – transparent, kosteneffizient und ohne unnötige Risiken einzugehen.

In Ergänzung zu den oben genannten Strategien hat easyfolio sein Angebot um ein weiteres Anlageprodukt ergänzt, welches von der Anlageexpertise der Privatbank Hauck & Aufhäuser Privatbankiers profitiert: easyfolio flex. Die dahinterliegende Strategie wird über den H&A Asset-Allocation Fonds umgesetzt. Die dahinterliegende Strategie verfolgt einen dynamischen Anlageansatz und passt sich flexibel an jedes Marktumfeld an. Anleger müssen sich demnach nicht für eine festgelegte Aktienquote entscheiden, sondern überlassen diese Entscheidung dem erfahrenen Investment-Team von Hauck & Aufhäuser Privatbankiers. Die Anlageexperten haben die Märkte jederzeit im Blick und überprüfen regelmäßig auf Grundlage fundamentaler Marktfaktoren die Aktienquote im Portfolio. easyfolio-Anleger können dadurch erstmals von der langjährigen Anlageexpertise der Privatbank profitieren, die ansonsten den vermögenden Privatkunden des Bankhauses vorbehalten ist. Auch in diesem Produkt kommen ausschließlich kosteneffiziente ETFs zum Einsatz, die weltweit in Aktien und Anleihen investieren.

Dieses einfache, aber dennoch diversifizierte Produktportfolio ermöglicht easyfolio, jedem Anlegertyp in Anlehnung an seine individuellen Bedürfnisse das richtige Produkt anzubieten.“

Was unterscheidet easyfolio von anderen Robo-Advisorn?

easyfolio: „Der größte Unterschied im Gegensatz zu ähnlichen Anlageplattformen liegt einerseits in der Skalierbarkeit und damit verbundenen Verständlichkeit bzw. Einfachheit. Genau dafür werden wir auch immer wieder ausgezeichnet – zuletzt von finanztip.de. Wir ermöglichen unseren Kunden mit wenig Aufwand, breit gestreut, entspannt und langfristig Geld anzulegen. Des Weiteren ist unsere bestehende Kooperation mit Partnerbanken ein großer Vorteil für unsere Kunden: Sie können in ihr bereits bestehendes Depot bei ihrer Hausbank easyfolio-Produkte hinzu kaufen. Natürlich können Sie aber auch ein eigenes Depot bei uns eröffnen. Diese Kooperationen sind aus Kundensicht ein Garant für Sicherheit, da Kunden bei der Bank ihres Vertrauens bleiben können.

Auf der anderen Seite hat easyfolio durch die Zusammenarbeit mit Hauck & Aufhäuser ein weiteres Alleinstellungsmerkmal dazu gewonnen. Von der Zusammenarbeit mit dem renommierten Bankhaus einhergehend mit der zusätzlichen fachlichen Kompetenz und Expertise profitieren in erster Linie die Kunden.“

Welche Strategie des Risikomanagements verfolgen Sie?

easyfolio: „Wie aus diesem Diversifizierungsansatz hervorgeht, hängt die Risikostreuung bei easyfolio aktuell ausschließlich von der ausgewählten Aktienquote ab. Dabei wählt der Kunde auf Basis seines persönlichen Rendite/Risiko-Profils eine passgenaue Strategie aus, wodurch er das zu erwartende Risiko selbst steuern kann. Durch die breite und weltweite Streuung sowie die Beschränkung der Anteile risikobehafteter Anlagen wie Anleihen aus den Schwellenländern wird das Risiko zusätzlich reduziert. In den Portfolios kommt somit kein systematisches Risikomanagement durch den Einsatz von Derivaten, Risikobudgets o. ä. zum Einsatz.“

Wo sehen Sie easyfolio in 5 Jahren? Was wird sich bei Ihnen als auch in der Branche der Robo-Advisor verändern?

easyfolio: „Wir sehen easyfolio mit einem klaren Geschäftsmodell und der fachlichen Expertise von Hauck & Aufhäuser im Hintergrund sehr gut für die Zukunft aufgestellt. Wir möchten unseren bestehenden Kundenstamm erweitern und gleichzeitig die bestehende Produktpalette erweitern, jedoch ohne die beschriebene Einfachheit von easyfolio zu verändern. Wir fokussieren uns also weiterhin auf die digitale Geldanlage für Privatkunden. Diese Strategie hat sich bisweilen bestätigt: So konnten wir in den letzten Monaten unsere Assets under Management (AuM) auf über 20 Mio. steigern.

Konstanter Wachstum ist vor allem dann essentiell, wenn man sich mögliche Szenarien in der Robo-Advisor-Branche näher betrachtet. Denn hier scheinen wir in Anbetracht der hohen Investitionssummen und Anzahl an Anbietern auf eine Marktkonsolidierung zuzusteuern. Kurzfristig wird die Zahl an Fintechs und somit Robo Advisor womöglich weiter zunehmen, langfristig wird sich ihre Zahl durch Verkäufe, Zusammenschlüsse und Kooperationen auf einige, wenige unabhängige Unternehmen reduzieren. Die restlichen Robo Advisor werden dann als sinnvolle Ergänzungen in das Geschäftsmodell der Banken integriert.“

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robo-advisor.de als Autor

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Was ist ein Robo-Advisor?

Auch als "automatisierte Vermögensverwaltung" bezeichnet, sollen Robo-Advisor die bessere Alternative zum klassischen Bankberater sein.

Wer sein Geld zum Beispiel fürs Alter anlegen möchte, ging früher zum Bankberater. Der empfiehlt Fonds und Zertifikate - meistens solche, mit denen er gute Provisionen verdient. Deswegen haben die verkauften Produkte häufig schlechte Renditen.

"Nur 3 von 23 Banken beraten gut", so die Stiftung Warentest im Januar 2016.

Mehr Rendite als bei der Bank

Robo-Advisor entscheiden hingegen auf Basis mathematischer Modelle automatisch, wie das Geld auf verschiedene Anlagen aufgeteilt wird.

Unterm Strich soll die Geldanlage dadurch besonders renditestark sein, weil viel geringere Kosten anfallen.

In den USA werden (Stand: März 2016) schon umgerechnet über 44 Milliarden Euro von Robo-Advisors verwaltet.

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